Matthäus 16,18-19

Dieser Absatz hat schon zu vielen Verwirrungen geführt. Allerdings gibt uns die Bibel selbst die Lösung dieses vermeintlich schwierigen Verses.

Das griechische Wort für Petrus lautet Petros.

Das griechische Wort für Felsen lautet Petra.

Sollte also Petrus der Felsen sein, müsste an der Stelle Petros stehen, allerdings steht dort Petra.

Und das würde auch keinen Sinn ergeben, denn einzig und alleine
Jesus Christus ist der Felsen, da er Gott ist.

Wer noch immer Zweifel hat, der kann sich die Psalmen durchlesen.

Psalm 18,32
Denn wer ist Gott außer dem Herrn, und wer ist ein Fels außer unserem Gott?

Psalm 28,1
Von David. Zu dir, Herr, rufe ich; mein Fels, wende dich nicht schweigend ab von mir, damit ich nicht denen gleich werde, die in die Grube hinabfahren, wenn du dich verstummend von mir abwendest!

Psalm 92,16
um zu verkünden, daß der Herr gerecht ist. Er ist mein Fels, und kein Unrecht ist an ihm!

Natürlich wusste der Apostel Petrus diese Tatsache und hat sie selbst frei verkündigt, als er festgenommen wurde und vor den Obersten Rechenschaft ablegen musste. Seine einzige „Straftat“ war, dass er das Evangelium verkündigte.

Apostelgeschichte 4,8-13
8 Da sprach Petrus, vom Heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von Israel,
9 wenn wir heute wegen der Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, durch wen er geheilt worden ist,
10 so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel bekanntgemacht, daß durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, daß dieser durch Ihn gesund vor euch steht.
11 Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verworfen wurde, der zum Eckstein geworden ist.
12 Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!
13 Als sie aber die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, daß sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich; und sie erkannten, daß sie mit Jesus gewesen waren.

Jesus Christus starb am Kreuz auf Golgatha für alle Menschen! Diejenigen, die an ihn glauben, erfahren die Vergebung der Sünden und bekommen die Bürgschaft für den Himmel. Alle anderen, die Jesus Christus ablehnen, werden in ihren Sünden sterben und den zweiten Tod erleiden (Hölle).

Der Mensch besitzt den freien Willen und kann sich dafür oder dagegen entscheiden.

In Matthäus 18,18 lesen wir, dass nicht nur Petrus alleine „binden und lösen“ konnte, sondern alle Apostel.

18 Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein.

Nach dem damaligen jüdischen Sprachgebrauch steht das „binden und lösen“ für die Gemeindezucht. Bei Fehlverhalten konnten Menschen aus der Gemeinde ausgeschlossen, aber nach erfolgter Buße auch wieder aufgenommen werden.

Die Apostel gründeten neue Gemeinden und setzten Älteste für die Leitung ein. Gerade in den neuen Evangelien lesen wir mit dem Apostel Paulus, dass viele Gemeinden Probleme hatten, oftmals stritten sich Menschen oder waren hochmütig. In den Briefen des Apostel Paulus kann man die Liebe erkennen, wie er mit Worten zu den Gemeindemitgliedern spricht und auf die Einheit des Christus pocht.

Die Gemeindezucht darf man daher nicht als Gewalt ansehen, sondern dass die Brüder und Schwestern sich um denjenigen bemühten und sich um ihn sorgten.

Segnet, die euch verfolgen; segnet und flucht nicht! - Römer 12,14 -

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.