Die Schöpfungsgeschichte – 1. Mose 1 Vers 28-31

Das Buch Mose:

Um Gott kennen zu lernen, müssen wir die Bibel lesen. Der Schöpfungsbericht wird heute von den meisten Menschen als Märchen verworfen. Jedoch kann man bereits hier sehen, dass Gott den Rettungsplan für den Menschen in Jesus Christus geschaffen hat. Im ersten Buch Mose wird es deutlich, warum der Mensch im Kern böse ist und Rettung braucht.

Der sechste Tag (2)

28 Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde!
29 Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind. Sie sollen euch zur Nahrung dienen;
30 aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich regt auf der Erde, allem, in dem eine lebendige Seele ist, habe ich jedes grüne Kraut zur Nahrung gegeben! Und es geschah so.
31 Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.

Betrachtung

Der Herr gab Adam und Eva den Segen, sich zu vermehren, die Erde fruchtbar zu machen und über die von ihm geschaffenen Geschöpfe zu herrschen.

Wir können es uns nicht mal im Ansatz vorstellen, wie es damals im Garten Eden war.

Es gab keine Gewalt, nichts Böses.

Das ist genau der Zustand, den Gott für den Menschen vorgesehen hatte. Er hat den Menschen geschaffen, um mit ihm zusammen zu sein. Der Mensch war keine Marionette ohne Verstand, sondern Gott schenkte ihm einen Verstand und eine Seele. Das unterscheidet den Menschen von den Tieren.

Manche Tiere sind sehr intelligent, aber ihre Instinkte werden immer die Oberhand gewinnen. Auch haben Tiere kein Bewusstsein wie der Mensch. Der Mensch sollte mit den Tieren im Einklang leben. Und das war zur damaligen Zeit auch möglich, da der Mensch noch keinerlei Sünde in sich trug.

Als Mensch, aufgewachsen in Sünde, in einer Welt voller Sünde lebend, ist es nur sehr schwer, sich den Urzustand des ersten Menschenpaares vorzustellen.

Ich bin dem Herrn deswegen so dankbar für die Bibel, sein Wort. Denn nur in ihr können wir erfahren, wie alles begonnen hat, aber auch wie alles enden wird.

Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich die Bibel las und begriff, dass Adam und Eva sozusagen Vegetarier waren. Schnell könnte man jetzt verkündigen, dass die wahren Christen sich fleischlos ernähren würden. Steht ja schließlich in der Bibel.

Aber wir dürfen nicht vergessen, das alles war vor dem Sündenfall.

Jetzt leben wir in einer anderen Zeit, gefallen und getrennt von Gott wachsen wir mit bösen Gedanken auf. Als Kind lernen wir schnell nach „Mama“ und „Papa“ das Wort „meins“.

Den Urzustand, der im Garten Eden herrschte, können wir nicht wieder herstellen, indem wir uns nun vegan ernähren. Denn die gesamte Schöpfung ist seit dem Sündenfall gefallen und sehnt sich nach der Wiederkunft des Herrn Jesus Christus.

Dieser Frieden wird deswegen erst wieder im tausendjährigen Reich hergestellt werden.

Kommen wir zurück zum Garten Eden.

Gott erschuf den Menschen, um Gemeinschaft mit einem Lebewesen zu haben, dass sich frei für Gott oder gegen ihn entscheiden kann. Er wollte keine Sklaven, die ihn ohne freien Willen Tag und Nacht anbeten. Gott wollte, dass man ihm freiwillig dient und das aus vollem Herzen tut.

Darum erschuf Gott den Garten Eden, der schönste Platz auf Erden, gefüllt mir den prächtigsten Bäumen, die die wohlschmeckendsten Früchte auf der ganzen Welt trugen. Es sollte Adam und Eva und ihrer Nachkommenschaft mehr als gut gehen. Sie sollten das Leben in diesem Garten genießen und ihn hegen und pflegen.

Und Gott sah alles, was er gemacht hatte;
und siehe, es war sehr gut.

Nachdem er die Tiere und den Menschen geschaffen hatte, sah er, dass es sehr gut war.

Es war gut gewesen, die Erde zu erschaffen, sowie die Tiere, die auf ihr leben.

Am sechsten Tag sah Gott, dass es sehr gut war.

Die Schöpfung ist vollkommen, Mensch sowie Tier leben im Einklang zusammen.

Friedlich.

Nach Sündenfall änderte sich das grundlegend, aber noch sind wir beim sechsten Tag und können Gottes Werk nur staunend bewundern. Alles, was wir auf der Erde sehen, hat er mit seinen Händen gebildet und ihm Leben eingehaucht.

Im 1. Mose Vers 31-31 wird uns deutlich, dass wir in einer gefallenen Welt leben. Alle Tiere fraßen damals Gras, der Löwe wie das Lamm. Es gab keine Kämpfe um Rivalen oder das Recht des Stärkeren.

Wie kann man das glauben? Es ist nur schwer vorstellbar, auch für mich. Aber ich werde beim Lesen der Bibel mir immer wieder bewusst, dass ich im Hier und Jetzt lebe und es nicht anders kenne. Ich bin in dieser gefallenen Welt aufgewachsen und für mich ist es normal, dass Tiere sich gegenseitig fressen und bekämpfen.

Aber die Bibel zeigt mir, dass das eben alles andere als normal ist.

Mit dem Sündenfall ist die gesamte Schöpfung unter den Fluch gefallen und dieser hält bis heute an.

Erst wenn Jesus Christus wieder als ewiger König auf diese Erde kommt und ein tausendjähriges Friedensreich aufrichtet, wird dieser Urzustand wieder hergestellt werden.

Da wird der Wolf bei dem Lämmlein wohnen
und der Leopard sich bei dem Böcklein niederlegen.
Das Kalb, der junge Löwe und das Mastvieh werden beieinander sein,
und ein kleiner Knabe wird sie treiben.
Die Kuh und die Bärin werden miteinander weiden
und ihre Jungen zusammen lagern,
und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind.
Der Säugling wird spielen am Schlupfloch der Natter
und der Entwöhnte seine Hand nach der Höhle der Otter ausstrecken.
Sie werden nichts Böses tun,
noch verderbt handeln auf dem ganzen Berg meines Heiligtums;
denn die Erde wird erfüllt sein von der Erkenntnis des HERRN,
wie die Wasser den Meeresgrund bedecken.
– Jesaja 11,6-9 –

Diese Prophetie aus dem Alten Testament wird sich bei der Wiederkunft von Jesus Christus erfüllen. Darum glaub es oder nicht, die Schrift wird sich erfüllen und an diesem Tag wieder jeder mit Staunen erfüllt sein, dass das geschieht.

Die Menschen, die im tausendjährigen Reich geboren werden, für die ist dieser Frieden normal, denn sie kennen nichts anderes. Genau wie wir uns an die gefallene Schöpfung gewöhnt haben, denn das ist für uns normal.

Ich habe nur eine begrenzte Vorstellungskraft und manches, was die Bibel vorhersagt, kann nur schwer begreifen. Aber ich glaube meinem Herrn und ich bin dankbar, wissen zu dürfen, dass der jetzige Zustand nicht für immer anhalten wird.

Denn Gott wollte nie eine gefallene und böse Welt haben.

Der Mensch hat sich dazu frei entschieden, gegen Gottes Willen zu handeln und muss jetzt mit den Konsequenzen leben.

Dabei hat der Herr mit der Erschaffung der Schöpfung nur Gutes im Sinn gehabt.

Es ist wichtig zu wissen, dass Jesus Christus wiederkommt und ein Friedensreich aufrichten wird.

Darum stelle ich stets dieselbe Frage, wieder und wieder.

Hast du schon Frieden mit deinem Schöpfer durch das ewige Opfer von Jesus Christus geschlossen? Niemand von uns beiden weiß, wann unser Leben auf dieser Erde endet. Es wäre fatal, zu glauben, dass man sich im Augenblick des Todes noch bekehren kann.

Der Tod kann plötzlich und unvorhergesehen eintreffen – vielleicht ist dann keine Zeit mehr übrig.

Darum sagt Gott: „Heute, wenn du meine Stimme hörst, verschließ dein Herz nicht!“

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Denn der Herr sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der Herr sieht auf das Herz. - 1.Samuel 16,7 -

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