Psalm 8,6

Psalm 8,5-10
5 Was ist der Mensch, daß du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, daß du auf ihn achtest?
6 Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt.
7 Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht; alles hast du unter seine Füße gelegt:
8 Schafe und Rinder allesamt, dazu auch die Tiere des Feldes;
9 die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was die Pfade der Meere durchzieht.
10 Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!

Als ich den Psalm zum ersten mal las, da verstand ich ihn noch nicht völlig. Erst im Hebräerbrief konnte ich mit der Hilfe des Apostel Paulus erkennen, was er bedeutet.

Hebräer 2
1 Darum sollten wir desto mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa abgleiten.
2 Denn wenn das durch Engel gesprochene Wort zuverlässig war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam den gerechten Lohn empfing,
3 wie wollen wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung mißachten? Diese wurde ja zuerst durch den Herrn verkündigt und ist uns dann von denen, die ihn gehört haben, bestätigt worden,
4 wobei Gott sein Zeugnis dazu gab mit Zeichen und Wundern und mancherlei Kraftwirkungen und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen.
5 Denn nicht Engeln hat er die zukünftige Welt, von der wir reden, unterstellt;
6 sondern an einer Stelle bezeugt jemand ausdrücklich und spricht: »Was ist der Mensch, daß du an ihn gedenkst, oder der Sohn des Menschen, daß du auf ihn achtest?
7 Du hast ihn ein wenig niedriger sein lassen als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände;
8 alles hast du seinen Füßen unterworfen.« Indem er ihm aber alles unterworfen hat, hat er nichts übriggelassen, das ihm nicht unterworfen wäre. Jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles unterworfen ist;
9 wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken.
10 Denn es war dem angemessen, um dessentwillen alles ist und durch den alles ist, da er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihres Heils durch Leiden zu vollenden.
11 Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. Aus diesem Grund schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen,
12 sondern spricht: »Ich will meinen Brüdern deinen Namen verkündigen; inmitten der Gemeinde will ich dir lobsingen!«
13 Und wiederum: »Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen«; und wiederum: »Siehe, ich und die Kinder, die mir Gott gegeben hat«.
14 Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel,
15 und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.
16 Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an.
17 Daher mußte er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen;
18 denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.

Im Hebräerbrief spricht der Apostel Paulus zuerst die Errettung durch den Glauben an Jesus Christus aus und ermahnt uns, diese Errettung nicht zu missachten. Anschließend bezieht er sich auf den Psalm 8,6 und zitiert aus ihm:

»Was ist der Mensch, daß du an ihn gedenkst, oder der Sohn des Menschen, daß du auf ihn achtest? Du hast ihn ein wenig niedriger sein lassen als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände; alles hast du seinen Füßen unterworfen.«

Er erklärt, dass alleine Jesus Christus ein wenig niedriger gemacht wurde als die Engel und zwar zu dem Zeitpunkt, als er den Tod am Kreuz auf Golgatha für die gesamte Menschheit erlitt. Der Vers ist da aber nicht zu Ende, sondern fährt weiter, dass derjenige, der erniedrigt wurde, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt wird.

Der Vers (das ist zumindest meine Meinung) ist deshalb vielleicht ein wenig schwer verständlich, weil er nicht dieselbe Zeit meint. Die Kreuzigung Jesu Christi passierte in der Vergangenheit, sein Wiederkommen als Herrscher der Welt und Friedensfürst, das wird noch geschehen.

Warum musste all das (Die Kreuzigung und Erniedrigung von Jesus Christus) geschehen? Damit wir, die Menschen, doch noch die Chance auf den Himmel bekommen. Denn durch das Blut Jesu Christi sind wir teilhaftig an dem geworden, der den Tod außer Kraft gesetzt hat. Der Teufel hat Adam und Eva getäuscht, damit wir unter das Gesetz fallen und in unseren Sünden sterben, um damit den ewigen Tod (Hölle) zu erleiden.

Durch den Glauben an Jesus Christus kann uns hier in dieser Welt nichts mehr passieren, sicher, unsere Körper können krank werden und irgendwann sterben wir alle. Das muss aber passieren, damit wir beim Herrn (oder nicht) sein können. Denn unsere fleischlichen Körper sind sündhaft und haben kein Anrecht, in den Himmel zu gelangen. Deshalb wird man, wenn man das Wort von Jesus Christus annimmt, auch wiedergeboren – man bekommt eine neue Natur geschenkt.

Wenn man jetzt sich den Vers aus dem Psalmen nochmal durchliest, erkennt man die Liebe und Gnade von unserem Herrn.

Psalm 8,5-10
5 Was ist der Mensch, daß du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, daß du auf ihn achtest?

Das ist nicht abwertend gemeint, aber Gott ist gegenüber unserer Existenz unglaublich und unfassbar.
Wie kleine Ameisen müssen wir ihm vorkommen, die auf der Erde herumwuseln. Und doch, kennt er jeden Menschen, nicht nur mit Namen, nein – er hat ihn geschaffen und gewollt. Jeder Mensch wird von Gott geliebt, weil es seine Schöpfung ist. Das Gott am Ende als Jesus Christus hier als Mensch aufwächst, das zeigt, wie groß seine Liebe gegenüber uns ist. Denn es war immer das Bestreben vom Herrn, uns zu erretten.

6 Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt.

Als Jesus Christus am Kreuz auf Golgatha hing, musste der Herr ihn für kurze Zeit verlassen, damit die Sünden der Menschheit über ihn kommen könnten. Er, der sündlos war, trug all unsere Sünden und das war der Moment, in dem er ein wenig niedriger als die Engel gemacht wurde. Die Auferstehung kam nach drei Tagen und am Pfingsten fuhr der Herr in den Himmel auf, nachdem viele Menschen Zeugnis von seiner Auferstehung geben konnten. Nun erfüllt sich der Satz, denn mit Macht und Ehre ist er jetzt gekrönt und diese Krone wird niemand ihm mehr nehmen können!

7 Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht; alles hast du unter seine Füße gelegt:
8 Schafe und Rinder allesamt, dazu auch die Tiere des Feldes;
9 die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was die Pfade der Meere durchzieht.
10 Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde!

Interessanterweise wird hier explizit nicht der Mensch angesprochen. Ich deute diesen Vers deshalb, dass er auf die Vergangenheit und Gegenwart anspricht, denn noch ist der Herr Jesus Christus nicht als Herrscher über die Menschheit auf Erden erschienen und noch erkennt die Welt den Herrn nicht als Sohn Gottes an.

Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, Amen!

Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus! - Philipper 4,7 -

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