Der Sündenfall – 2 – Gottes Einsetzen der Ehe

Der Sündenfall:

Warum ist unsere Welt heute so wie sie ist? Warum können wir Menschen keinen Frieden miteinander schließen? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir zum Anfang zurückkehren. Und das bedeutet: Ganz zum Anfang! Die Ursache unserer heutigen Kriege und Krisen liegen bei Adam und Eva. Darum müssen wir die Bibel lesen, um zu verstehen, warum der Sündenfall uns Menschen von Gott vorerst getrennt hat. Aber anhand des Sündefalles können wir auch sehen, wie sehr uns Gott liebt und warum er damals Adam und Eva aus dem Paradies werfen musste.

Die Erschaffung des Menschen 1. Mose 2, 18-25

18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht !
19 Und Gott der HERR bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe.
20 Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte.
21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.
22 Und Gott der HERR bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen.
23 Da sprach der Mensch: Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Die soll »Männin« heißen; denn vom Mann ist sie genommen !
24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein.
25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.

Betrachtung

Schon der erste Satz birgt auf eine gewisse seltsame Art und Weise Stoff für hitzige Diskussionen. Dazu habe ich vor meiner Bekehrung auch gehört. Schon das Wort „Hilfe“ war für mich ein Affront. War ich doch keine Sklavin für den Mann, oder?

Gottes Wort ist nicht böse und voller Fallstricke.

Wir Menschen jedoch neigen dazu, sie zu suchen und manchmal etwas hineinzuinterpretieren was gar nicht im Satz steht.

Fakt ist: Adam wurde als erster Mensch erschaffen und Gott sagte, dass es nicht gut sei, dass er alleine sei. Adam brauchte Gesellschaft mit seinesgleichen. Und Hilfe.

Wir können uns nur schwer vorstellen (ich zumindest) wie damals Adam gelebt hat, im Garten Eden. Sicher war seit seiner Erschaffung einige Zeit vergangen. Adam lebte alleine im Garten Eden, umgeben von allerlei Tieren. Aber da war niemand, der so war wie er.

Die gesamte Erde befand sich noch in einem sündlosen Zustand.

Ein Zustand, den wir heute nicht kennen.

Wir wachsen auf in dem Wissen, dass die Tierwelt uns oft feindlich gesinnt ist und dass sie sich gegenseitig bekämpft. Das sogenannte Recht des Stärkeren gilt dort. Wer schwach ist, stirbt und wird gefressen.

Dieser Zustand entstand aber erst nach dem Sündenfall.

Nach der Erschaffung Adams lebte er friedlich mit den Tieren im Garten Eden und hegte und pflegte ihn.

Dann bildet Gott alle Tiere und bringt sie zu Adam.

Hier haben wir den zweiten Stolperstein, der oft in Diskussionen vorkommt. Denn: Hat Gott die Tiere nicht schon gebildet in den sechs Tagen der Erde? Aber ja!

Im Wort steht: Und Gott der HERR bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe.

Es steht dort nicht, dass Gott diese Tiere das erste Mal erschafft, sondern nur, dass er sie bildet und sie Adam bringt. In dem Vers erkenne ich die tiefe Liebe Gottes zu Adam. Er macht sich die Mühe, alle Tiere zu bilden und bringt sie zu Adam, der ihnen Namen geben darf.

Auch heute noch geben wir neuen Arten Namen – das hat sich bis heute also nicht geändert.

Jedoch findet Adam niemanden, der zu ihm passt.

Hat Gott das nicht gleich gewusst?

Aber ja!

Da Gott vor uns schon immer existiert hat und ER unser Erschaffer ist, kennt Gott all unsere Gedanken und all unsere Taten. Alles, was wir getan haben und noch tun werden. Gott bildet die Tiere nicht, damit Adam unter ihnen eine Gefährtin findet, sondern damit Adam erkennt, dass er alleine ist und eine Gefährtin braucht.

Das finde ich bei diesem Text einfach wunderbar.

Gott setzt Adam nicht einfach Eva vor die Füße und sagt „Hier, du bist alleine, da hast du jemanden – viel Spaß euch zwei!“ Sondern, er möchte, dass Adam von selbst erkennt, dass er alleine ist und dass er jemanden braucht.

Und schon kommen wir zum nächsten schwierigen Punkt: Die Rippe.

Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Und Gott der HERR bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen.

Ich weiß nicht, wie oft ich in Kritiken diesen Absatz gelesen habe. Diese Verse werden angegeben, um zu beweisen, dass alles was in der Bibel steht, einfach nur eine Fantasie Geschichte ist. Wir wissen ja, dass Babys nicht aus Rippen gebildet werden – männliche wie weibliche.

Jedoch geht es hier um die allerersten Menschen.

Deswegen kann ich heute glauben, dass Gott aus Adams Rippe eine Frau geschaffen hat.

Wenn er die Welt in sechs Tagen bildet, kann er auch aus einer Rippe eine Frau erschaffen.

Das viel wichtigere (ob Rippe hin oder her) ist doch, dass Gott ein Wesen aus Adams Knochen erschafft. Eva sollte ein Teil von ihm sein, Fleisch von seinem Fleisch. So wichtig ist Gott die Ehe. Einen tieferen Bund gibt es nur noch zwischen Gott und uns Bekehrten.

Das ist heute in unserer schnelllebigen Gesellschaft nur schwer zu verstehen.

Jedoch ist für Gott die Ehe damals und heute heilig.

Was wir Menschen daraus gemacht haben, ist alles andere als heilig (Stichwort: Las Vegas spontan Heirat). In der Bibel können wir lesen, wie wichtig es Gott ist, dass Adam und Eva ein Fleisch sind. Sie sind eine Einheit und nur zusammen sind sie stark.

Nach Erschaffung der Frau ist Adam so glücklich über sie, dass er sie „Männin“ nennt. Auch wieder ein Grund für manche, laut aufzuschreien. Aber Adam nennt sie nicht so, weil sie seine Sklavin ist, sondern weil er endlich eine Gefährtin hat, die zu ihm passt.

Die Beiden lebten im Garten Eden, waren nackt und schämten sich nicht.

Denn die Sünde war noch nicht aufgekommen.

Es gab keinen Grund sich zu schämen, Adam und Eva kannten Sünde nicht.

Ihre Beziehung war absolut rein.

Doch schon bald sollte all das zerstört werden, durch Ungehorsam von den Beiden.

Wir leben in dieser gefallenen Welt, aber Jesus wird eines Tages wiederkommen und ein Friedensreich aufbauen. Er wird uns tausend Jahre Frieden bringen. Es geht hierbei nicht darum, ob ich mir das vorstellen kann, dass Jesus wiederkommt – sondern darum, ob ich daran glaube, oder nicht.

Genau so wie die Erschaffung Evas und die Ehe zwischen Mann und Frau, die Gott genauso heilig ist wie heute – ist eine Glaubensfrage. Ich kann dir schließlich nicht beweisen, dass Eva aus einer Rippe von Adam gebildet wurde. Und ich kann es gut verstehen, wenn man das alles liest und mit dem Kopf schüttelt.

Für mich war das am Anfang auch nicht begreifbar – das bedeutet nicht, dass ich heute alles super verstehe. Aber nach meiner Bekehrung konnte ich Gott glauben. Das war davor nicht möglich gewesen. Davor habe ich in allem versucht, Fehler und Ungereimtheiten zu finden, nur um zu beweisen, dass Gott nicht existiert.

Gottes Wort ist kostbar und es weist uns den Weg.

Gott ist der einzige von uns, der wirklich nur Gutes will.

Aber wir Menschen haben ihn verlassen, wir Menschen haben die Tür zugeknallt, die Gott uns mit unserer Erschaffung geöffnet hat.

Frieden können wir allerdings wieder finden durch Jesus Christus. Denn Gott hat den ultimativen Preis für uns am Kreuz auf Golgatha bezahlt. Damit wir Sünder nicht ins Gericht gehen, sondern gerecht gesprochen werden – alleine durch Glauben.

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Kristina Bode

Ich habe erkannt, daß alles, was Gott tut, für ewig ist; man kann nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen; und Gott hat es so gemacht, damit man ihn fürchte. - Prediger 3,14 -

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