Brief an die Geschwister – Zur Ruhe kommen

27. Juli 2017 at 08:44

Liebe Geschwister!

Unsere heutige Welt bietet auf vielerlei Art und Weise unglaubliche Möglichkeiten sich zu entfalten und engagieren. Ja, sie ist wirklich noch nie so reichhaltig gewesen wie heute. Das digitale Zeitalter bietet uns die Chance, mit Menschen zu kommunizieren, die wir im Leben nie getroffen hätten.

Wir können uns nicht nur mit Briefen verständigen, sondern in Echtzeit mittels Smartphone und einem Kommunikationsprogramm. Mittels Emails versenden wir digitale Briefe in alle Welt und in sekundenschnelle treffen diese beim Empfänger ein.

Ja, es sind wirklich aufregende Zeiten, in denen wir leben.

Aber diese bieten nicht nur positives, sondern auch Fallen, in die wir ganz leicht tappen können.

  • Die ständige Erreichbarkeit hat die Auswirkung, dass Andere von uns erwarten könnten, dass wir sofort ihre Emails/Nachrichten beantworten.
  • Man kommuniziert heute oft nicht mehr tiefgründig, sondern schnell und direkt.
  • Das Handy bleibt angeschaltet, selbst Nachts.
  • Manche bekommen Angst, etwas Wichtiges zu verpassen, wenn sie nicht ständig auf dem Laufenden sind.
  • Das Internet bietet eine Fülle an Informationen, die quasi ungefiltert vom Konsumenten aufgenommen werden – darunter sind aber nicht selten falsche Informationen, deren Wahrheitsgehalt durch recherchieren nicht bewiesen werden kann. Es ist eine große Gefahr, alle Informationen gleich als wahr anzunehmen.
  • Das Recherchieren nach der Wahrheit kann viel Zeit und Nerven in Anspruch nehmen – es ist mitunter fast unmöglich, eine Information auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
  • Es gibt viele unseriöse Webseiten im Internet, die den Verbrauchern Produkte aufschwatzen wollen und angeblich Wunderheilungen in Aussicht stellen – natürlich zu einem Wucherpreis.

Diese Auswirkungen gab es mit Sicherheit auch vor dem digitalen Zeitalter. Man stelle sich die Jahrmarkt Schreier vor, die ein Wundermittel für den Haarausfall anpriesen (und die schnell genug in die nächste Stadt zogen, um von den getäuschten Kunden sicher zu sein und die nächsten Kunden wieder hinters Licht zu führen.)

Jedoch hat dieses Zeitalter eine Welle an Informationsmöglichkeiten hervorgebracht und viele Menschen verbringen Stunden damit, auf den verschiedensten Webseiten zu surfen und dort die Nachrichten oder Beiträge zu lesen. Ich will das nicht schlecht reden, schließlich ist dies auch ein Beitrag auf einer Webseite.

Aber als Christ ist es gut, manchmal den Flugmodus beim Handy einzuschalten und den Rechner auszuschalten und die Bibel zu lesen.

Denn das Wort Gottes kennt unsere Sorgen und Nöten, selbst damals haben die Menschen nicht anders gehandelt als heute.

Die Geschichte von Maria und Martha ist ein gutes Beispiel. Lukas 10,38-42.

Martha und Maria
Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam; und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus.
Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt?
Sage ihr doch, dass sie mir hilft! Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles; eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!

Als ich diese Geschichte zum ersten Mal las, habe ich überhaupt nicht begriffen, warum Martha von Jesus so „abgespeist“ wurde. Schließlich war sie es doch, die arbeitete und Maria saß einfach auf dem Boden und rührte sich nicht.

Anstatt ihrer Schwester zu helfen, hörte sie Jesus zu.

Der Fall scheint klar, aber Gott sieht das anders.

Martha war viel zu beschäftigt, es allen Recht zu machen, dass sie Jesus nicht zuhörte. Sie kümmerte sich um ihre Dinge, die ihr viel wichtiger waren, als dem Herrn zuzuhören. Maria hingegen erkannte, dass Jesus eben kein gewöhnlicher Mensch war, sondern Gott persönlich und das, was er zu sagen hatte, war viel wichtiger, als sich um Geschirr zu kümmern.

Diese Geschichte aus der Bibel zeigt uns, dass wir alle mal Maria und mal Martha sind. Diese Begebenheit lehrt mich, immer wieder mal inne zu halten und zum Herrn zu beten.

Die Sorgen dieser Welt können manchmal sehr bedrückend sein und manchmal schiebe ich regelrecht Panik, wenn etwas auftaucht, womit ich nicht gerechnet habe und was mich sehr belastet. Dann fällt es mir schwer, zur Ruhe zu kommen und die Sorgen werden in meinem Herzen groß. Sie nehmen dann den Raum ein, den ich eigentlich für den Herrn reserviert habe.

Dann muss ich inne halten und beten.

Das Beten hilft mir, mich wieder auf das zu fokussieren, was wichtig ist.

Gott!

Ich bin ein Kind Gottes geworden und er hat mir durch sein Wort versprochen, dass er mich durch diese Weltzeit leiten wird. Auch sagt die Bibel deutlich, dass ich mir keinerlei Sorgen machen muss, denn der Herr wird für mich sorgen.

Der Feind Gottes will uns jeden Tag, jede Minute verunsichern und uns knechten möchte, indem er ein Hamsterrad aufstellt und wir sinngemäß einsteigen und anfangen los zu rennen. Indem er uns die Sorgen mittels Gedanken einflüstert und sie größer macht, als sie eigentlich sind. Wobei es auch große Nöte unter den Christen gibt, das will ich nicht kleinreden. Aber selbst die größte Not wird der Herr überwinden!

Es ist gut, auch in der Gemeindearbeit manchmal nein zu sagen und nicht sofort alles zu übernehmen, was uns aufgetragen wird. In der Gemeinde mitzuarbeiten ist ein Segen, aber nicht wenige Geschwister haben aufgehört, Maria zu sein und opfern sich wie Martha nur noch für die Arbeit auf.

Dabei ist es menschlich, Grenzen zu haben.

Und im Gebet den Herrn zu fragen, ob diese oder jene Arbeit für uns ist, kann nie verkehrt sein.

Durchs Gebet erkenne ich, dass der Herr die Hand über mich hält und dass er mir nichts zu Tragen gibt, was ich nicht tragen könnte. Durch manche Begebenheiten lässt er mich gehen, damit ich im Glauben und im Vertrauen zu ihm wachsen kann.

Darum geht es nicht allen Christen gut, nicht alle Christen sind gesund und manche von ihnen haben einen großen Leidensweg im Leben zu gehen. Die Geschichte Hiob ist ein gutes Beispiel von einem Mann, dem alles genommen wurde, aber der am Ende alles doppelt und dreifach als Segen zurückbekam.

Wir Christen leben in einer schnelllebigen Zeit. Es tut uns daher gut, auch mal nicht erreichbar zu sein. Die Mail mal nicht sofort zu beantworten, sondern darüber zu beten und dem Herrn für unser Leben zu danken. Das tue ich viel zu selten.

Ich bin dankbar, für das moderne Leben und dankbar, ein warmes Zuhause zu besitzen. Aber wie Maria und Martha, lasse ich mich manchmal verunsichern und in Panik verfallen. Dann wird Gott in meinen Augen plötzlich klein, was natürlich vollkommener Blödsinn ist. Denn der Herr ist allmächtig und es ist meine verzerrte Wahrnehmung, was mich an ihn zweifeln lässt.

Ein Christ ist auch nur ein Mensch, manche sind im Glauben stärker als andere, aber jeder kennt die Krisen, durch die er gehen musste, um zu erkennen, wir groß und herrlich der Herr ist.

Lasst uns dem Herrn danken für alles im Leben!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen

Brief an die Geschwister – Warum heilt Gott manchmal nicht?

23. Juni 2017 at 07:55

Als ich mich zum Herrn bekehrte, habe ich kurze Zeit darauf einige Christen online kennen gelernt. Wir blieben in einem lockeren Emailaustausch und eine Begebenheit hat mich bis heute geprägt. Eine Christin schrieb mir, dass sie wohl eine baldige Hüftop haben muss, da sie starke Schmerzen hätte. In der Email bat sie mich um ein Heilungsgebet.

Ich antwortete ihr, dass ich gerne zum Herrn bete, dass es aber auch sein Wille sein kann, dass sie diese Op bekommt.

Sie hat mir nie wieder geantwortet.

Ihre Reaktion auf meine Email war eindeutig – anscheinend wollte sie nichts davon wissen, dass die Heilung eventuell ausbleibt. Meine Antwort würde ich heute immer noch genau so wie damals formulieren, denn ich habe es wirklich freundlich gemeint.

Ich kann um Heilung für Krankheit X beten, aber wenn der Wille des Herrn ein anderer ist, dann wird die Heilung nicht eintreffen. Für Gott ist nichts unmöglich. Er hat mich und dich geschaffen. Und wir Menschen sehen oftmals nur das, was vor unseren Augen ist.

Als ich mich bekehrte, habe ich auch um Heilung für Diverses, aber diese Heilung trat nicht sofort ein. Jedoch merkte ich schnell, dass ich dankbarer wurde für das, was ich tun konnte. Ich lernte, nicht jeden Tag darüber nachzudenken, was ich nicht tun konnte, sondern dankbar für die Dinge zu sein, die ich tun durfte.

Und ich glaube, dass ist das eigentlich Wichtige was uns der Herr lehren möchte.

Sonst würde jeder Christ gesund bis ins hohe Alter leben (wobei der Tod eben auch Krankheit ist). Aber das Gegenteil ist der Fall. Es gibt unglaublich ermutigende Zeugnisse von todkranken Christen, die in der tiefen Liebe des Herrn stehen und von seiner Gnade erzählen.

Die Welt hat sich nicht verändert. Damals wie heute streben die Menschen danach schön, reich und gesund zu sein. Dieses Bestreben steigert sich manchmal in eine regelrechte Manie rein.

Aber vom Tod bewahren kann uns rein gar nichts.

Warum sind Christen nicht alle gesund?

Weil ich den festen Glauben habe, dass wir durch Schwachheiten/Krankheiten im Glauben gestärkt werden. Damit wir unserem Herrn bedingungslos vertrauen, in allen Zeiten und nicht nur dann, wenn es uns gut geht.

Sind wir mal ehrlich – wenn es uns gut geht, ist Vertrauen einfach, oder?

Gerade in schwierigen Situationen musste ich das Vertrauen im Herrn neu lernen und erkennen, dass er mich nicht fallen lässt, selbst wenn ich immer wieder an ihm zweifle, weil mein Menschsein im Gegensatz zu seinem göttlichen Wesen vollkommen anders und schwach ist.

Gott macht keine Fehler – ich mache jeden Tag welche.

Gott hat den Plan für mich und mein Leben geschaffen – ich sehe diesen oft nicht, weil ich kurzsichtig meine selbstsüchtigen Ziele verfolge und nicht nach dem Willen des Herrn frage.

Gott liebt mich – auch wenn ich immer wieder zweifle, ihn in Frage stelle, mit ihm diskutiere, ungeduldig bin (wenn etwas nicht sofort so läuft wie ich das will) – weil ich sein Kind geworden bin.

Und am Ende, wenn ich auf die Knie falle und bekenne, dass der Wille des Herrn perfekt ist und der Herr nur möchte, dass ich durch die Prüfungen im Glauben wachse, kann ich dankbar sein und ein tiefer Segen erfüllt mich.

Wenn es uns immer gut gehen würde, könnten wir es nicht schätzen, wenn der Herr uns Gutes tut – weil es dann eine Selbstverständlichkeit für uns sein würde.

Ich empfinde einen tiefen Respekt für Geschwister, die mit einer schweren Krankheit leben und trotzdem lächelnd durchs Leben gehen. Sie wissen, dass sie den Lauf dank des Herrn vollenden und am Ende mit dem Siegkranz ausgezeichnet werden.

Gesundheit, Schönheit, Reichtum – all das vergeht – mal eher, mal langsamer.

Aber am Ende gibt es nur eine wichtige Frage und zwar die:

Hast du Frieden mit deinem Schöpfer durch Jesus Christus geschlossen?

Wenn du das aus vollem Herzen mit Ja beantworten kannst, dann hast du alles gewonnen, was kein materielles Gut hier auf der Erde jemals aufwiegen kann. In der Ewigkeit gibt es keinen Schmerz, keine Krankheit – es gibt nichts, was uns belastet und was uns Sorgen bereitet.

Ja, ich sehne auch diesen Tag herbei, an dem ich beim Herrn sein darf.

Aber diese Zeit ist noch nicht gekommen.

Und so freue ich mich, dass ich dankbar sein darf – jeden Tag. Für die Dinge, die der Herr mir gibt. Sei es durch seine Erziehung, damit ich lerne, seinen Willen zu tun und nicht meinen. Sei es durch die Segnungen, die er mir durch seine Gnade schenkt und die Gebetserhörungen, die manchmal vollkommen unerhofft auftauchen und die mich so glücklich machen.

Der Herr ist groß!

Lasst uns an seiner Gnade genügen, denn das reicht vollkommen aus!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Brief an die Geschwister – Bin ich schwach, wird Gott stark!

28. April 2017 at 08:00

Ich habe schon lange keinen Brief mehr an euch geschrieben. Darum fällt es mir leicht, über ein schwieriges Thema zu schreiben. Ich hatte ja schon letzte Woche über meine Krise ansatzweise berichtet und wie ich immer versuche, etwas Gutes darin zu sehen.

Man kann da schnell den Eindruck gewinnen, dass ich unerschütterlich durch alle Prüfungen hindurchgehe, die mir der Herr gibt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Nichts ist so sicher bei mir, wie meine Ungewissheit, meine Zweifel und meine Gedankenspiele, die manchmal zu keinem Ergebnis führen.

In all dem kann ich Gott danken, weil er meine Unvollkommenheit sieht. Ich kann nicht vollkommen sein, sondern lebe noch mit der sündigen Natur auf der Erde. Ja, nach der Bekehrung schenkt Gott uns eine neue Natur, aber diese wird erst vollkommen sein, wenn der irdische Leib und damit alles Böse vergeht.

Darum finde ich es nicht merkwürdig, wenn ich immer mal wieder schwankend bin, wie ein Grashalm im Wind. Mal denke ich, dass Gott diesen Weg für mich vorsieht und ich gehe ihn mit einem kräftigen Schritt, nur um plötzlich in einer Sackgasse zu stehen und erst dann zu verstehen, dass ich Gott nicht nach seinem Willen gefragt habe, sondern das Zepter (mal wieder) selbst in die Hand genommen habe.

Manchmal würde ich mir vom Herrn wünschen, dass er mir deutlicher seinen Willen zeigt. Aber dann denke ich über seine Worte nach und erkenne, dass er mir seinen Willen durch sein Wort offenbart. Ich habe es dann nur nicht gelesen, sondern wollte wieder selbst für mich bestimmen.

Ich habe manchmal schwermütige Gedanken, die bis hin zu einer Depression gehen und ich beneide manchmal manche Geschwister, die so viel fröhlicher durchs Leben gehen. Dann halte ich aber inne und denke darüber nach, dass ich nicht weiß, wie es in ihnen wirklich aussieht. Wenn man dann von ihnen im Hauskreis hört, dass sie diese und jene Probleme haben, fühle ich mich mit ihnen verbunden.

Schon der Apostel Paulus kannte die innere Zerrissenheit, die er so beschrieb:

Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist;
ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft.
Denn was ich vollbringe, billige ich nicht;
denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus.
Wenn ich aber das tue, was ich nicht will,
so stimme ich dem Gesetz zu, dass es gut ist.

Jetzt aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe,
sondern die Sünde, die in mir wohnt.
Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt;
das Wollen ist zwar bei mir vorhanden,
aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht.

Denn ich tue nicht das Gute, das ich will,
sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich.
Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so vollbringe nicht mehr ich es,
sondern die Sünde, die in mir wohnt.

Ich finde also das Gesetz vor,
wonach mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt.
Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen;
ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern,
das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet
und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.

Ich elender Mensch!
Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?
So diene ich selbst nun mit der Gesinnung dem Gesetz Gottes,
mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.
– Römer 7,14-25 –

Diese innere Zerrissenheit ist also völlig normal, sie ist nicht gut und es ist nicht ratsam, an ihr festzuhalten, aber wir Kinder Gottes werden immer wieder Prüfungen im Leben erleben, die uns an unsere Grenzen bringen.

Ich wollte den ganzen Absatz zitieren, weil dieser mir als frisch bekehrter Christ weitergeholfen hat. Er hat mir gezeigt, dass meine sündige Natur noch lebt. Sie wird zwar von Gott nicht mehr wahrgenommen – weil ich durch das Erlösungswerk Jesu Christi und den Glauben an das Kreuz durch meine Bekenntnis meiner Sünden vom Gericht freigesprochen wurde – aber ich lebe als Mensch stänig im Kampf gegen die sündige Natur.

Schaffe ich es immer, der Versuchung zu widerstehen? Ganz klar, nein!

Ich bewundere Männer wie Watchman Nee und co. aber kann mich nicht zu ihnen zählen. Dafür bin ich zu wankelmütig, was mir manchmal tierisch auf die Nerven geht. Mich tröstet es dennoch ungemein, dass selbst der Apostel Paulus mit Anfechtungen zu kämpfen hatte.

Darf es dann legitim sein, dass ich auch welche habe?

Absolut! Und oft schaffe ich es, ihnen zu widerstehen. Manchmal aber auch nicht. Dann fühle ich mich wie ein Versager, wie jemand, der die Prüfung nicht bestanden hat.

Und dann darf ich wissen:

Ja, Gott liebt mich.

Er liebt mich!

Er liebt mich!

Darum ist es völlig egal, was meine momentanen Gefühle zu mir sagen, ob ich mich alleine fühle, ungeliebt, nicht gemocht etc.

Gott liebt mich!

Ich bin sein Kind geworden und er wird mich niemals alleine lassen!

Das darf ich wissen und daran festhalten. Wenn mal alles wieder zusammenbricht im Leben und man nicht versteht, wie das passieren konnte. Im Endeffekt macht es nichts. Auch wenn es in der momentanen Situation vielleicht schwer zu ertragen ist. Aber – im Endeffekt macht es nichts.

Dieses Leben endet irgendwann und dann fängt die Herrlichkeit in der Ewigkeit an.

Lasst uns daran festhalten und uns darauf freuen!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Brief an die Geschwister – Betest du über Wasser oder unter Wasser?

23. Februar 2017 at 08:47

Was für eine seltsame Überschrift, oder?

Das fiel mir gestern Abend ein, als ich über das Beten im Allgemeinen nachdachte.

Viel zu oft verplemper ich mein Leben mit allen möglichen Dingen und erst am Ende des Tages nehme ich mir die Zeit für ein kurzes Gebet. Fromm sieht anders aus.

Darum schreibe ich den Beitrag – um mich ebenso wieder mal wachzurütteln und mir klar werden zu lassen, wie wichtig das Beten ist. Im Ernst, es gibt nichts wichtigeres als zu Beten zum Schöpfer der Erde und des Weltalls!

Und wenn du ein Kind Gottes (durch Bekehrung) geworden bist, dann wurde dieser große, allmächtige Schöpfer dein himmlischer Vater.

Woran liegt es also, dass wir das Beten oft nach hinten stellen und sogar manche Christen der Meinung sind, dass der Segen eher in der Tat als im Wort zu finden ist?

Wenn ich bete, dann trete ich in direkten Kontakt mit Gott. Ich spreche zu ihm und kann ihm alles erzählen, was mich bewegt und was mich belastet. Für Gott gibt es nichts, was unwichtig wäre und er kennt mein Herz eh besser als ich selbst.

Beim Beten bringt es mir also nichts, wenn ich nicht ehrlich zu mir und zu Gott bin. Darum, kipp alles aus – das hält Gott aus. Schlimmer wäre der Umstand, wenn ich nicht bete und meinen Frust und Ärger in mich hineinfresse. Alles, was ich in meinem Herzen behalte, breitet sich aus und vergiftet mich von Innen her. Das ist nicht gesund.

Alle eure Sorge werft auf ihn;
denn er sorgt für euch.
– 1. Petrus 5,7 –

Jesus sorgt für mich!

Denn Jesus erlöste mich durch sein Opfer am Kreuz auf Golgatha!

Der Weg zu Gott wurde frei durch Jesus Christus und als ich mich demütigte und erkannte, dass ich ein sündiger Mensch bin, der Rettung braucht – da wurde ich neugeboren, wiedergeboren.

Trotzdem lebt die sündige Natur noch immer in mir. Diese wird erst vergehen, wenn der Körper stirbt. Solange kann ich noch immer sündign, aber solange habe ich eben die vollkommene Vergebung von Jesus Christus. Wichtig ist, die Sünde zu bekennen und um Vergebung zu bitten, dann vergibt Gott sie mir. Auch wenn ich in bestimmten Dingen immer wieder hinfalle, weil ich darin schwach bin – Gott wird mir helfen, diese zu überwinden.

Als Kind Gottes muss ich meinem himmlischen Vater vertrauen!

Sonst kann das Gebet schnell zum Bitten und Flehen anwachsen, dort, wo wir bereits alles haben.

Ein Beispiel:

Im Alten Testament wurde mehr als einmal gebetet: Gott, nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir!

Wenn ich das heute so beten würde und das tun einige Christen, dann habe ich nicht verstanden, dass mit dem Opfer von Jesus Christus am Kreuz und die Wiedergeburt der Heilige Geist in mir lebt. Für immer!

Im Alten Testament konnte der Geist Gottes nicht auf Dauer im Menschen verbleiben, weil es da nur die sündige Natur gab. Jetzt mit der Bekehrung im Neuen Testament erschafft Gott in mir eine völlig sündlose Natur und der Geist Gottes lebt in mir, genau wie Jesus Christus.

Warum wir dann noch immer sündigen? Weil die sündige Natur gegen die sündlose kämpft. Darum kann es im Leben eines wiedergeborenen Christen nie nur bergauf gehen, nein, auch die Täler müssen wir durchschreiten, damit wir im Glauben wachsen können.

Ein anderer Aspekt beim Beten ist dieser hier:

Diese Metapher fiel mir ein, als ich über die zwei Arten des Betens nachdachte.

Sie passen perfekt.

Ich habe den einen Typus von Christ schon öfters getroffen und jedesmal bin ich traurig darüber, wie viel Angst im Leben dieses Menschen ist.

  • Anstatt, dass man sich über seine Erlösung freut, fleht man darum, dass Gott einen nicht verlässt.
  • Anstatt, dass man Gott für die Dinge im Leben dankt, bittet man darum, dass Gott dieses und jenes von einem nimmt.

Verteht mich nicht falsch – ich habe nichts gegen diese Menschen.

Aber ich erkenne darin ein großes Problem.

Fehlendes Vertrauen zu Gott

Wenn ich Gott nicht vertraue, dann wundert es mich nicht, dass man jeden Tag betet, dass Gott einen nicht loslässt (obwohl Gott uns in seinem Wort versichert, dass wir niemals von der Liebe Gottes geschieden werden).

Paulus hatte sicher mehr Anfechtungen im Leben als du oder ich und dennoch betete er:

Denn ich bin gewiß,
daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer
noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf
uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes,
die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
– Römer 8,38-39 –

Er schrieb nicht „Ich hoffe, dass weder Hohes noch Tiefes….uns zu scheiden vermag“ Nein! Er schrieb.

ICH BIN GEWISS !

Aber anstatt dem Wort Gottes zu glauben, kommen dann angebliche Ausreden, warum man doch noch verloren gehen kann.

Meine lieben Geschwister – ich werde dich nicht davon abhalten, wenn du glauben möchtest, dass du verloren gehen kannst. Aber ich glaube dem Wort Gottes, vorbehaltlos! Denn dieser Gedanke, dass man verlorengehen kann, kommt nicht von Gott, sondern von Satan. Er möchte, dass die Kinder Gottes hier auf der Erde Angst haben. Aber das lasse ich nicht zu!

Ich habe keine Stelle in der Bibel gefunden, wo es eindeutig drin stand, dass ein Kind Gottes verloren gehen kann. Und wem soll ich denn glauben, wenn nicht Gott?

Wie kann man als Kind Gottes nur eine Sekunde dran glauben, dass man als wiedergeborener Mensch, wieder verloren gehen kann?

Ursache ist da das fehlende Vertrauen gegenüber dem Wort Gottes. Oder der Tatsache, dass der Mensch einfach nicht glauben kann, dass man ohne eigene Verdienste gerettet sein kann. Aber das ist nunmal die Wahrheit. Jesus hat für die Rettung ALLES getan! Wir können nichts hinzu tun, gar nichts!

Und das ist auch gut so!

Wir dürfen dankbar sein, dass Gott uns durch Glauben an sein Opfer erlöst.

Und so ändert sich der Blickwinkel auf das Beten.

Ein Beispiel:

Lieber Herr Jesus, bitte nimm die Krankheit von mir. Mir gehts nicht gut und ich ertrage das alles langsam nicht mehr.

oder

Lieber Herr Jesus, ich danke dir, dass ich weiss, dass du mich durch die schwere Zeit hindurchtragen wirst und dass alles nach deinem Willen geschieht. Wenn du möchtest, nimm die Krankheit von mir und wenn nicht, dann danke ich dir, dass du mir nie mehr aufbürdest, als ich tragen kann!

Welchen Blickwinkel möchtest du haben? Den negativen oder den positiven?

Ich habe mich für den positiven entschieden und eines kannst du mir glauben, das ist nicht leicht, in allem zu danken. Aber es ist für mich heilsam gewesen, dass ich Gott absolut vertrauen kann, in Allem!

Das wünsche ich dir ebenfalls!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Brief an die Geschwister: Wie diskutiere ich als Christ?

8. Dezember 2016 at 07:50

Viele von uns bewegen sich auf vielerlei Onlineplattformen und kommen in Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen. Dieser Beitrag soll helfen, nicht belehren – denn ich bin mitnichten immer davor gefeit, die Ratschläge einzuhalten, die ich gebe. Irgendwie ist es einfacher Ratschläge zu erteilen als zu befolgen.

Jedoch hatte ich gerade vor kurzem eine sehr kurze aber heftige Unterhaltung mit einem Bruder gehabt. Leider ist der Kontakt abgebrochen, bevor wir uns aussprechen konnten. Darum möchte ich einfach ein paar Wegweisungen zeigen, die dir und mir helfen sollen, in gewissen Situationen gut zu reagieren.

Dabei gibt es mehrere Anzeichen, die dir helfen können, die Diskussion einzuschätzen.

Das wichtige ist: Der Gegenüber hört dir zu und lässt dich zu Wort kommen.

Man kann selbst der friedlichste Mensch auf Erden sein, aber wenn der Nachbar sich ärgern will, dann wird er immer einen Grund finden, wütend zu sein.

Falls du in eine Unterhaltung gerätst, wo derjenige dir gar nicht zuhört, beende diese sofort. Es kann sonst alles noch viel schlimmer kommen.

Antworte nicht, wenn du wütend bist!

Ganz ehrlich, jeder von uns hatte schonmal mit ordentlich Wut im Bauch eine/n Mail/Chatverlauf beantwortet. Meist antwortete unser Gegenüber ebenso wütend und schon ist man im Teufelskreis gefangen. Wut hat noch niemanden weitergebracht und schon gar nicht als Christ.

Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.

Wenn ich mich wie ein wildgewordener Berserker benehme, dann bin ich kein gutes Zeugnis Christi und bringe in diesem Zustand erst recht keine Frucht des Geistes. Ich agiere dann fleischlich und meistens hinterlässt mein Verhalten verbrannte Erde.

Wenn das Wort gesprochen wurde, kann man es nicht mehr zurücknehmen!

Schon im Jakobusbrief wird auf die Zunge eingegangen. Sie ist klein aber alles andere als harmlos, richtet sie doch oft sehr viel Schaden an, der manchmal nicht mehr repariert werden kann. Mir fällt es auch schwer, aber es ist besser eine Nacht über die Mail zu schlafen, als sofort zu reagieren. Nochmal, mir ist das auch schon passiert, dass ich voller Wut in die Tasten gehauen habe und die Mail in wenigen Minuten beantwortet habe – aber eine gute Frucht ist daraus nicht entstanden.

So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer – welch großen Wald zündet es an!

Wie kann ein Christ einen anderen mit Worten verletzen? Das passiert leider viel zu oft, selbst in der Bibel warnt Gott uns, unsere Geschwister zu hassen. Es muss also schon in der Urgemeinde geschehen sein, dass Streit in der Gemeinde aufgekommen ist. Und wenn wir an die heutigen Gemeinden denken, sieht das nicht viel besser aus. Es gibt genügend, die sich gespalten haben, weil sie sich uneins in der Liedauswahl waren. Trotzdem ist ein Kind Gottes ein Kind Gottes und wir haben kein Recht, dieses ihm abzustreiten, nur weil es sich uns gegenüber vielleicht schlecht verhält. Genauso hat auch kein anderer Christ das Recht uns das Christsein abzusprechen (wenn wir uns ehrlich zu Jesus bekehrt haben).

Leider wird genau das als letzte „Waffe“ in der Diskussion manchmal verwendet. Ich sehe das als Anfechtung, aber in dieser Woche ist mir das genau zweimal passiert. Und da endet für mich auch die Diskussion, denn derjenige will mich in diesem Augenblick verletzen.

Es geht nicht mehr darum, verschiedene Meinungen anzuhören, sondern einfach denjenigen an der Stelle zu treffen, die besonders weh tut. Wer sich nämlich mit einem ehrlichen Herzen zu Jesus Christus bekehrt hat, ist wiedergeboren und ein Kind Gottes geworden. Die Beziehung zum Schöpfer der Erde ist wiederhergestellt und auch wenn der Christ mit anderen Christen in Streit nach wie vor geraten kann, liebt er doch seinen Herrn, denn er hat erkannt, dass nur Jesus ihn erlösen konnte.

Leider wird heute oft die Meinung des Anderen nicht mehr stehen gelassen, sondern daraus entwickeln sich oftmals die bösartigsten Unterhaltungen die man sich vorstellen kann. Dabei rede ich hier von Meinungen, die nichts mit der Bibellehre zu tun haben.

Wie kann ich mich verhalten, wenn ich mich ungerechtfertigter Weise angegriffen fühle? Rechtfertige dich nicht! Wenn dein Gegenüber dir eh nicht zuhört, dann ist eine Rechtfertigung wie „Perlen vor die Säue geworfen“. Es bringt nichts!

Was ist meine Aufgabe als Christ? Beende freundlich die Diskussion und lass die Anschuldigungen stehen, wenn derjenige nicht mehr offen für deine Worte ist. Falls derjenige andere über die Unterhaltung berichtet, bleib freundlich und erkläre deine Sicht der Dinge.

Aber das Wichtigste ist: Vergib dem Anderen! Sofort!

Ja, es mag manchmal unfair dir Gegenüber sein und manchmal wird dir Unrecht getan und du bekommst keine Chance, das klarzustellen.

Aber du musst vergeben! Wenn du den Ärger in dich hineinfrisst, entsteht Zorn. Glaub mir, als ich vor einiger Zeit von einigen Geschwistern verletzt wurde (auch wenn sie das nicht beabsichtigt hatten), habe ich lange gebraucht, um Vergeben zu können. Darum, wenn es dich plagt, dann bete zu Gott und leg ihm deine Sorgen immer wieder hin. Nur Er kann sie dir nehmen und deine Seele von der Wut befreien!

Andere Menschen mögen dich ungerecht behandeln, aber dein Vater im Himmel kennt die Wahrheit. Und alle Dinge, die uns geschehen, dienen zu unserem Besten. Wir können aus so manch schwieriger Situation lernen für die Zukunft. Ich durfte die Gnade des Herrn erfahren, als er mir bei der zweiten Unterhaltung Gelassenheit schenkte, so dass ich mich überhaupt nicht geärgert habe, selbst als derjenige mir wirklich schlimme Dinge unterstellt hatte.

Darum bin ich dankbar für diese Lektion, ich darf dank ihr im Glauben wachsen.

Der Herr lässt uns niemals alleine, sondern leitet uns im Leben. Das bedeutet aber nicht, dass er uns in Watte packt und uns nie was Böses geschieht. Doch alles hat einen tieferen Sinn, den wir oftmals wohl erst dann begreifen, wenn wir beim Vater im Himmel sind.

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Brief an die Geschwister – Krisen sind normal!

17. November 2016 at 07:35

AnspracheGeschw

Heute habe ich es auf dem Herzen, mal wieder einen persönlichen Brief an euch zu schreiben. Viele von euch eifrigen Lesern kenne ich nicht persönlich, aber durch den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus sind wir geistig verbunden.

Darum möchte ich heute all jenen Mut zusprechen, die sich gerade in einer Krise befinden.

Gerade Neubekehrten kann das passieren.

Aber warum ist das so und ist das normal?

Ich habe bisher nicht viele frisch Bekehrte kennen gelernt (weil ich selbst noch nicht so lange Christ bin). Aber alle, die ich kennen gelernt habe, bekamen nach der Phase der Freude (über das Gerettetsein und die Gewissheit, sich mit Gott durch Jesus Christus versöhnt zu haben) die Phase der Krise.

Einer Schwester ging es dermaßen schlecht, dass sie nur noch das sündige an sich sah und nicht glauben konnte, dass Gott sie trotzdem liebt.

Das, was ich hier schreibe ich natürlich wie immer nur meine Meinung. Ich glaube fest daran, dass Krisen gerade nach einer Bekehrung normal sind. Es hängt natürlich auch immer davon ab, wie stark derjenige in der Welt gelebt hat.

Manche Geschwister bezweifeln sogar ihre Bekehrung während der Krise und plötzlich wird alles in Frage gestellt. Aber warum ist das so?

  • Die Sünden werden uns erst nach der Bekehrung so richtig bewusst!

Und damit meine ich so richtig richtig! Davor habe ich vergnügt in der Welt gelebt, ich habe wissentlich Menschen verletzt mit meiner Art und Weise und das war mir egal. Aber jetzt nach der Bekehrung zeigt mir Gott, was ich angestellt habe in meinem Leben.

Was kann ich dagegen tun?

Ich muss vor allen Dingen erstmal ins Gebet gehen und Vergebung für alle Sünden bitten, die mir Gott aufzeigt. Es ist keine Frage, ob Gott uns vergibt (denn das hat er uns in seinem Wort zugesichert) – sondern durch das Beten und das öffentliche Bekennen vor Gott der Sünden macht uns Gott frei von Schuldgefühlen!

Gut, wir haben gebetet aber die dunkle Wolke schwebt noch immer über unserem Kopf. Dann kann Punkt 2 Ursache sein:

  • Satan versucht, Zweifel und Angst in unseren Herzen zu säen.

Die Bekehrung ist geschehen und dennoch zweifeln manche Geschwister dass sie gerettet sind. Wir müssen uns damit abfinden, dass Satan der beste Psychologe weltweit ist. Niemand konnte über 6000 Jahre die menschliche Psyche studieren wie er. Und darum kann er unsere Schwächen finden und ausnutzen. Er wird immer versuchen, uns zu verführen und uns von Gott wegzulenken.

Ein Beispiel von meiner Bekehrung: Als ich Christ wurde, wurde mir erst so richtig bewusst, dass ich auf dem Weg in die Hölle war. Die Erkenntnis, dass die Hölle real und die Ewigkeit wirklich ewig ist, traf mich Abends vor dem Schlafengehen wie einen Fausthieb. Die Angst kroch in mein Herz und ich tat das einzig richtige – ich betete! Ich betete zu Gott, meinem Herrn und dankte ihm, dass ich wusste, dass ich gerettet war und das ich jetzt keine Angst mehr zu haben brauche vor der Hölle.

Die Angst wich schlagartig von mir und ich konnte zufrieden einschlafen.

Darum möchte ich die die wichtigste Regel ans Herz legen – egal ob du ne Krise hast oder nicht.

Zweifle niemals an Gott oder an Gottes Wort, der Bibel!

Niemals!

Wenn du das tust, dann hat der Feind schon einen großen Sieg errungen. Gottes Wort ist die Wahrheit, Gott macht keine Fehler und er irrt sich nie! Menschen machen Fehler und sie enttäuschen uns manchmal, aber Gott tut das nie!

Darum ist es am besten, regelmäßig die Bibel zu lesen, um im Glauben zu wachsen und um den Zweifeln und Ängsten von Satan keinen Raum zu geben. Es gibt genügend Geschwister auf dieser Welt, die Angst haben, nicht gerettet zu sein. Aber jeder von uns hat es selbst in der Hand. Wir müssen Gott nur vertrauen, in allen Dingen – er trägt uns durch jede Krise, jede Not – selbst wenn wir oft nur einen schwachen Glauben haben.

Denk dran, wenn du an das ewig gültige Opfer von Jesus glaubst, dass er auch deine Sünden getragen hast und das bekennst – dann bist du ein Kind Gottes geworden und deine Sünden die du getan und die du tun wirst, sind bezahlt worden.

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Abschlussgruss

Brief an die Geschwister – Die Gnade Gottes ist unbegreifbar!

17. September 2016 at 07:51

AnspracheGeschw

In unserem Hauskreis haben wir darüber gesprochen, wie wenig Zeit wir für das Gebet aufbringen. In der Tat könnte ich meine Gebetszeit locker verdreifachen und würde noch immer jede Menge Zeit am Tag übrig haben.

Darum gewöhne ich mir langsam an, den gesamten Tag über Gott für alles mögliche zu danken und ihm zu bitten, dass er mir den rechten Weg weist für den Tag.

Eine Geschichte dazu, die mir gestern passiert ist.

Ich wollte zum Strand fahren und surfen gehen. Weil gestern laut einer Zeitung der letzte warme Tag des Jahres war, hatten gefühlte 100 Leute dieselbe Idee. Kurzum, der Bus war rappelvoll, als ich ihn bestieg. Leider habe ich keine gute Konstitution und mir wird schnell schwindelig, wenn ich bei warmen Temperaturen stehen muss. So betete ich zum Herrn und bat ihn, dass er mich vor der Ohnmacht bewahren möge. Kurze Zeit darauf wurde ein Platz frei und ich konnte mich setzen.

Ich dankte dem Herrn dafür.

Der Bus näherte sich meiner Haltestelle, aber eigentlich musste ich die nächste aussteigen. Da diese sich in einem anderen Ort befindet, hätte ich extra zahlen müssen, denn meine Monatskarte galt nur für diesen Bereich. Ein böser Gedanke kam mir in den Kopf. Ich hätte ja stumm sitzenbleiben können. Aber das kam für mich nicht in Frage.

Ich betete wieder zu Gott und sagte ihm, dass ich von seiner Gnade abhängig sein möchte. Ob der Busfahrer mich jetzt diese Station kostenlos mitnimmt oder ich zahlen muss, beides wäre gut, weil beim Herrn alle Dinge für mich zum Besten dienen.

Der Busfahrer nahm mich die eine Haltestelle kostenlos mit – ich dankte dem Herrn.

Da das die Endhaltestelle ist, passiert es oft, dass die Busfahrer einen bis dahin mitnehmen. Aber das geschieht eben nicht immer. Auf der Rückfahrt musste ich für die Haltestelle extra zahlen. Früher hätte ich mich darüber geärgert, aber diesmal nicht. Denn ich bin abhängig von der Gnade des Herrn. Und das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass alles was ich mir erbete, geschieht.

Es muss nicht bedeuten, dass es mir immer gesundheitlich gut geht oder dass mir nie was Schlechtes passiert. Von Gottes Gnade abhängig zu sein, bedeutet dass ich meinem Herrn in allen Dingen vertraue. Er hält die Fäden in der Hand und wird mich sicher durchs Leben leiten. Ich habe diese Geschichte nicht niedergeschrieben, um zu zeigen, wie fromm ich bin! Im Gegenteil!

Ich möchte Gott immer mehr vertrauen, auch in schwierigen Situationen und davon gab es einige in meinem Leben. Jedoch habe ich gemerkt, wenn ich etwas tue ohne Gott nach seinem Willen zu fragen, dann kann es passieren, dass all meine Pläne zusammenfallen. Weil ich meinen Willen getan habe und Gott nicht die Ehre gegeben habe, die ihm gebührt.

Lass dich abhängig machen von der Gnade Gottes. Nur der Herr kann dich durchs Leben leiten und alle Dinge die dir geschehen – mögen sie aus deiner Sicht schlimm und unnötig sein – dienen dir zum Besten.

Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben mit unvergänglicher Liebe! Amen.

Abschlussgruss

„Geht hinaus in alle Welt“ – Ein Aufruf zur Evangelisation!

4. August 2016 at 08:02

AnspracheGeschw

Vorgestern durfte ich mit einigen Brüdern gemeinsam in Kiel auf die Straße gehen. Es sind Christen, die in ganz Deutschland unterwegs sind und evangelisieren. Unter : Werdet-Licht.de kann man sich ihre Webseite genauer ansehen.

Kiel ist ein hartes Pflaster – vor allem die Fußgängerzone in der Nähe am Bahnhof.

Markus 16,15
Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!

Die meisten Menschen haben kein Interesse daran, das Wort Gottes zu hören und laufen achtlos an einem vorbei. Manche rufen lachend einem zu, dass sie lieber in die Hölle gehen (weils da nach ihrer Meinung viel mehr Spaß gibt) als in den Himmel.

Wie recht diese Menschen mit dem einen haben – leider – sie kommen in die Hölle, wenn sie Jesus ablehnen, aber Spaß oder Party wird es dort nicht geben, sondern unvorstellbare Qualen, die ewig andauern werden.

Warum evangelisieren wir als Christen?

Jesus Christus ist der einzige Weg, Vergebung von seinen Sünden zu erlangen! Das gibt es in keiner Religion auf dieser Welt! Jede Religion hat mit menschlichen Werken zu tun und darum wird keine in den Himmel führen.

Der Mensch ist von Gott getrennt, bis er sich zum Herrn Jesus bekehrt und daran glaubt, dass dieser die Sünden am Kreuz auf Golgatha getragen hat!

Dann erlebt man eine geistige Neugeburt – anders kann ich das nicht beschreiben. Denn ich war einst wie diese lachenden Menschen und fand die Idee in der „Partyhölle“ zu sein, absolut klasse. Der Gedanke an Gott ließ mich erschauern und ich wollte mich ihm nicht beugen.

So lebte ich viele Jahre in der seelischen Finsternis, bis ich so verzweifelt war und meinem Leben ein Ende bereiten wollte. Doch der Herr griff ein und rettete mich vor der ewigen Verdammnis!

Darum bin ich den Menschen nicht böse, wenn sie mich auslachen und als verrückt bezeichnen, wenn sie mich mit ihrer ganzen Verachtung ansehen und an mir vorbeirennen, wenn sie mich anlächeln und dennoch „Nein danke“ zu meinem hingehaltenen Traktat sagen.

Denn ich war genau so wie sie!

Ich war keinen Deut besser!

Das ist kein Scherz!

Die Hölle existiert und die Ewigkeit ist ewig!

Wer Jesus als Retter ablehnt, wird dort auf ewig in seinen Sündenqualen schmoren.

Darum gehen wir Christen hinaus auf die Straßen, um den Menschen Jesus Christus als einzigen Retter zu bezeugen und das Evangelium zu verkündigen.

Früher wurden in Europa die Missionare ausgebildet und in die ganze Welt gesandt. Heute ist Europa Missionsland geworden! Gerade an so einem Tag merke ich, wie stark der heutige Zeitgeist in den Menschen wirkt. Das neueste Handy ist wichtiger, als sich darüber Gedanken zu machen, wo man die Ewigkeit verbringen wird. Viele junge Menschen denken nicht über den Tod nach, weil sie glauben, dass sie unendlich viel Zeit noch haben und viele alte Menschen verdrängen den Gedanken an den Tod.

Doch die Zeit jedes einzelnen Menschen steht in der Hand des Herrn!

Er entscheidet, wann sie endet – für den einen früher, für den anderen später.

Aber jeder Mensch wird sterben und dann wird es nur noch darum gehen, ob derjenige Jesus Christus als seinen Retter angerufen hat oder nicht. Lautet die Antwort nein, dann wird Jesus sein Richter sein. Denn Gott ist heilig und gerecht, er kann nicht mal „fünfe gerade sein lassen“!

Er kam auf die Erde, lebte ein Leben als Mensch und ließ sich freiwillig ans Kreuz nageln, um darauf die Sünden der Welt zu tragen. SO GROß ist die Liebe Gottes für die Menschen!

Die Gnade des allmächtigen und barmherzigen Gottes möge dich leiten.

Abschlussgruss