Was bedeutet die Taufe eigentlich?

Lieber Leser!

Am kommenden Sonntag gibt es wieder eine Taufe am Wittensee. Diesmal haben wir 4 Täuflinge, die sich dazu entschieden haben, vor der Welt ein Zeugnis ihres Glaubens abzulegen.

Man könnte meinen, dass das Taufen nichts besonderes ist und keinerlei Fragen bedarf, aber das ist nicht wahr. In Wahrheit wird seit langem darüber gestritten, was die „richtige“ Taufe ist und was das Taufen eigentlich bedeutet.

Ich glaube an die Bibel und deshalb möchte ich zwei Fragen anhand Gottes Wort untersuchen.

  • Sollen Babys getauft werden?

Die Babytaufe ist recht modern geworden und selbst nichtgläubige Menschen lassen ihre Säuglinge in der Kirche taufen, weil sie glauben, dass ihr Kind dadurch einen besonderen Segen erhält. Aber ist das biblisch zu begründen?

Lesen wir mal

  • Apostelgeschichte 2,41
    Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3 000 Seelen hinzugetan.

Es gibt viele Stellen in der Bibel, wo Menschen zum Glauben kamen und sich taufen ließen. Nirgendwo wird von Babys berichtet, die getauft werden. Das ist auch nur logisch, weil ein Baby sich nicht zu Jesus Christus bekennen kann.

Obwohl ich fest glaube, dass Kinder einen besonderen Schutz des Herrn genießen und dass sie auch ohne Willensbekundung bei ihrem Tod in den Himmel kommen (aber das ist ein weiteres Thema), ist die Babytaufe im biblischen Sinne nichts wert.

Das beste Beispiel sehe ich an mir – ich wurde als Baby getauft, als Jugendliche sogar konfirmiert, aber all das half mir nicht weiter. Erst als ich als Erwachsene mich zu Jesus bekehrte, bekam ich das ewige Leben.

Es ist eben so, dass der Mensch nach Gott suchen und sich zum Herrn bekennen muss, damit er durch Glauben gerettet werden kann.

Eine weitere Frage lautet:

  • Bin ich erst dann gerettet, wenn ich mich habe taufen lassen?

Ich habe schon einige Menschen getroffen, die steif und fest behauptet haben, dass man erst nach der Taufe ein echtes Kind Gottes ist. Aber wir sollen nicht auf Menschenworte hören, sondern auf das, was uns das Wort Gottes dazu sagt:

  • Markus 16,16
    Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

Wenn ich bei der ersten Hälfte dieses Verses stehenbleiben würde, dann könnte man tatsächlich den Eindruck gewinnen, dass die Taufe heilsentscheidend ist. Doch wie so oft, müssen wir den ganzen Vers betrachten. Es steht dort deutlich, dass wer nicht glaubt, verdammt wird.

Es steht dort nicht, dass wer nicht glaubt und getauft wird, wird verdammt werden!

Die Taufe ist nicht heilsentscheidend. Sonst wäre unser Glaube ein Werksglaube und würde sich nicht von den Weltreligionen unterscheiden. Nur mal angenommen, jemand bekehrt sich am Abend zu Jesus Christus und stirbt in der Nacht an einem Herzinfarkt.

Glaubt ein wiedergeborener Christ wirklich, dass Gott diesen Menschen in die Hölle schickt, nur weil er sich nicht hat taufen lassen?

Was schrieb der Apostel Paulus über unseren Glauben:

  • Römer 8, 37-39
    37 Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Und darin unterscheidet sich der christliche Glaube von allen Religionen dieser Welt.

Alleine der Glaube an das ewige Opfer von Jesus Christus rettet vor der ewigen Verdammnis. Dabei ist es egal, ob man sich eine Minute vor dem Tod bekehrt hat oder 30 Jahre.

Doch nur in diesem Leben kann man die Weichen für das ewige Leben stellen. Wer Jesus zu Lebzeiten ablehnt, kann in der Ewigkeit sich nicht mehr umentscheiden.

Die Taufe ist ein Zeugnis für die Öffentlichkeit, für die Gemeinde und ein Bekenntnis zu Gott. Sie ist gut und wichtig im Leben eines Christen, aber sie entscheidet nicht über das Heil!

Die Gnade des allmächtigen Gottes möge dich leiten.

Kristina Bode

Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden! - Matth. 5,4 -

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