Der Brief des Judas: Vers 5-7

Der Brief des Judas

Der Verfasser dieses Briefes war NICHT Judas Ischariot, der Jesus verriet. Anders als im Petrusbrief waren die Irrlehrer bereits in die Gemeinden eingedrungen und fingen an, sie mit einer falschen Lehre zu zersetzen. Judas warnt eindrücklich vor diesen Menschen. Der Brief hat gerade in unserer Zeit nichts von seiner Brisanz verloren. Jeder Gläubige sollte seine Warnungen ernst nehmen!

Das Eindringen von Verführern und das Gericht über sie

5 Ich will euch aber daran erinnern, obgleich ihr dies ja schon wißt, daß der Herr, nachdem er das Volk aus dem Land Ägypten errettet hatte, das zweitemal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten,

6 und daß er die Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen, für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt hat;

7 wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie diese die Unzucht bis zum äußersten trieben und anderem Fleisch nachgingen, nun als warnendes Beispiel dastehen, indem sie die Strafe eines ewigen Feuers zu erleiden haben.

Auslegung

5 Ich will euch aber daran erinnern,
_____obgleich ihr dies ja schon wißt,
daß der Herr, nachdem er das Volk aus dem Land Ägypten errettet hatte,
das zweitemal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten,

Das israelische Volk ist in Ägypten vom Pharao geknechtet worden. So lange, bis Gott es befreite und durch die Wüste führte. Die Wüstenwanderung sollte keine 40 Jahre dauern, aber das befreite Volk murrte immer wieder gegen Gott und zweifelte seine Göttlichkeit an. Darum verlängerte sich die Wanderung um mehrere Jahrzehnte, bis die Generation starb, die nicht an Gott glaubte. Es war ihr verwehrt worden, ins gelobte Land zu ziehen, weil sie immer wieder an Gott zweifelten.

6 und daß er die Engel,
_____die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen,
für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt hat;

Satan war der schönste Engel gewesen. Aber er lehnte sich gegen Gott auf und mit ihm ein Drittel des Engelheeres. Diese gefallenen Engel werden genauso gerichtet werden, wie Menschen, die nichts mit Gott zu tun haben wollen. Der einzige Unterschied zwischen den Dämonen und uns Menschen ist der, dass sie nicht mehr umkehren können. Für uns Menschen steht der Rettungsweg zu Lebzeiten offen!

7 wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte,
_____die in gleicher Weise wie diese die Unzucht bis zum äußersten trieben und anderem Fleisch nachgingen, nun als warnendes Beispiel dastehen,
__________indem sie die Strafe eines ewigen Feuers zu erleiden haben.

Sodom und Gomorra ist ein Inbegriff von Sünde. Die Abartigkeit und Boshaft war in dieser Stadt so groß, dass Gott sie zu Lebzeiten richtete. Diese Stadt sollte uns eine Warnung sein und kein Aufruf, ebenso zu handeln und zu leben, wie die damaligen Einwohner von Sodom und Gomorra. Wenn ich mich in der Welt allerdings umsehe, dann bekomme ich manchmal den Eindruck, mitten in so einer Stadt zu leben. Doch nur weil Gott momentan nicht straft, sollte das für die Menschen kein Anlass sein zu denken, dass er niemals strafen wird. Das Gericht kommt und wer die Gnade des Christus verworfen hat, wird für alle seine Sünden bezahlen müssen. Auf ewig.

 

Gott hasst die Sünde, liebt aber den Sünder. Ist das nicht ein Wiederspruch an sich?

 

Gott hat jeden Menschen geschaffen, um in Gemeinschaft mit ihm zu leben. Jesus opferte sich am Kreuz für alle. Wir dürfen die Sünde verurteilen, aber nicht den Menschen, der sie ausübt! Das wird leider in der heutigen Welt mit Intoleranz verwechselt und nicht gerne gehört.

Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, seid beharrlich im Gebet! - Römer 12,12 -

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