Matthäus 7,3

Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, und den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?

Mir gehts in diesem Beitrag weniger um das erklären des biblischen Satzes (sollte allgemein verständlich sein, hoffe ich zumindest), als vielmehr um dieses:

„Wie gehe ich als gläubiger Christ mit anderen Menschen um
oder wie kann ich allgemein als Mensch mit Anderen umgehen?“

Vielleicht denken jetzt manche: Das geht mich nichts an!

Dann meine ich genau dich und mich damit, denn ich schließe mich damit garantiert nicht aus.

Wer hat bis jetzt immer jeden Fehler sofort zugegeben, auch wenns schwerfiel?
Ich ganz sicher nicht…

Als Jugendliche bin ich mal mit meiner Hose an einem Autokennzeichen hängen geblieben, als ich mich dadurchquetschen wollte. Es machte ein grässliches Geräusch, als meine Hose zerriss und das Kennzeichen war an einer Ecke nach außen gebogen worden.

Anstatt nen Zettel am Auto zu hinterlassen, habe ich mich umgesehen, niemand sah das außer mir und bin dann meines Weges gegangen.

Mir tat selber nur leid, dass meine wunderschöne Hose kaputt war.

Das mag jetzt nicht das beste Beispiel sein, aber es zeigt mehrere Sünden auf, (nicht ehrlich sich zu der Tat bekennen, egal wie „nichtig“ die Sache vordergründig erscheint) und (das Selbstmitleid an einer materiellen Sache, die sowas nicht verdient hatte) die sogar in der Bibel beschrieben werden.

– Die Gesellschaft will, dass du stärker als andere bist, sei egoistisch,
nimm dir was du willst und setze so oft es geht deine Ellenbogen ein –

Die Gesellschaft heute hat sich zu einer egoistischen, selbstsüchtigen und nur auf ihren eigenen Vorteil bedachten entwickelt.

Jeder, der aus dieser Reihe tanzt, wird von ihr überrollt.

Nicht der, der etwas kluges zu sagen hat, wird von der Masse gehört, sondern der, der am meisten Macht besitzt.

Es ist unmöglich, zu verhindern, jeden Splitter bei Anderen zu übersehen – wir Menschen sind Sünder und bleiben es auch, aber wenn man sich dieser Tatsache bewusst macht, dann arbeitet Gott schon in uns, auf das wir nicht immer mit dem Finger auf Andere zeigen.

– Es ist vollkommen logisch, dass andere Lebensweisen wie z.b. Homosexuelle
als Prügelopfer angenommen werden –

Ehrlich, es betrübt mich sehr, wenn ich in den USA sehe, dass Christen mit Plakaten auf die Straßen gehen und gegen Homosexuelle demonstrieren. Oftmals mit der Faust nach oben gereckt und üblen Sprüchen auf den Plakaten aufgedruckt.

Wer die Bibel liest, erkennt was Sünde ist und was nicht, aber ich habe für mich beschlossen, erstmal mich um meine Balken zu kümmern und sie aus dem Auge zu ziehen, damit werde ich Zeit meines Lebens beschäftigt sein.

Es ist zu einfach, mit dem Finger auf Andere zu zeigen und ihm seine schlechten Eigenschaften gebetsmühlenartig aufzulisten.

Bei uns selbst wird es oft still, oder wir reden unsere Sünden klein, d.h. wir versuchen sie als nicht so schlimm anzusehen.

In christlichen Foren gibt es seitenweise Diskussionen, wie man mit homosexuellen Menschen umgehen soll, aber ich habe bis jetzt noch keinen Thread über die Sünden: Neid, Hochmut, Völlerei, Zorn (Rachsucht), Faulheit (Ignoranz) gefunden und sollte es solche Threads geben, wette ich, dass sie nicht die Brisanz haben, wie manche über homosexuelle Menschen reden.

– Das ist eine unser größten Schwächen –
den Fehler beim Anderen zu sehen, aber den eigenen nicht wahrzunehmen –

Deshalb bitte ich, einfach innezuhalten, wenn man wieder anfängt über der oder diejenige zu urteilen, was er/sie alles falsch gemacht hat.

Versucht doch einfach mal anstatt die schlechte Eigenschaft zu sehen, sondern an Stelle 2 positiven Eigenschaften die diese Person besitzt, dann können wir langsam unseren Groll abbauen.

Danke fürs lesen!

Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. - Römer 10,9 -

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