1. Korinther 14, 33-37

– 1.Korinther 14, 33-37 –

Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens, wie in allen Gemeinden der Heiligen.
Eure Frauen sollen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es auch das Gesetz sagt.
Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist für Frauen schändlich, in der Gemeinde zu reden.
Oder ist von euch das Wort Gottes ausgegangen? Oder ist es zu euch allein gekommen?
Wenn jemand glaubt, ein Prophet zu sein oder geistlich, der erkenne, daß die Dinge, die ich euch schreibe, Gebote des Herrn sind.

So, das ist einer der schwierigsten Verse der Bibel könnte man meinen und ich glaube es ranken sich sehr viele Erklärungen darum.

Ich hatte vor einiger Zeit selbst noch (Ego)probleme damit und habe eine falsche Erklärung abgegeben, die auch in einem Kommentar korrigiert worden ist. Aber zu der Zeit war ich fest davon überzeugt, Recht zu behalten – obwohl ich kein Recht hatte.

Dann löschte ich diese Erklärung und betete intensiv darüber, weil ich selbst unsicher war und Gott selbst zeigte mir sehr liebevoll aber eindrücklich, dass Paulus wirklich Recht hatte und nicht ich!

Natürlich darf jeder halten davon, was er will, aber er möge bitte dieses beachten:

– Galater 1, 6-10 –

Mich wundert, daß ihr euch so schnell abwenden laßt von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen.
Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!
Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium verkündigt als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht!
Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Christus.

Diese Sätze sind sehr ernst zu nehmen, denn wir leben in einer Zeit, wo die Bibel kaum noch als Maßstab der Unfehlbarkeit als Gottes Wort hinzugezogen wird –
und das findet insbesondere auch unter Christen leider Anklang.

Es geht mir nicht darum, irgendwelche Ängste zu schüren – aber eben diese Zeilen begleiten mich immer wieder und haben mich auch auf die rechte Erklärung der oben zitierten Bibelstelle geführt.

Fangen wir einfach mal an.

Welches Gesetz meint Paulus? Er meint das Gesetz von Jesus Christus, nicht die 10 Gebote vom Sinai, denn wiedergeborene Christen stehen unter dem Gesetz von Jesus Christus.

Und es geht hier nicht darum, dass eine Frau minderwertig angesehen wird, nein.

Paulus ging es um eine Ordnung und die besaß anscheinend die Gemeinde in Korinth nicht, sonst hätte er diese Worte nicht gewählt. Es geht hier explizit um die Gemeindeversammlungen, in denen Frauen nicht predigen sollen. Frühstücke, Hauskreise, Bibelkreise – all das wird nicht gemeint, sondern nur dann, wenn die gesamte Gemeinde versammelt ist.

Natürlich steht es jeder Frau frei, zu predigen in ihrer Gemeinde oder nicht – (es wird auch sicher kein Blitz hinabfahren), aber gerade ich als Frau nehme Paulus Worte doch ernst auf, so dass ich für mich beschlossen habe, nicht in einer Gemeinde zu predigen.

Es dient einzig und allein dazu, eine Ordnung zu erhalten und die ist – wie man an der Welt erkennt – vielfach verloren gegangen. Natürlich hat der Mann dieselbe Verantwortung, wenn er predigt, als wenn eine Frau das tut. Allerdings, wenn man das, was Paulus geschrieben hat verwirft, dann kann es zur Unordnung kommen.

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was er beachtet – dennoch tut es gut, wenn man im stillen einfach mal darüber nachdenkt, wie Paulus das für einen selbst gemeint hat, denn eines kann man glauben:

Er meinte es nur gut!

Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht! - Johannes 14,27 -

2 Comments

  1. 22. November 2013
    Reply

    Das finde ich sehr gut. Ich als Frau predige auch nicht vor der Gemeinde. Es gibt viele Situationen, wo man vor und für Gott so viel Einfluss nehmen kann. Auch in unserem Bibelabend, wo auch Männer sind. Jeder kann rege seine Meinung äußern, und es gibt regen Austausch über verschiedene Ansichten, und wir wollen echt die Schrift ergründen. Nicht jeder Mann hat die Weisheit Gottes. DAs kommt auf den Reifegrad eines jeden Menschen an. Wenn nun eine Frau gar nichts sagen würde, wäre es sogar Sünde. Nur ist es ein Unterschied, ob sie einen Predigtdienst versieht oder prophetisch redet (das heißt auch: Erkenntnisse aus der Schrift sagt). Männer nach dem Herzen Gottes hören auch auf das, was der Herr durch Frauen spricht. Herrschende gehen nur nach „richtig“ und „falsch“ und verbieten alles mögliche.
    Gut ist, wer freiwillig SEINEN Willen tut. Liebe Grüße

    • kristina bode
      22. November 2013

      Ja das stimmt, man hat ja so viel Möglichkeiten zu reden und sich auch frei zu entfalten, es ist ja nicht so, dass man nen Mundschutz in der Gemeinde angelegt bekommt.

      Man muss jeden anhand der Schrift prüfen, auch den Ältesten und auch den Pastor, da nehme ich niemanden aus. Und wenn es Irrlehren sind, dann muss man reagieren.

      Einfach etwas verbieten, weil es eine Frau ist – ist auch nicht der richtige Weg. Man sollte schon zuhören und danach beurteilen.

      Und ich verurteile auch sicher niemanden, der predigt – aber ich habe einfach Paulus Sätze in meinen Ohren und deshalb für mich beschlossen, dass ich das nicht tun werde.

      Wenn man wiedergeboren ist, dann möchte man ja freiwillig Jesus Christus dienen und das auch gerne, alles andere stelle ich in Frage ob das eine echte Bekehrung war, vor allem wenn derjenige das als „lästige“ Pflicht ansieht.

      Aber natürlich gibts Situationen, wo Gott mich auf etwas hinweist und ich dann darauf reagiere, er verändert mich liebevoll ins Gute und seine (Gottes) Gnade ist unglaublich.

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