Der Sündenfall – 4 – Die Konsequenzen

Die Konsequenzen

Der Sündenfall:

Warum ist unsere Welt heute so wie sie ist? Warum können wir Menschen keinen Frieden miteinander schließen? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir zum Anfang zurückkehren. Und das bedeutet: Ganz zum Anfang! Die Ursache unserer heutigen Kriege und Krisen liegen bei Adam und Eva. Darum müssen wir die Bibel lesen, um zu verstehen, warum der Sündenfall uns Menschen von Gott vorerst getrennt hat. Aber anhand des Sündefalles können wir auch sehen, wie sehr uns Gott liebt und warum er damals Adam und Eva aus dem Paradies werfen musste.

Die Erschaffung des Menschen 1. Mose 3, 7-15

7 Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze.
8 Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war; und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes des HERRN hinter den Bäumen des Gartens.
9 Da rief Gott der HERR den Menschen und sprach: Wo bist du?
10 Und er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt; darum habe ich mich verborgen!
11 Da sprach er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen?
12 Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß!
13 Da sprach Gott der HERR zu der Frau: Warum hast du das getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt; da habe ich gegessen!
14 Da sprach Gott der HERR zur Schlange: Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang!
15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

Betrachtung

Als sie von der verbotenen Frucht aßen, wurden ihnen die Augen geöffnet. Sie erkannten, dass sie nackt waren und offensichtlich schämten sie sich ihrer, so dass sie sich Feigenblätter umbanden.

Aber sie versteckten sich sogar vor Gott, weil sie tief in ihrem Inneren wussten, dass sie das einzige Gebot gebrochen hatten. Sich vor Gott zu verstecken, ist ein auswegloses Unterfangen, Gott wäre nicht Gott, wenn man sich vor ihm verstecken könnte. Das sie es dennoch versuchen, zeigt ihre Hilflosigkeit gegenüber dem Schöpfer.

Und wie reagiert der Schöpfer auf das gebrochene Gebot seiner Schöpfung?

Er ruft sie.

Er schreit nicht nach ihnen und poltert los, was sie getan haben, nein.

Er ruft nach ihnen.

Wo bist du?

Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt; darum habe ich mich verborgen!

Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen?

Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß!

Die Konsequenzen ihrer Übertretung

 

Die Schuld von sich auf andere schieben

Dieses Verhalten begann mit dem Sündenfall und bis heute sind wir Menschen Meister in dieser Disziplin! Anstatt, dass Adam sofort zugibt, die Frucht gegessen zu haben – wir erinnern uns: Als Eva von der Schlange verführt wurde, hat Adam NICHTS gesagt. Still nahm er die Frucht, die Eva ihm reichte – schiebt er die Schuld auf seine Frau.

Aber noch schlimmer, er schiebt die Schuld indirekt auf Gott, indem er sagte: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß!

Indirekt hat also Gott die Schuld, dass Adam das Gebot gebrochen hat, weil er ja die Frau geschaffen hatte und sie Adam zur Seite stellte. Das ist natürlich vollkommen verdreht und einfach falsch. Aber genau diese Denke hat damals begonnen und wir erleben immer wieder in Interviews, Aussagen, Beiträgen, dass Menschen die Schuld von sich schieben.

Interessant ist auch, wie Gott auf diese freche Antwort reagiert. Nämlich gar nicht!

Das Wesen Gottes wird hier offenbar. Er handelt ganz anders, wie wir es von uns gewohnt sind. Sein Wesen ist rein, er kennt keine Sünde. Aber das bedeutet nicht, dass er jetzt die Augen zudrücken kann und die Übertretung nicht sühnt. Mit dem Bruch des Gebotes ist etwas Schreckliches in das Leben von Adam und Eva eingetreten, was sie wahrscheinlich in dieser Situation noch gar nicht erkannt haben.

Nun wird Eva befragt – obwohl Gott die Antwort ja bereits kennt – es gibt nichts im Leben was Gott überraschen würde – er ist allwissend. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass er Eva gefragt hat, damit Eva selbst klar wird, was sie getan hat.

Warum hast du das getan?

Die Schlange hat mich verführt; da habe ich gegessen!

Und Eva reagiert genau so wie Adam. In dieser Hinsicht waren sie wirklich ein perfektes Paar. Jetzt ist nur die Schlange schuld. Und ja, die Schlange hat Eva verführt, aber Eva hat die Frucht begehrt, weil sie sein wollte wie Gott. Die Schlange hat die richtigen Worte gesagt, aber letztendlich hat Eva sich entschieden, die Frucht zu essen.

Und wie reagiert Gott zunächst? Jetzt wendet er sich der Schlange, dem Satan zu.

Die Konsequenzen ihrer Übertretung

Die Konsequenzen ihrer Übertretung

Da sprach Gott der HERR zur Schlange: Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang! Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

Ab hier wird es etwas kryptisch. Denn ich persönlich habe noch keiner Schlange den Kopf zertreten oder wurde in die Ferse gestochen.

Lasst uns den letzten Satz nochmal genauer anschauen.

Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

Gott spricht vom „Samen“. Den Samen des Satans und dem Samen der Frau. Dieser Satz wirkt verdreht und unlogisch, aber mit ihrem Samen ist die Menschwerdung von Jesus Christus gemeint, der durch die Jungfrau Maria geboren wurde. Wichtig zu wissen ist, dass Jesus Christus bereits vorher existiert hat, denn er ist Gott. Allerdings wurde er bei der Zeugung auch Mensch und das ist der Same, den die Schlange bekämpft.

Wir wissen, dass Jesus am Ende gekreuzigt wurde und dass er am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist. Diese Kreuzigung steht für den Stich in die Ferse. Allerdings hat Jesus am Kreuz das größte Wunder der Welt geschaffen, indem er sich hingab und uns Menschen Möglichkeit, alleine durch Glauben, gerettet zu werden von der ewigen Verdammnis.

Das steht hier in diesem Absatz nicht explizit drin – wird aber deutlich, wenn man die ganze Bibel liest. Wobei ich wie gesagt nur meine Meinung kundtue und ganz sicher nicht von der Absolutheit derselben ausgehe. Die Predigt eines Bruders hat mir diese Auslegung gezeigt und für mich hört sie sich schlüssig an.

Denn bis heute gibt es Feindschaft zwischen Gott und Satan und der Teufel versucht alles mögliche, die Menschen in seiner Knechtschaft gefangen zu halten. Satan ist besiegt, indem Jesus ans Kreuz ging und die Strafe auf sich nahm, die uns zustand. Jetzt liegt es an uns, dieses Geschenk anzunehmen, indem wir unsere Sünden erkennen und bekennen und an das Erlösungswerk von Jesus Christus glauben. Gottes Liebe zu uns wird nur noch größer, wenn wir uns immer daran erinnern, dass er bereits vor Erschaffung von Adam und Eva wusste, dass die beiden das Gebot brechen würden. Diese Liebe ist nicht fassbar!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Kristina

»Du bist mein Herr; es gibt für mich nichts Gutes außer dir!« - Pslam 16,2 -

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