Spaltungen in einer Gemeinschaft – manchmal notwendig.

Spaltungen in einer Gemeinschaft - manchmal notwendig.

Als wir uns vorletzten Sonntag trafen – meine kleine Christengemeinschaft und ich – beteten wir, dass der Herr uns vor Spaltungen bewahren möge, aber auch, dass er Störenfriede aus unserer Gemeinschaft hinaustun würde.

Das das so schnell geschehen würde, damit hätte ich nicht gerechnet. Gewundert habe ich mich letztendlich aber dann auch nicht. Vor der Intensität dieser Spaltung und der Bösartigkeit war ich dann aber doch überrascht.

Geschwistern die Fähigkeit abzusprechen, dass sie einen Hauskreis leiten könnten, empfand ich als bodenlose Frechheit. Vor allem, weil derjenige sich damit brüstete, mehr zu wissen, als diese Geschwister. Was dahingestellt ist.

Am schlimmsten war das hintenrum Gerede und das vor vollendete Tatsachen gestellte Geschriebene. Die Krönung des Ganzen war noch, dann anderen Geschwistern mit einem Bibelvers vorzuwerfen, dass sie keine Kinder Gottes sind. Deswegen diskutiere ich auch nicht mehr mit Bibelversen. Wer Verse als Waffe gegenüber anderen Geschwistern einsetzt, sollte lieber erstmal an seinem Balken im Auge arbeiten, als zu versuchen, den Splitter beim anderen herauszuziehen.

So oder so.

Die Spaltung war da. Der Schaden angerichtet. Und bei den Geschwistern, denen wirklich gemeine Sachen vorgeworfen wurde, die Trauer und Verzweiflung groß.

Glücklicherweise habe ich davon nur wenig mitbekommen und nur die letzten Auswirkungen in der Chatgruppe gelesen. Später telefonierte ich und konnte meiner Glaubensschwester versichern, dass ich selbstverständlich noch mit ihr reden würde. Warum auch nicht? Ich hatte mich am Montag mit ihr getroffen und wir hatten eine wunderbar gesegnete Zeit zusammen. Warum sollte ich dann auf jemanden hören, der mir eher einen hartherzigen und lieblosen Eindruck vermittelte?

Spaltungen vom Feind richten immer seelischen Schaden an!

Um eins mal klarzustellen: Ich habe es satt, dass manche Menschen versuchen, andere zu manipulieren, indem sie schlecht über andere sprechen! Ich habe schon vor längerer Zeit beschlossen, auf solches Gerede nicht mehr zu hören und mir eine eigene Meinung zu bilden. Das schließt übrigens auch tatsächlich die Politik mit ein. Ich prüfe nach und will mich umfassend informieren, anstatt einer Person zuzuhören und sie irgendwann auf einen Sockel zu stellen.

Gehöre ich zu Christus oder zu einem Menschen?

Bin ich in der Liebe des Herrn, wenn ich Menschen manipuliere und auf meine Seite ziehe? Oder diene ich da gerade jemand anderen?

Die Wahrheit kommt am Ende immer raus, wenn ich das will. Manche Geschwister lassen sich aber von den Lügen der Menschen manchmal viel zu lange einlullen, dass sie am Ende nur noch ihnen zuhören und vergessen, dass ihr Herr Jesus heißt. Dabei liegt es an mir, die Wahrheit herauszufinden. Das bedeutet, ich muss prüfen wollen. Und wenn ich das tue und zum Herrn bete, wird er mir die Wahrheit zeigen!

Spaltungen in einer Gemeinschaft - manchmal notwendig.

Die Frucht des Geistes aber ist
Liebe, Freude, Friede, Langmut,
Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut,
Selbstbeherrschung.
– Galater 5,22 –

Das sind die Früchte des Geistes. Und glaubt mir, ich bringe diese auch nicht oft. Und schon gar nicht 24/7. Das ist auch der Glaubensweg eines jeden Christen. Wir wachsen im Glauben. Und wenn wir erkannt haben, dass wir lieblos gegenüber jemandem waren, dann ist schon viel gewonnen.

Und am Abend erlebten wir ein friedliches Beisammensein

Spaltungen sind nie schön. Aber manchmal sind sie notwendig. Und der Feind schläft auch nicht. Gerade jetzt in dieser Zeit, wo das antichristliche Reich am Entstehen ist und wir uns auch versammeln, um das letzte bisschen an Normalität zu genießen, müssen wir wachsam sein.

Und beten. Vor allem beten.

Ich bin noch sehr neu in dieser Gruppe und lerne die anderen erst kennen. Wir saßen am Abend zu 5. an einem Tisch und besprachen, was uns bei einem Hauskreis wichtig ist. Was ich besonders schön fand war, das Wertschätzen des Anderen gegenüber. Dazu gehört auch, dass wir uns nicht über kleinliche Dinge wie Nestle Aland oder Textus Receptus Text streiten wollen. Es gibt wichtigere Dinge hier auf der Erde. Zum Beispiel sich auf das Kommende vorzubereiten und das Evangelium zu verbreiten solange wir das noch können. Ich bin dem Herrn dankbar, zu wissen, dass ich jetzt Geschwister an meiner Seite habe (und wir beten, dass es noch mehr werden!), die mir in jeder Situation zur Seite stehen werden!

Kristina

Wer Kontakt zu anderen Geschwistern haben möchte, die ebenso kritisch über diese Pandemiesituation denken, möge sich bitte an Birgit Tscharntke wenden (Link). Wer hier in Kiel und Umgebung wohnt und Kontakte sucht, kann mir gerne schreiben. Ich leite euch dann an die Hauptansprechpartner weiter.

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; wir wollen uns freuen und fröhlich sein in ihm! - Psalm 118,24 -

4 Kommentare

  1. Kedvesle
    11. Februar 2021
    Antworten

    Danke erstmal für deine Antwort. Hat mich sehr gefreut.

    Mein Mann und ich stehen beide im vollsten Vertrauen zu Gott. Jeder von uns spricht ständig mit ihm und ER zeigt uns auch ständig den richtigen Weg. Das ist natürlich eine besonders glückliche Fügung.

    Wenn ich allein leben würde, würde ich mich vielleicht beschränken auf wenige Menschen, die Christen sind, mit denen ich über alles reden, von denen ich lernen könnte und denen ich vertraue.

    Nach Überlegung muss ich jetzt jedoch eine große Einschränkung machen. Ich bin 71 Jahre alt und habe manche Erfahrungen mit Menschen gemacht, das Ergebnis davon ist, dass ich keiner Gemeinde beitreten würde. Mein vollstes Verständnis habe ich für junge Menschen, die die Hoffnung nicht aufgegeben haben, ihresgleichen zu begegnen. Also ist man auf der Suche nach Menschen, die zu einem passen. Anders geht es ja auch nicht!! Nur Vorsicht, wem man vertraut, das wäre schon gut. Vielleicht erspart man sich so manche Enttäuschung.

    Ich bin so froh, Kris, deine Beiträge und Videos entdeckt zu haben. Ist natürlich kein Zufall. Du bist eine echte Bereicherung für meinen Mann und mich. Liebe Grüße

    • Kristina
      12. Februar 2021

      Das freut mich natürlich sehr, dass dir meine Videos weiterhelfen. Aber das wichtigste ist immer die Beziehung zum Herrn, wie du ja auch geschrieben hast. Menschen können sich irren oder enttäuschen. Allerdings würde ich eine Gemeinde nicht über einen Kamm scheren. Doch die Zeiten haben sich auch geändert. Jetzt eine Gemeinde zu finden, die sich nicht dem antichristlichen Geist unterworfen hat, ist fast aussichtslos. Von daher ist es – wie du schreibst – wichtig im Wort Gottes zu bleiben, zu beten und sich von ihm leiten zu lassen. Liebe Grüße Kris

  2. kedvesle
    9. Februar 2021
    Antworten

    Stelle eben fest, dass ich meinen heutigen Kommentar an nicht gewollter Stelle einsetzte. Hier ist er richtig:

    Du bist meine Gedankenfreundin. Ich weiß, was du weißt. Deswegen werde ich nie einer Gemeinde beitreten, auch nicht einer christlichen. Wo Menschen sind, schleicht sich der Satan ein. Mir reichen schon die Wichtigtuer, Neidhammel und die, mit denen man über nichts anderes reden kann, als das, was nicht über ihre Nasenspitze hinausreicht.
    Ich spreche jeden Tag ganz oft mit Gott, danke ihm und, wenn nötig, bitte ihn um Rat und Hilfe. Gemeinde-Menschen brauche ich nicht zu meinem Glück.

    • Kristina
      9. Februar 2021

      Ich würde die Gemeinde nicht verteufeln und das habe ich in meinem Beitrag auch nicht getan! Die Gemeinde hat Gott geschaffen, damit wir Gemeinschaft haben. Aber jetzt in dieser letzten Zeit wird eben auch deutlich, welche Gemeinde sich unter den antichristlichen Geist beugt und welche nicht. Und das sind leider sehr wenige Gemeinden auf der Welt. Von daher ist es wichtig, Geschwister zu haben, mit denen man sich austauschen kann. Liebe Grüße Kris

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