Der Brief des Judas: Vers 1-4

Der Brief des Judas

Der Verfasser dieses Briefes war NICHT Judas Ischariot, der Jesus verriet. Anders als im Petrusbrief waren die Irrlehrer bereits in die Gemeinden eingedrungen und fingen an, sie mit einer falschen Lehre zu zersetzen. Judas warnt eindrücklich vor diesen Menschen. Der Brief hat gerade in unserer Zeit nichts von seiner Brisanz verloren. Jeder Gläubige sollte seine Warnungen ernst nehmen!

Zuschrift und Gruß und das Eindringen der Verführer in die Gemeinden

1 Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus, an die Berufenen, die durch Gott, den Vater, geheiligt und in Jesus Christus bewahrt sind:
2 Barmherzigkeit, Friede und Liebe widerfahre euch mehr und mehr!
3 Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, daß ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist.
4 Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.

Auslegung

1 Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus,
_____an die Berufenen,
_____die durch Gott, den Vater, geheiligt und in Jesus Christus bewahrt sind:

Ausleger sind der Ansicht, dass Judas ein Halbbruder von Jesus war. Der Brief soll nach dem 2. Petrusbrief verfasst worden sein. Petrus warnt vor den Irrlehrern, deren Eindringen liegt noch in der Zukunft. Im Brief des Judas sind diese bereits in die Gemeinden eingedrungen. Der Brief richtet sich an die „Berufenen, die durch Gott, den Vater, geheiligt und in Jesus Christus bewahrt sind“. Er spricht direkt zu allen Wiedergeborenen.

2 Barmherzigkeit, Friede und Liebe widerfahre euch mehr und mehr!

Etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte, wird hier extra betont. Barmherzigkeit, Friede und Liebe soll uns mehr und mehr widerfahren. Diese drei wundervollen Dinge sollen wachsen in Leben eines jeden Gläubigen.

3 Geliebte,
_____da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben,
_____hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben,
_____daß ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist.

Wie liebevoll schreibt der Verfasser an uns. Er nennt uns Geliebte, weil wir (genauso wie er) von Gott geliebt sind! Dem Verfasser ist es ein großes Anliegen, von dem gemeinsamen Heil zu schreiben! Das Heil, welches wir in Jesus Christus haben! Wir werden aufgerufen, für diesen Glauben zu kämpfen, d.h. mutig sich zu ihm zu bekennen.

4 Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen,
_____die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind,
Gottlose,
_____welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren
_____und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.

Hier wird das ganze Dilemma sichtbar, welches bis heute in unsere Zeit hineinwirkt. Es haben sich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen. Das bedeutet, es gibt Menschen auf dieser Welt, die ein christliches Antlitz tragen, aber in Wirklichkeit die Gnade des Herrn in Zügellosigkeit verkehren. Was bedeutet Zügellosigkeit:

Ausschweifung,
Auswüchse,
Exzess,
Hemmungslosigkeit,
Orgie,
Übertreibung

Diese Menschen mögen den Schein des Christlichen tragen, aber mit dem was sie tun, verspotten sie die Gnade des Herrn und das Opfer von Jesus Christus. Wer das Opfer von Jesus Christus verleugnet, ist längst gerichtet. Gott sieht alles und er lässt sich von dem Äußeren nicht täuschen!

Muss ich nun allen Gemeindemitgliedern misstrauen? Wie kann ich mit diesen Aussagen, die der Brief mir mitteilt, umgehen?

 

Wir dürfen in der Gemeinde unseren Geschwistern vertrauen! Der Satan will, dass die Gemeinde sich spaltet. Aber wenn ein Prediger Aussagen tätigt, dann müssen wir sie mit der Bibel abgleichen. Nur das Wort Gottes kann uns die Wahrheit zeigen!

Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. - Psalm 147,3 -

2 Comments

  1. Rene-Andree Ahrens
    6. Mai 2016
    Reply

    Hallo Kristina,

    tolle Arbeit die du hier machst!
    Eines muss ich gestehen Juda 1-4 macht mir Angst da ich mich selber so sehe Übertreibung. _D.h. erstmal Selbstverbesserung üben mich selber aussondern? demnach bin ich gerichtet statt gerettet?

    • kristina bode
      6. Mai 2016

      Lieber Rene

      Der Brief des Judas braucht dir keine Angst zu machen, da er in dem Brief Menschen beschreibt, die die Gnade von Jesus Christus nie in Anspruch genommen haben. Im Gegenteil, es sind Gottlose, die sich in die Gemeinden eingeschlichen haben und versuchen, die Gläubigen zu verführen mit ihren Irrlehren.

      Wir haben ja schon mehrmals miteinander geschrieben und ich kann mich nur wiederholen. Ein Kind Gottes bleibt ein Kind Gottes – es kann nicht verlorengehen!

      Wenn du gesündigt hast, dann bete zu Gott und tue Buße – er wird dir immer vergeben!

      Hör auf, dem Feind (Satan) mehr Glauben zu schenken als deinen Herrn Jesus Christus. Bete, wenn du Angst verspürst und lies die Bibel. Das wird helfen!

      Grüße

      Kristina

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