Matthäus 16,1

Matthäus 16,1-4
1 Und die Pharisäer und Sadduzäer traten herzu, versuchten ihn und verlangten, daß er ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen möge.
2 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Am Abend sagt ihr: Es wird schön, denn der Himmel ist rot!
3 und am Morgen: Heute kommt ein Ungewitter, denn der Himmel ist rot und trübe! Ihr Heuchler, das Aussehen des Himmels versteht ihr zu beurteilen, die Zeichen der Zeit aber nicht!
4 Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona! Und er verließ sie und ging davon.

Die Pharisäer waren sehr in der heiligen Schrift belehrt, die Sadduzäer allerdings glaubten weder an die Auferstehung, noch an Geister und sie glaubten, dass die Seele mit dem leiblichen Tod ebenso sterben würde. Trotz all der Wunder, die der Herr Jesus an den Menschen gewirkt hatte, forderten sie ein Zeichen aus dem Himmel.

Dazu muss man wissen, dass ein Zeichen vom Himmel als göttlich im alten Testament angesehen wurde – der kommende Antichrist wird deshalb auch Zeichen vom Himmel wirken können (weil Gott das zulassen wird) und somit viele verführen, die dann glauben, dass er der Messias ist.

Die Pharisäer und Sadduzäer glaubten nicht, dass Jesus der Messias war, deshalb wollten sie von ihm ein Zeichen vom Himmel haben.

2 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Am Abend sagt ihr: Es wird schön, denn der Himmel ist rot!
3 und am Morgen: Heute kommt ein Ungewitter, denn der Himmel ist rot und trübe! Ihr Heuchler, das Aussehen des Himmels versteht ihr zu beurteilen, die Zeichen der Zeit aber nicht!

Es ist tatsächlich so, dass ein roter Abendhimmel gutes Wetter verspricht, wohingegen ein roter Himmel am Morgen eher auf schlechtes Wetter hin deutet. Eine ausführliche Erklärung, warum das so ist, kann man hier nachlesen: Wetter erkennen.

Der Herr Jesus kritisiert zu Recht, dass die Pharisäer und Sadduzäer zwar die Zeichen des Himmels deuten können, die Zeichen der Zeit aber nicht, weil sie ihn als den gekommenen Messias verkannten.

4 Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona! Und er verließ sie und ging davon.

Hier wird es ein wenig knifflig – denn was bedeutet »das Zeichen des Propheten Jona«? Im griechischen Urtext steht beim Wort Zeichen semeion was auch als Wunder übersetzt werden kann. Und Jona erlebte tatsächlich etwas wunderliches. Als der Herr zu Jona sprach, dass er in der Stadt Ninive predigen sollte, tat er etwas ganz anderes. Er drehte sich um 180 Grad und flüchtete vor dem Herrn und bestieg ein Schiff das nach Tarsis fuhr.

In der Nacht kam ein furchtbarer Sturm auf und als die Seeleute das Los warfen, fiel das Los auf Jona – sie erkannten dass dieser Wind wegen Jona bließ und fürchteten, umzukommen. So wurde Jona von den Seefahrern übers Meer geworfen und Jona wurde von einem großen Fisch verschluckt.

Dort verbrachte er drei Tage und er kehrte schließlich um zu Gott, vor dem er geflüchtet war.

Jona 2,2-10
2 Und Jona betete aus dem Bauch des Fisches zu dem Herrn, seinem Gott, und sprach:
3 Aus meiner Drangsal rief ich zu dem Herrn, und er erhörte mich; aus dem Schoß des Totenreiches schrie ich, und du hörtest meine Stimme!
4 Denn du hattest mich in die Tiefe geschleudert, mitten ins Meer, daß mich die Strömung umspülte; alle deine Wogen und Wellen gingen über mich.
5 Und ich sprach: Ich bin von deinen Augen verstoßen; dennoch will ich fortfahren, nach deinem heiligen Tempel zu schauen!
6 Die Wasser umringten mich bis an die Seele, die Tiefe umgab mich, Meergras umschlang mein Haupt.
7 Zu den Gründen der Berge sank ich hinunter; die Erde war auf ewig hinter mir verriegelt — da hast du, Herr, mein Gott, mein Leben aus dem Grab heraufgeführt!
8 Als meine Seele in mir verschmachtete, gedachte ich an den Herrn, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel.
9 Die Verehrer nichtiger Götzen verlassen ihre Gnade;
10 ich aber will dir mit lauter Stimme Lob opfern; was ich gelobt habe, das will ich bezahlen. Die Rettung kommt von dem Herrn!

Jona kehrte um – er besann sich auf seinen Auftrag und der Fisch spie ihn aus. So wanderte Jona nach Ninive und predigte das, was der Herr ihm aufgetragen hatte.

Und genau davon spricht der Herr Jesus – von der Umkehr zu Gott. Er nannte die Pharisäer und Sadduzäer ein böses und ehebrecherisches Geschlecht – sie kannten die Schriften, aber hatten keine Beziehung zu Gott, denn sie verwarfen Jesus Christus.

Der Herr spricht von der Buße und Umkehr zu Gott und das können wir auch auf unser Leben übertragen. Denn wir alle waren in der Finsternis, manche mehr und manche weniger. Eine echte Bekehrung zum Herrn Jesus wird immer durch Buße zustande kommen. Es gibt echte Bekehrungen und folglich unechte – wenn jemand mir sagt, dass ihm Engel erschienen sind und Gott Liebeswellen durch ihn durchfahren lässt – dann frage ich mich, wo da die Buße, die Erkenntnis der Sünde und das Beten zum Herrn Jesus abgeblieben ist.

Wir sind von Gott getrennt und nur die ehrliche Sündenerkenntnis bringt dich zum echten Herrn Jesus – denn er hat all unsere Schuld am Kreuz auf Golgatha bezahlt – wir müssen nur umkehren von unseren verkehrten Wegen und ihm unsere Sünden bekennen – dann ist er treu und gerecht und wir bekommen all die Gnade von Gott, nach der wir uns so sehr sehnen – die Vergebung all unserer Sünden!

Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? - 1. Korinther 1,20 -

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