Der Brief des Judas: Vers 8-13

Der Brief des Judas

Der Verfasser dieses Briefes war NICHT Judas Ischariot, der Jesus verriet. Anders als im Petrusbrief waren die Irrlehrer bereits in die Gemeinden eingedrungen und fingen an, sie mit einer falschen Lehre zu zersetzen. Judas warnt eindrücklich vor diesen Menschen. Der Brief hat gerade in unserer Zeit nichts von seiner Brisanz verloren. Jeder Gläubige sollte seine Warnungen ernst nehmen!

Das frevlerische Verhalten der Verführer (1)

8 Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern Mächte.

9 Der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel Streit hatte und über den Leib Moses verhandelte, wagte kein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr strafe dich!

10 Diese aber lästern alles, was sie nicht verstehen; was sie aber von Natur wie die unvernünftigen Tiere wissen, darin verderben sie sich.

11 Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich um Gewinnes willen völlig dem Betrug Bileams hingegeben und sind durch die Widersetzlichkeit Korahs ins Verderben geraten!

12 Diese sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen und schmausen mit [euch], indem sie ohne Scheu sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden umhergetrieben, unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt,

13 wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen, Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist.

Auslegung

8 Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch,
_____verachten die Herrschaft und lästern Mächte.

Diesen Menschen, von denen Judas berichtet, kennen keine moralischen Grenzen. Sodom und Gomorra war ein Warnbeispiel für die spätere Gesellschaftsentwicklung. Diese zwei Städte wurden mit Feuer vom Himmel vernichtet, von ihnen ist nichts mehr übrig geblieben.

9 Der Erzengel Michael dagegen,
_____als er mit dem Teufel Streit hatte und über den Leib Moses verhandelte,
wagte kein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr strafe dich!

Die Bibel nennt nur wenige Engel beim Namen und auch sonst ist die Engelwelt wenig beschrieben. Doch wir finden Stellen in der Bibel, worin wir erkennen, dass es auch bei den Engeln mächtigere als andere gab. Michael war einer der Erzengel und auch wenn er gegen den Teufel kämpfte, wagte er es nicht, ihn zu lästern. „Der Herr strafe dich!“ sprach er, weil er wusste, dass das Strafen nur dem Herrn zusteht!

10 Diese aber lästern alles, was sie nicht verstehen;
_____was sie aber von Natur wie die unvernünftigen Tiere wissen,
_____darin verderben sie sich.

Ein Mensch, der Gott lästert, benimmt sich moralisch egoistisch und arrogant. Er kann die geistigen Zusammenhänge der Bibel nicht verstehen, weil sie von Satan verblendet wurden. Indem der Mensch glaubt, die Krone der Schöpfung und Gott selbst zu sein, lästert er den einzig wahren Gott. Man kann dieses Beispiel gut bei Sektenanführern erkennen.
Nicht selten werden diese Menschen irgendwann wahnsinnig und zerstören sich und andere in ihrer moralischen Verderbtheit. Das ist auch kein Wunder, denn wenn der Mensch denkt, er sei Gott – wer will ihn dann noch aufhalten? Das mit den Sektenanführern ist ein Extrembeispiel, aber es soll die menschliche Arroganz verdeutlichen.

11 Wehe ihnen!
_____Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich um Gewinnes willen völlig dem Betrug Bileams hingegeben und sind durch die Widersetzlichkeit Korahs ins Verderben geraten!

Kain war der erste Mörder in der Geschichte der Menschheit. Doch nicht seine Tat hat ihn zum ewigen Tode verurteilt, sondern er wollte keine Buße tun und wandte sich von Gott ab. Es ist wirklich so, dass all unsere Sünden vergeben werden, aber wir müssen sie bereuen und an das ewige Opfer von Jesus glauben – wer das nicht will, der steht unter dem Zorn Gottes und hat sich selbst schon gerichtet!

12 Diese sind Schandflecken bei euren Liebesmahlen und schmausen mit [euch], indem sie ohne Scheu sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden umhergetrieben, unfruchtbare Bäume im Spätherbst, zweimal erstorben und entwurzelt,

Wenn unerrettete Menschen sich beim Mahl der Gemeinde einschleusen, dann lästern sie mit ihrer Anwesenheit den Herrn. Hier im Text geht es um Menschen, die von ihrer Verderbtheit wussten. Sie weiden sich selbst – sie wollen keinen Hirten haben und lehnen Jesus ab. Wolken ohne Wasser – in Wüstengebieten sind die Menschen noch mehr auf Wasser angewiesen als wir. Wenn Wolken am Horizont aufziehen und diese dann ohne Wasser über das Land ziehen, dann ist Not und Elend groß. Ein unfruchtbarer Baum, der keine Früchte bringt, muss abgehauen werden. Denn er nimmt den fruchtbaren Bäumen wertvolles Wasser weg.

13 wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschäumen,
_____Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist.

Jeder, der bei Sturm auf hoher See war, wird diesen Anblick der wild schäumenden Wellen nie vergessen. Irrsterne, die Ausleger streiten sich um die Auslegung. Ich mächte mich an John MacArthur halten, der diese Sterne als Sternschnuppen bezeichnet, die am Himmel vorbeiziehen, dabei gut sichtbar sind und dann für immer verglühen. All diese Vergleiche zielen auf eines hinaus: Wenn der unerrettete Mensch nicht zu Gott umkehrt, dann wird sein Leben sehr kurz sein und er für ewig im Gericht, im ewigen Feuer seine Strafe erleiden. Dabei werden diejenigen, die Jesus und das Kreuz bewusst abgelehnt haben und sogar versucht haben, echte Christen zu verführen, ein schlimmeres Gericht verfahren als andere.

Der Text ist hart, aber er ist wahr. Es gibt keine Allversöhnung und keine Religion dieser Welt wird den Menschen retten können. Ja, ist denn Jesus keine Religion?

 

Religion ist der menschliche Versuch durch eigene Werke in den/das Himmel/Nirvana/Paradies zu gelangen. Der wahre Weg in den Himmel besteht darin, an das Opfer von Jesus Christus zu glauben. Aber leider lehnen die meisten Menschen dieses Geschenk ab.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht. - Psalm 36,10 -

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.