Lukas 10,27

Er aber antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!«

Eigentlich klingt dieser Vers sehr einfach.

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Das wars.

Happiness forever – and ever – oder?

Zuerst müssen wir klären, wer ist denn dieser „Nächste“?

Ist es der Nachbar, der nahe an unserer Wohnung wohnt? Ist es die eigene Frau, der eigene Mann, das Kind, die Familie? Oder ist es jemand, der neben uns an der Haltestelle steht und auf den Bus wartet?

Ja, wer ist denn nun der Nächste?

Schauen wir uns doch mal den gesamten Abschnitt an.

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. – Lukas 10, 25-37 – 

25 Und siehe, ein Gesetzesgelehrter trat auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, um das ewige Leben zu erben?
26 Und er sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du?
27 Er aber antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst!«
28 Er sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue dies, so wirst du leben!
29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?
30 Da erwiderte Jesus und sprach: Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und ließen ihn halbtot liegen, so wie er war.
31 Es traf sich aber, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er auf der anderen Seite vorüber.
32 Ebenso kam auch ein Levit, der in der Gegend war, sah ihn und ging auf der anderen Seite vorüber.
33 Ein Samariter aber kam auf seiner Reise in seine Nähe, und als er ihn sah, hatte er Erbarmen;
34 und er ging zu ihm hin, verband ihm die Wunden und goß Öl und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.
35 Und am anderen Tag, als er fortzog, gab er dem Wirt zwei Denare und sprach zu ihm: Verpflege ihn! Und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.
36 Welcher von diesen Dreien ist deiner Meinung nach nun der Nächste dessen gewesen, der unter die Räuber gefallen ist?
37 Er sprach: Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm geübt hat! Da sprach Jesus zu ihm: So geh du hin und handle ebenso!

Wir müssen uns eines merken – wenn in einem Gleichnis kein Name genannt wird, dann ist das bildlich zu sehen.

Deshalb ist die Geschichte vom armen Lazarus auch eine Geschichte, die wirklich passiert ist (Lukas 16,19).

Da hier in diesem Gleichnis kein Name genannt wird, ist dieses Gleichnis als bildhaft anzusehen und auch zu verstehen. Derjenige, der hier barmherzig ist, das ist Jesus.

Nur die Barmherzigkeit von Gott kann uns erretten und auch nur seine Liebe kann aller Falschheit standhalten. Die menschliche Liebe ist vergänglich, nur die göttliche Liebe ist ehrlich und wahrhaftig.

Wir können nur barmherzig und liebevoll mit anderen Menschen umgehen, wenn unser Nächster Jesus Christus ist! Nur Gott alleine kann uns diese Kraft schenken, seine barmherzige Liebe, die uns so stärkt, dass wir einander vergeben können und auch für Menschen beten, die uns vielleicht nicht wohlgesonnen sind.

Lies dir das Hohelied der Liebe genau durch, dann erkennst du, wie göttliche Liebe aussieht.

– 1. Korinther 13, 1 –

1 Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.
2 Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so daß ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts.
3 Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts!
4 Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf;
5 sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu;
6 sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;
7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.

Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. - Johannes 1,3-4 -

2 Comments

  1. 4. November 2013
    Reply

    Schönen guten Morgen Dir!

    „Du sollst Deinen Nächsten lieben, wie Dich selbst!“

    Voraussetzung dafür, ist, daß man sich selbst liebt und nicht ablehnt – denn wenn man sich nicht liebt, versteckt man sich lieber vor den Nächsten.

    Wer ist nun der betreffende Nächste – ich denke es sind all Diejenigen, die Anderen zulassen, daß sie ihnen helfen – also aufgeschlossene Menschen.

    Nur wer ein offenes Herz hat, der kann Anderen helfen bzw. diesem kann auch von Anderen geholfen werden.

    Es gibt viele verschiedene Ursachen warum Menschen ihr Herz verschließen: aus Enttäuschung, aus nicht verarbeiteten Altlasten (Gesundheit etc.) und und und …

    Ich wünsche Dir eine gute Woche!
    Traumfaenger71

  2. kristina bode
    4. November 2013
    Reply

    Hi Traumfänger.

    Hier ist von der göttlichen Liebe die Rede und nicht von der eigenen, denn die kann vergehen.

    Es gibt genug Menschen, die sich selbst hassen, ja sogar richtig verachten.

    Aber Gottes Liebe bleibt unverändert stark.

    Alles Liebe

    Kris

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