Diabetes Diagnose – wie geht es weiter?

Diabetes Diagnose - wie geht es weiter?

Vor einigen Wochen war ich beim Arzt, um die Blutwerte testen zu lassen. Ich habe ja seit 2019 mit Erschöpfung zu kämpfen, wodurch ich den Laufsport auch nicht mehr ausüben konnte. Da ich leider immer noch mit depressiven Episoden zu kämpfen habe, habe ich das selbst lange Zeit auf die Psyche geschoben. Doch 2020 wollte ich das endlich mal überprüfen lassen. Der Arzt rief mich nach der Untersuchung nach ein paar Tagen an und teilte mir mit, dass ich Diabetes habe.

Wenn ich sagen würde, dass mich das überrascht, würde ich lügen. Schon seit einiger Zeit kämpfe ich gegen das Gewicht an. Als Jugendliche war ich magersüchtig und dann als Erwachsene sportsüchtig und jetzt ist sozusagen alles umgedreht. Das Thema Essen war schon immer schwierig für mich gewesen. Aber leider wird man als extrem Schlanke eher toleriert als extrem übergewichtige.

Mit dem Diabetes ist nicht zu spaßen. Ich bin Gott dankbar, dass ich nicht spritzen muss, sondern erstmal nur Tabletten nehmen muss. Die Erschöpfung hat mich 2019 von meinem Werdegang endlich wieder Normalgewicht zu erreichen leider davon abgehalten. Ich nehme jetzt noch zusätzlich vom Arzt verschrieben Vitamin B12 Tabletten und habe den Eindruck, dass mir das hilft.

So konnte ich die Tage wieder leichten Sport machen und auch wieder die Freude, sich ein wenig verausgabt zu haben, empfinden. Sport war immer etwas, was mir Spaß gemacht hat. Und vor allem in der Natur einfach unterwegs sein zu können, half mir, aus der Depression raus zu kommen.

Diabetes soll ein Weckruf für mich sein und ein Ansporn

Eine Essstörung ist allerdings nichts, was ich auf die leichte Schulter nehmen darf. Schon zu oft habe ich Versuche gestartet, erste Erfolge gefeiert und dann – kam die berüchtigte Wand, an der nix mehr ging. Ich möchte jetzt in dieser Zeit vor allem lernen, barmherzig mit mir selbst zu sein und nicht in Selbsthass zu verfallen.

Ich sag es nämlich mal ganz offen raus. Nein, ich mag mich nicht, wie ich aussehe. Definitiv nicht.

Jedes Foto, welches von mir geschossen wurde, habe ich mit Abscheu betrachtet. Vor allem, weil ich früher schlank und sportlich war und jetzt so ganz anders aussehe. Das ist nunmal die Wahrheit, die ich so über mich empfinde. Als ein Bruder mich vor einiger Zeit fragte, ob ich mich selbst lieben würde, verneinte ich das.

Dabei sieht Gott uns anders an.

Diabetes Diagnose - wie geht es weiter?

Ein Kind des Herrn – geliebt und wunderbar gemacht!

Ich bin ein Kind des Herrn und wenn du an Jesus Christus glaubst, bist du auch eines. Wir sind geliebt und wunderbar gemacht. Und jeder von uns hat mit Höhen und Tiefen im Leben zu kämpfen. Manche mehr, manche weniger.

Wenn ich mich selbst ablehne, dann werde ich verbittert und gehe unbarmherzig mit mir um. Wie z.b. dass ich mich plötzlich in den Sport hineinstürze, es übertreibe, mich verletze. Alles schon geschehen. Oder ich hungere, weil ich unbedingt schnell abnehmen will. Alles nicht gesund.

Der Diabetes ist da und ich werde jetzt auf eine längere Reise mit ihm gehen. Denn den dicken Bauch kann ich nicht in ein paar Wochen verkleinern. Wär schön. Ist aber unrealistisch. Ich bete verstärkt, dass der Herr mich gut leiten wird und ernähre mich jetzt gesünder. Schritt für Schritt. Langsam und bedächtig, aber es geht vorwärts.

Gerade Gott auch für die kleinen Erfolge zu danken, finde ich so wichtig. Wir wollen immer nur das große Ziel (in meinem Fall Normalgewicht) erreichen. Aber ich vergesse dann oft die Zwischenziele und bin mir gegenüber selbst sehr ungeduldig. Ich möchte auf den Herrn schauen und auf sein Wort. Das gibt mir Kraft. Dieser Text hier zu schreiben, fiel mir wirklich nicht leicht. Aber ich möchte ehrlich mit euch sein. Lasst uns füreinander mehr beten. Wenn ihr ein Gebetsanliegen teilen möchtet, schreibt mir gerne eine Email oder eine Nachricht auf der Facebookseite.

Der Herr segne euch alle!

Kristina

Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre; der Fels meiner Stärke, meine Zuflucht ist in Gott. - Psalm 62,8 -

2 Kommentare

  1. Ana Neufeld
    6. Juli 2020
    Antworten

    Liebe Kristina, das tut mir aber leid das du diabetis hast, Aber ich wundere has du einmal gehört von keto diet?meine freundin ihr mann war auch uebergewichtich, und war pre-diabetic sein zukerspiegel ging ueber 400, so sie fuhren zum artz und so wollte der artz auch gleich spritzen u Pillen verschreiben, aber ihr mann wollte das nicht! Da stoeberte ihr Sohn Im internet herum ich denke Pinterest, und er fand die keto diet da und sie gaben es gleich einen shot, und die frau sagte mir kuerzlich das ihr mann seine Blutzuker diagnose normal sind, so, ich weisz nich ob es was ist das möchte helfen fuer dich, ich selber habe kuerzlich die keto diet ausprobiert, weil ich immer auch probleme habe mit uebergewicht, und habe 32 Pfund verloren das ist fuer mich soweit die wirksamste diet. Ich habe einfach blosz in Pinterest gesucht und befolgt was sie da nämlich essen können, es war nicht einfach all meine brot und zuker angewohnheiten abzusagen. Aber ich habe Gott gebeten um hilfe und fuerung, und er hat’s getan, ihm die ehre dafuer. Und ich hoffe und glaube das auch du Wirst finden was er fuer dich bereit hat, Herzlichen Dank fuer deine beitraege hier Liebe Schwester in dem Herrn Jesus. und entschuldigen Sie mein Deutsch ist nicht sehr richtig und gut, weil ich das so woenig schreibe.

    • Kristina
      9. Juli 2020

      Liebe Ana, ja ich kenne diese Ernährungsform, finde sie für mich persönlich aber zu radikal, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass man das auf dauer durchhalten kann. Das ist dann eine Radikaldiät, aus der man irgendwann ausbricht, weil sie zu heftig ist.. Auch ist eben das Problem, dass ich eine Essstörung habe, die ich nicht einfach so abstellen kann. Mir ist wichtig, dass ich für mich eine gesunde Ernährungsform finde, die für mich keine Qual ist und wo ich gesunde Nahrung zu mir nehme, die mir schmeckt. Das geht gerade so Schritt für Schritt. Und Sport ist natürlich auch wichtig. Liebe Grüße Kristina

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