Der Sündenfall – 5 – Gottes Gnade

Gottes Gnade

Der Sündenfall:

Warum ist unsere Welt heute so wie sie ist? Warum können wir Menschen keinen Frieden miteinander schließen? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir zum Anfang zurückkehren. Und das bedeutet: Ganz zum Anfang! Die Ursache unserer heutigen Kriege und Krisen liegen bei Adam und Eva. Darum müssen wir die Bibel lesen, um zu verstehen, warum der Sündenfall uns Menschen von Gott vorerst getrennt hat. Aber anhand des Sündefalles können wir auch sehen, wie sehr uns Gott liebt und warum er damals Adam und Eva aus dem Paradies werfen musste.

Die Erschaffung des Menschen 1. Mose 3, 16-24

16 Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen; mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen!
17 Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: »Du sollst nicht davon essen!«, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang;
18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen.
19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du [dein] Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden; denn von ihm bist du genommen. Denn du bist Staub, und zum Staub wirst du wieder zurückkehren!
20 Und der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva; denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.
21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.
22 Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner, indem er erkennt, was Gut und Böse ist; nun aber — dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe!
23 So schickte ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war.
24 Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim lagern und die Flamme des blitzenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.

Betrachtung

Die Worte der Bibel sind so reichhaltig, dass man sich stundenlang über einen einzigen Vers unterhalten kann. Und am Ende hat man doch nicht die ganze Reichhaltigkeit erkannt.

Das ist hier bei diesem Text das gleiche.

Wer nur die Oberfläche sieht und nicht mit Gott versöhnt ist, könnte die Erkenntnis bekommen, dass Gott uns Menschen nun hasst. Aber das ist mitnichten der Fall!

Gottes Gnade

Nehmen wir als Beispiel gleich den ersten Satz. Gott sprach zu Eva, dass er ihr die Schwangerschaft mühselig machen wird. Und die Schwangerschaft ist für viele Frauen mühselig. Aber nach der Geburt, wenn man das Kind im Arm hat, ist der ganze Schmerz vergessen. Auch das Adam nun hart für die Nahrung arbeiten muss, könnte als Lieblosigkeit Gottes gegenüber uns aufgefasst werden. Trotzdem leben wir heute mit einer reichhaltigen Auswahl an Lebensmitteln und dürfen diese genießen.

Ja, wir stehen unter dem Fluch, aber Gott lässt uns nicht allein!

Stellt sich die große Frage, warum Gott Adam und Eva aus dem Paradies werfen musste. Sie hätten ja auch innerhalb des Gartens ihre Nahrung anbauen können.

Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner, indem er erkennt, was Gut und Böse ist; nun aber — dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe!

Es gibt wenige Stellen in der Bibel, wo Gott sarkastisch wird, aber das hier ist eine davon. Anhand dieser Stelle kann man auch gut erkennen, dass Gott aus mehreren Personen besteht (Jesus existierte schon seit Anbeginn, aber die Menschengestalt nahm er erst im Neuen Testament an).

Ist der Mensch nun wie Gott geworden, indem er erkennt, was Gut und was Böse ist? Eher das Gegenteil. Durch den Sündenfall wurden Adam und Eva die „Augen aufgetan“ und durch ihre Handlung haben sie

  1. Gottes Gebot gebrochen
  2. Selbst entschieden, was gut und was böse ist

Diese moralisch fragwürdige Handlung besteht bis heute. Die Gesellschaft definiert durch Gesetze, was gut und was böse ist. Abtreibung wird heut als Gut definiert und wenn das Kind behindert ist, wird es von vielen sogar begrüßt, es im Mutterleib zu töten.

Für Gott bleibt Mord – Mord. Es gibt da keine Verbiegung der moralischen Maßstäbe!

Der Mensch ist imstande, die wunderbarsten Dinge zu erschaffen. Er besitzt aber auch die Fähigkeit, furchtbare Dinge zu tun und sie zu legitimieren. Und all das, ist das Resultat von dem Bruch des Gebotes von Adam und Eva.

…dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe!

Der Baum des Lebens gab ewiges Leben.

Hätten Adam und Eva die Frucht von diesem Baum gegessen, würden wir ewig auf dieser Erde leben und unter Gottes Fluch stehen. Es gäbe keine Möglichkeit, diesen aufzuheben. Weil ewig, wirklich ewig bedeutet.

Darum schützt Gott die Beiden, als er sie aus dem Paradies wirft. Er will ihre ewigen Seelen retten!

Gottes Gnade

Die Feindschaft zwischen der Schlange und dem Menschen besteht bis heute!

Und der Satan versteht es gut, die Menschen gegeneinander aufzuwiegeln. Gerade in unserer heutigen Zeit haben wir so viele Kriege, Krisen und Terroranschläge, dass man den Überblick darüber verliert.

Das Ziel der Schlange, des Teufels ist: Zerstörung.

Darum ist es kein Wunder, dass Christen auf aller Welt größter Verfolgung ausgesetzt sind. Und gerade in den muslimisch geprägten Ländern werden Christen ihre Rechte abgesprochen. Diese Feindschaft ist normal. Als ich noch nicht gläubig war, hasste ich Christen auch. Zwar nicht so extrem, aber ich konnte nicht auf Dauer in ihrer Gesellschaft sein. Sie besaßen etwas, was ich nicht besaß und ihre Freundlichkeit kam mir aufgesetzt vor. Ich war so misstrauisch, dass ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass ihre Freundlichkeit echt war.

Jeder Mensch steht unter dem Einfluss der Schlange. Erst, wenn wir unsere Sünden erkennen und bekennen und wiedergeboren werden, wird der Fluch von uns genommen und Gott erschafft in uns eine völlig neue Natur.

Die Feinschaft gegen Gott ist auf der ganzen Welt zu beobachten. Besonders Europa tut sich in den letzten Jahren hervor, die christlichen Wurzeln zu verleugnen oder abzuschaffen.

Gottes Gnade

Kommen wir zu Adam und Eva zurück.

In all dem Übel hätte er die Beiden einfach aus dem Paradies schmeißen können.

Aber er kleidet sie ein. Gottes Liebe gegenüber uns Menschen ist wirklich nicht begreifbar! Und wie groß seine Liebe ist, zeigt sich dadurch, dass ER am Kreuz für uns die Sündenschuld trug.

Gott hätte uns alleine lassen können. Aber das tut er nicht.

In der Bibel können wir lesen, mit wie viel Geduld er die Israeliten leitet, die doch immer wieder von ihm abfallen. Und dann im Neuen Testament lesen wir, welches Opfer ER am Kreuz für uns vollbringt. Weil er uns gezeigt hat, dass wir Menschen die Gebote nicht halten können.

Wir Menschen sind vollkommen abhängig von Gottes Gnade. Und er schenkt sie uns, selbst wenn wir Gott oftmals verspotten und hassen. Er lässt uns unseren Willen. Ich habe als Mensch die Möglichkeit mich für Gott oder gegen ihn zu entscheiden. Höre ich auf die Schlange, die die Gesellschaft seit Jahrtausenden ins Böse stürzt?

Oder erkenne ich meine Sündhaftigkeit an und bekenne sie vor Jesus Christus. Er ist der einzige, der mich Mensch retten kann – weil ER am Kreuz die Schuld trug!

Die Menschheit steht bis heute unter dem Sündenfall.

Aber dank Gottes Gnade kann jeder Einzelne von uns gerettet werden.

Es liegt dabei allein an uns, diese Gnade anzunehmen.

Kristina

Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. - Psalm 147,3 -

2 Comments

  1. Martin Aulich
    4. Dezember 2017
    Reply

    Liebe Schwester im HERRN,

    wieder einmal sehr gut und bibeltreu ausgelegt. Herzlichen Dank dafür!

    • Kristina
      5. Dezember 2017

      Lieber Bruder! Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich freue mich ganz besonders, wenn Geschwister mir schreiben, sind wir doch im Herrn verbunden. Bleib behütet, in dem was du tust! Viele Grüße Kristina

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