Psychische Krankheit als Kind Gottes?

Psychisch krank – ein Tabu.

Du siehst mich. Bist mir immer nah.
Wenn mich die Menschen lächeln sehen, sehen sie dann, wie es in mir tief drinnen aussieht?

Die Krankheit, manchmal so stark, dass sie mir keine Luft zum Atmen gibt?
Du siehst mich. Vor dir muss ich keine Maske aufsetzen.
Du siehst mich. Und liebst mich. Ewiglich.

Als ich mich bekehrte, habe ich mich unbewusst so verhalten, wie ich glaubte, dass man es von mir erwarten würde. Auch habe ich einige Christen hier im Internet getroffen, die lehrten, dass man als echtes Kind Gottes nicht krank sein kann. Und schon gar nicht psychisch.

Dann muss etwas mit einem nicht stimmen. Man glaubt zu wenig oder ist gar nicht wirklich bekehrt.

Doch dank der Gnade Gottes durfte ich erkennen, dass eine psychische Erkrankung nichts anderes wie eine körperliche Erkrankung ist. Und wenn Gott etwas heilt, dann tut er es. Wenn die Heilung jedoch ausbleibt, hat er einen anderen Plan im Sinn für einen. Und dieser Gedanke trägt mich, tröstet mich über so viele schwere, dunkle Stunden hinweg.

Es ist mir ein Bedürfnis, über die Krankheit zu schreiben (u.a. in einem neu erstellten Youtube Kanal), weil in unserer heutigen Gesellschaft das leider noch immer als Tabu angesehen wird. Und auch in den christlichen Kreisen stoße ich auf Unverständnis – oft nicht böswillig gemeint, sondern einfach aus Unsicherheit.

Ich möchte dir, wenn du psychisch krank bist, auch Mut machen, darüber zu sprechen, so offen wie dir das möglich ist. Die ermutigsten Zeugnisse habe ich von Menschen gehört, die schwer krank waren. Von daher denk immer daran: Gott hat einen Plan für dich, einen perfekten Plan.

Er liebt dich!

Kristina