– Joel 3 –

1 Und nach diesem wird es geschehen, daß ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Ältesten werden Träume haben, eure jungen Männer werden Gesichte sehen;
2 und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen;
3 und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut und Feuer und Rauchsäulen;
4 die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt.
5 Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden; denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der Herr verheißen hat, und bei den Übriggebliebenen, die der Herr beruft.

Ich habe den Bibelvers gewählt, weil viele Pfingstler und Charismatiker sich auf diesen beziehen, um zu „beweisen“, dass es vollkommen logisch sei, dass man eine zweite Geistestaufe braucht, um wahrhaft errettet zu sein.

Liest man sich nur Joel 3 durch, dann könnte man diesen Eindruck tatsächlich bekommen.

Aber, um Joel 3 zu verstehen, müssen wir bei Joel 2 beginnen.

– Joel 2,12-27 –

Doch auch jetzt noch, spricht der Herr, kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen!
13 Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt um zu dem Herrn, eurem Gott; denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut ihn.
14 Wer weiß, ob er sich wieder abkehrt und es ihn nicht reut, und ob er nicht einen Segen zurücklassen wird, Speisopfer und Trankopfer für den Herrn, euren Gott?
15 Stoßt in das Horn in Zion, heiligt ein Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung!
16 Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, bringt die Ältesten herbei, versammelt die Kinder und die Säuglinge; der Bräutigam gehe aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach!
17 Die Priester, die Diener des Herrn, sollen zwischen der Halle und dem Altar weinen und sagen: Herr, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis, daß die Heidenvölker über sie spotten! Warum soll man unter den Völkern sagen: »Wo ist [nun] ihr Gott?«
18 Dann gerät der Herr in Eifer für sein Land und hat Mitleid mit seinem Volk.
19 Und der Herr wird antworten und zu seinem Volk sprechen: Siehe, ich sende euch Korn, Most und Öl, daß ihr davon satt werden sollt, und ich will euch nicht mehr der Beschimpfung preisgeben unter den Heidenvölkern;
20 sondern ich will den von Norden [Kommenden] von euch entfernen und ihn verstoßen in ein dürres und wüstes Land, seine Vorhut ins östliche Meer und seine Nachhut ins westliche Meer, und sein Gestank soll aufsteigen und sein Verwesungsgeruch sich erheben; denn er hat großgetan!
21 Fürchte dich nicht, o Land, sondern frohlocke und freue dich; denn der Herr hat Großes getan!
22 Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes; denn die Auen der Steppe sollen grünen, und die Bäume sollen ihre Früchte tragen, der Weinstock und der Feigenbaum, so viel sie nur können.
23 Und ihr Kinder Zions, frohlockt und freut euch über den Herrn, euren Gott; denn er gibt euch den Frühregen in rechtem Maß, und er läßt euch am ersten [Tag] Regengüsse herabkommen, Frühregen und Spätregen.
24 Und die Tennen sollen voll Korn werden und die Keltern von Most und Öl überfließen.
25 Und ich werde euch die Jahre zurückerstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager verzehrt haben — mein großes Kriegsheer, das ich gegen euch gesandt habe;
26 und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden und den Namen des Herrn, eures Gottes, loben, der wunderbar an euch gehandelt hat; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden!
27 Und ihr sollt erkennen, daß ich in Israels Mitte bin und daß ich, der Herr, euer Gott bin und keiner sonst; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden!

Worum geht es hier? Ganz eindeutig darum, dass am Ende der Tage das geheiligte Volk Gottes, Israel, Gott erkennt und eben auch erkennt, dass Jesus Christus der wahre Messias war, den sie ja verworfen und gekreuzigt hatten. Jetzt bekommt Joel 3 eine ganz neue Bedeutung, denn das Volk Israel besitzt heute zu diesem Zeitpunkt noch nicht den Heiligen Geist

Wovon wird hier geredet, der „Tag des HERRN„? Das ist das Gericht, welches über diese Welt kommen wird. Denn bevor der Herr Jesus Christus als Friedensfürst herrscht, wird ein Gericht kommen, indem der Antichrist und all jene, die ihn angebetet haben und gegen Gott rebellieren, gerichtet werden.

Dabei darf man nicht das große Weltgericht mit diesem gleichsetzen, denn wenn der Herr Jesus Christus für 1000 Jahre als Friedensfürst herrschen wird, gibt es noch immer die Sünde in der Welt.
Nach den 1000 Jahren wird der Satan erneut freigelassen werden,
um die zu versuchen, die sich versuchen lassen.
Danach kommt das Weltgericht und erst dann entsteht eine völlig neue Erde, mit einem neuen Himmel. Und erst dann brechen ewige Friedenszeiten an.Lesen wir aber noch Joel 4 kurz weiter, damit diejenigen, die noch Zweifel besitzen, überzeugt werden.

Joel 4,1-2
1 Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Geschick Judas und Jerusalems wende,
2 da werde ich alle Heidenvölker versammeln und sie ins Tal Josaphat1 hinabführen; und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heidenvölker zerstreut und mein Land verteilt haben;

Joel 3 bezieht sich deshalb einzig und alleine auf die Israeliten, die noch nicht an den Herrn Jesus glauben! Denn, alle die jetzt sich zum Herrn Jesus bekennen, bekommen sofort den Heiligen Geist, es gibt keine zweite Geistestaufe, zumindest keine, die den echten Heiligen Geist besitzt

– Epheser 1,13-14 –
13 In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung,

14 der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit.

Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. - 1. Joh 4,1 -

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