Der Sündenfall – 1 – Die Erschaffung des Menschen

Der Sündenfall:

Warum ist unsere Welt heute so wie sie ist? Warum können wir Menschen keinen Frieden miteinander schließen? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir zum Anfang zurückkehren. Und das bedeutet: Ganz zum Anfang! Die Ursache unserer heutigen Kriege und Krisen liegen bei Adam und Eva. Darum müssen wir die Bibel lesen, um zu verstehen, warum der Sündenfall uns Menschen von Gott vorerst getrennt hat. Aber anhand des Sündefalles können wir auch sehen, wie sehr uns Gott liebt und warum er damals Adam und Eva aus dem Paradies werfen musste.

Die Erschaffung des Menschen 1. Mose 2,7-17:

7 Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.
8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden, im Osten, und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte.
9 Und Gott der HERR ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
10 Es ging aber ein Strom aus von Eden, um den Garten zu bewässern; von dort aber teilte er sich und wurde zu vier Hauptströmen.
11 Der erste heißt Pison; das ist der, welcher das ganze Land Hawila umfließt, wo das Gold ist;
12 und das Gold dieses Landes ist gut; dort kommt auch das Bedolach-Harz vor und der Edelstein Onyx. 13 Der zweite Strom heißt Gihon; das ist der, welcher das ganze Land Kusch umfließt.
14 Der dritte Strom heißt Tigris; das ist der, welcher östlich von Assur fließt. Der vierte Strom ist der Euphrat.
15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.
16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen;
17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!

Betrachtung:

Kritiker werden vielleicht einwerfen, dass der Mensch nicht aus Staub besteht. Aber im wahrsten Sinne des Wortes vergehen wir, wenn wir gestorben sind. Unser Körper zersetzt sich und zurück bleiben Knochen. Alle Spurenelemente, aus denen wir bestehen, kommen in der Erde vor. Wir sind wirklich geschaffen aus dem Staub, aus dem der Herr uns jeden einzelnen gebildet hat.

Jedoch endet der Vers damit nicht, sondern Gott bläst uns „Leben“ in dir Nase.

Der Odem des Lebens.

Was hat es damit auf sich?

Wir Menschen besitzen eine Seele, was das genau ist – darüber könnte man Hunderte Bücher lesen und würde doch nicht alles verstehen. Zumindest ich kann es nicht begreifen. Ich verstehe die Seele als mein Bewusstsein, das, was mich ausmacht. Und das, was existiert, wenn mein Körper aufgehört hat zu funktionieren.

Ob man daran glaubt oder nicht, aber wir existieren nach unserem irdischen Tod weiter.

Und Gott ist unser aller Schöpfer.

Jedem einzelnen Menschen schenkt er dem Odem des Lebens.

Gott ist es auch, der uns am Leben erhält – Tag für Tag, Stunde um Stunde, Jahr für Jahr. Bis unsere Lebenszeit hier auf der Erde zu Ende geht und er unseren Zeitpunkt des Todes bestimmt. In unserer Erschaffung können wir sehen, wie sehr Gott uns liebt. Denn er schenkt nicht nur denen Leben, die ihn lieben und ehren, sondern auch jene, die ihn verspotten, sich über Gott lustig machen und seine Existenz leugnen.

Ja, Gott macht keinen Unterschied beim Leben zwischen denen die ihn lieben und denen die ihn hassen. Denn er hat alle geschaffen zu einem Zweck: Die ewige Gemeinschaft mit ihm.

Damals im Garten Eden allerdings bestand noch keine Trennung zwischen Adam und Gott. Adam wurde gerade vom Herrn geschaffen, er kannte keine Sünde und war rein. Diesen Urzustand kennen wir nicht, denn wir werden mit der Schuld des Sündefalls geboren.

Darum ist es wirklich etwas Besonderes, von der Erschaffung der ersten Menschen lesen zu dürfen und eben die Ursache zwischen der damaligen Zeit und der heutigen zu erkennen.

Wie stellst du dir den Garten Eden vor?

Als zum ersten Mal von dem Garten Eden hörte, dachte ich wirklich an einen Garten, der wunderschön war, aber auch klein. Vielleicht standen ein paar Dutzend Bäume darin und ein kleines Flüsschen durchzog auf gewundenen Bahnen den Garten.

Aber anhand der Flüsse, die in der Bibel beschrieben werden, können wir feststellen, dass der Garten eher Nationalparkgröße besaß. Dieser Garten, den Gott für den Menschen geschaffen hatte, war kein kleines Fleckchen auf Erden, sondern besaß riesige Ausmaße. Die genauen Maße werden nicht beschrieben und während der Sintflut ist der Garten Eden wie alles andere zerstört worden.

Stellen wir uns also mit unserer beschränkten menschlichen Fantasie den größten Garten vor, der jemals erschaffen wurde.

Und in diesem Garten lebt nun Adam.

Ein Geschöpf, geschaffen von Gott.

Adam war jedoch keine Deko, sondern sollte diesen Garten bebauen und bewahren. Gott setzte Adam also als Vorsteher für den Garten ein. Das war auf der einen Seite ein großes Vertrauenszeichen von Gott gegenüber Adam. Aber Gott gab Adam auch ein Gebot, ein einziges, welches er nicht brechen sollte.

In diesem riesigen Garten standen allerlei Bäume, die die wohlschmeckendsten Früchte hervorbrachten, die man sich nur vorstellen konnte. Von all diesen Bäumen durfte Adam essen.

Von einem Baum aber nicht.

Einem Baum.

Vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollte er nicht essen. Denn an dem Tag, wo Adam diese Frucht gekostet hätte, würde er gewiss sterben.

Dieses in unseren Augen einfache Gebot gab Gott Adam.

Und wie es aussieht, hält Adam das Gebot zunächst.

Er bebaut den Garten, so wie Gott Adam es geboten hatte und lebt darin in Gemeinschaft mit seinem Schöpfer. Aber der Frieden sollte nicht lange andauern…

Wie es weiter geht, lesen wir beim nächsten Mal.

Für uns, die das jetzt in der Bibel lesen, kommt die ganze Geschichte wie ein einziges großes Märchen vor. Es gibt keine Beweise, dass der Garten Eden jemals existiert hatte. Aber wir können im Heute sehen, wie die Welt ist und wie die Gesellschaft sich spürbar zum Schlechten verändert.

Warum können die Regierungen keinen Frieden schließen, sondern glauben, dass mehr Waffen mehr Sicherheit bringen? Alleine, dass Wissenschaftler die Atombombe erfunden haben, zeugt davon, dass der Mensch nur eines gut kann: Zerstören.

Der Unfriede zeigt sich aber nicht nur im Großen, sondern zieht sich durch die Familien.

Dieser Zustand muss aber nicht so bleiben.

Wir dürfen dank Jesus Christus Frieden mit unserem Schöpfer schließen und mit ihm in Gemeinschaft leben, so wie Gott es sich für uns vorgestellt hat. Die Konsequenz, Gott abzulehnen und das Kreuz zu verlästern wird im Endeffekt immer in der ewigen Verdammnis enden.

Eine ewige Existenz, in der man für all seine bösen Taten gerichtet wird.

Das kann kein Mensch ehrlich für sich wünschen.

Tief im Inneren möchte jeder Frieden haben.

Die Geschichte von Adam und Eva ist wahr, auch wenn wir sie nur schwer begreifen können.

Wir sind alle Geschöpfe, geschaffen von Gott – der uns so sehr liebt, dass er selbst ans Kreuz ging und unsere Sünden trug, damit wir durch Glauben gerettet werden können. Denn Gott ist allwissend. Er wusste, als er Adam schuf, dass dieser mit Eva zusammen das Gebot brechen würde.

Und trotzdem erschuf Gott den Menschen.

Diese Liebe ist nicht zu verstehen.

Sie ist zu groß.

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen

Kristina Bode

Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt. - Römer 1,16a -

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