Der Sündenfall – 3 – Die List der Schlange

Der Sündenfall - 3 - die List der Schlange

Der Sündenfall:

Warum ist unsere Welt heute so wie sie ist? Warum können wir Menschen keinen Frieden miteinander schließen? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir zum Anfang zurückkehren. Und das bedeutet: Ganz zum Anfang! Die Ursache unserer heutigen Kriege und Krisen liegen bei Adam und Eva. Darum müssen wir die Bibel lesen, um zu verstehen, warum der Sündenfall uns Menschen von Gott vorerst getrennt hat. Aber anhand des Sündefalles können wir auch sehen, wie sehr uns Gott liebt und warum er damals Adam und Eva aus dem Paradies werfen musste.

Die Erschaffung des Menschen 1. Mose 3, 1-6

1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?
2 Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen;
3 aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!
4 Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!
5 Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!
6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.

Betrachtung

Adam und Eva lebten im Paradies. Ein Ort, den es heute auf dieser Welt nicht mehr gibt. Warum haben sie Gott nicht vertraut, sondern riskierten mit ihrem Ungehorsam alles?

Die List der Schlange

Weil der Satan klüger als die Menschen war und wusste, nach was sie begehrten. Schon wie er zu ihnen spricht, zeigt, dass er der beste Psychologe auf der Welt ist. Adam und Eva hingegen tappten in seine Falle.

Sollte Gott gesagt haben?

Das ist schon die erste Unverschämtheit der Schlange. Diese Frage stellt Gottes Existenz in Frage. Sollte er wirklich gesagt haben…

Die nächste Frechheit folgt auf dem Fuß.

...dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?

Aus einem Baum wurde ein ganzer Garten. Das ist der Trick des Satans, dass er der Meister der Übertreibungen ist. Gott hatte Adam und Eva nur ein Gebot gegeben. Und dieses bezog sich auf einen einzigen Baum. Der Baum der Erkenntnis, der in der Mitte des Gartens stand. Nur diesen Baum durften sie nicht anrühren.

Es wäre besser gewesen, der Schlange gar nicht zu antworten. Aber hinterher ist man immer klüger. Eva antwortet der Schlange und stellt klar, dass es nur ein Baum ist, von dem sie nicht essen dürfen. Allerdings schweigt die Schlange nicht, sondern antwortet Eva folgendermaßen:

Der Sündenfall - 3 - die List der Schlange

So geht die Schlange vor. Sie nimmt ein Teil der Wahrheit und umspinnt, wie ein Käfer im Spinnennetz, ihre Lügen darum. Es stimmte, wenn Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis essen, würden sie nicht sofort tot umfallen. In der Hinsicht hat die Schlange die Wahrheit gesagt. Aber Gott hat auch die Wahrheit gesagt, als er die Beiden warnte, dass sie sterben müssten.

Adam und Eva waren sündlos, d.h. den Tod kannten sie nicht. Gott hatte nicht vorgesehen, dass der Mensch eines Tages sterben müsste. Darum hat Gott sie gewarnt, von dem Baum der Erkenntnis zu essen. An dem Tag, an dem sie das Gebot Gottes brechen, würde die Sünde in ihrem Leben Einzug halten. Das beinhaltete ein hartes, mühevolles Leben und am Ende den Tod.

Aber die Schlange weckte Begehrlichkeiten als sie sagte: Ihr werdet sein wie Gott!

Diese Begehrlichkeit, wie Gott zu sein ist bis heute in der Welt ungebrochen. Immer neue, scheußlichere Dinge werden entwickelt, um selbst Schöpfer zu sein. Dabei wird jede moralische Schranke gebrochen, die Gott uns aus gutem Grund gesetzt hat. Gott hatte sie gewarnt, von der Frucht zu essen, weil sie damit nicht klüger werden würden, sondern sich eigene moralische Maßstäbe fern von gut und böse setzen würden.

So ist es heute fast normal, einen Menschen im Mutterleib zu töten und das einfach, weil es halt momentan nicht passt. Oder, weil der Mensch sonst behindert zur Welt kommen würde. Die heutige moderne Gesellschaft hat für sich beschlossen, dass es besser ist, solche Leben vorzeitig zu beenden, weil sie den moralischen Maßstab gesetzt hat, dass ein solches Leben nicht wertvoll ist. Die Liste kann endlos weitergeführt werden. Man fragt heute nicht mehr nach Gottes Maßstab, sondern setzt sich seine eigenen. Wie grausam das werden kann, hat man in den 1930-45er Jahren gesehen, als ganze Völker für unwert befunden wurden und deren Vernichtung von Menschen beschlossen wurde, die meinten, sie würden über Gott stehen.

Das Schicksal der Menschheit wurde besiegelt, als Eva sich entschloss, von der Frucht des Baumes der Erkenntnis des Guten und Bösen zu kosten. Aber wo war Adam? Stand er die ganze Zeit teilnahmslos an Evas Seite? Von Adam lesen wir hier überhaupt nichts.

Adam nahm die Frucht und aß sie, damit besiegelte er auch sein Schicksal.

Gott hatte zwei Menschen erschaffen und beide brachen das einzige Gebot, welches er ihnen gegeben hatte. Die Auswirkungen des Sündenfalls können wir bis heute erleben.

Geht das denn für immer so weiter?

Nein – Gottseidank nicht!

Jesus Christus kommt eines Tages auf die Erde wieder und wird ein echtes Friedensreich erschaffen. Dann werden unsere menschlich falschen moralischen Maßstäbe nicht mehr gelten. Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich mich auf diesen Tag mehr als freue. Ich freue mich, weil ich weiß, dass nur Gott uns führen kann.

Wir Menschen haben versagt. Auf ganzer Linie.

Aber durch das Opfer Jesu am Kreuz können wir wieder in Gemeinschaft mit unserem Schöpfer leben. Alleine durch Glauben und das Bekennen der eigenen Sünden. Erst wenn ich mir meiner Sündhaftigkeit bewusst werde, kann ich Gott um Vergebung bitten.

Und die größte Gnade ist: Das Gott das sogar tut!

Durch sein Opfer am Kreuz können wir Vergebung von all unseren Sünden bekommen. Vollkommen kostenlos und unverdient. So groß ist die Liebe Gottes gegenüber uns Sündern.

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Kristina

Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden! - Matth. 5,4 -

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