Brief an die Geschwister – Die Gnade Gottes ist unbegreifbar!

Liebe Geschwister!

In unserem Hauskreis haben wir darüber gesprochen, wie wenig Zeit wir für das Gebet aufbringen. In der Tat könnte ich meine Gebetszeit locker verdreifachen und würde noch immer jede Menge Zeit am Tag übrig haben.

Darum gewöhne ich mir langsam an, den gesamten Tag über Gott für alles mögliche zu danken und ihm zu bitten, dass er mir den rechten Weg weist für den Tag.

Eine Geschichte dazu, die mir gestern passiert ist.

Ich wollte zum Strand fahren und surfen gehen. Weil gestern laut einer Zeitung der letzte warme Tag des Jahres war, hatten gefühlte 100 Leute dieselbe Idee. Kurzum, der Bus war rappelvoll, als ich ihn bestieg. Leider habe ich keine gute Konstitution und mir wird schnell schwindelig, wenn ich bei warmen Temperaturen stehen muss. So betete ich zum Herrn und bat ihn, dass er mich vor der Ohnmacht bewahren möge. Kurze Zeit darauf wurde ein Platz frei und ich konnte mich setzen.

Ich dankte dem Herrn dafür.

Der Bus näherte sich meiner Haltestelle, aber eigentlich musste ich die nächste aussteigen. Da diese sich in einem anderen Ort befindet, hätte ich extra zahlen müssen, denn meine Monatskarte galt nur für diesen Bereich. Ein böser Gedanke kam mir in den Kopf. Ich hätte ja stumm sitzenbleiben können. Aber das kam für mich nicht in Frage.

Ich betete wieder zu Gott und sagte ihm, dass ich von seiner Gnade abhängig sein möchte. Ob der Busfahrer mich jetzt diese Station kostenlos mitnimmt oder ich zahlen muss, beides wäre gut, weil beim Herrn alle Dinge für mich zum Besten dienen.

Der Busfahrer nahm mich die eine Haltestelle kostenlos mit – ich dankte dem Herrn.

Da das die Endhaltestelle ist, passiert es oft, dass die Busfahrer einen bis dahin mitnehmen. Aber das geschieht eben nicht immer. Auf der Rückfahrt musste ich für die Haltestelle extra zahlen. Früher hätte ich mich darüber geärgert, aber diesmal nicht. Denn ich bin abhängig von der Gnade des Herrn. Und das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass alles was ich mir erbete, geschieht.

Es muss nicht bedeuten, dass es mir immer gesundheitlich gut geht oder dass mir nie was Schlechtes passiert. Von Gottes Gnade abhängig zu sein, bedeutet dass ich meinem Herrn in allen Dingen vertraue. Er hält die Fäden in der Hand und wird mich sicher durchs Leben leiten. Ich habe diese Geschichte nicht niedergeschrieben, um zu zeigen, wie fromm ich bin! Im Gegenteil!

Ich möchte Gott immer mehr vertrauen, auch in schwierigen Situationen und davon gab es einige in meinem Leben. Jedoch habe ich gemerkt, wenn ich etwas tue ohne Gott nach seinem Willen zu fragen, dann kann es passieren, dass all meine Pläne zusammenfallen. Weil ich meinen Willen getan habe und Gott nicht die Ehre gegeben habe, die ihm gebührt.

Lass dich abhängig machen von der Gnade Gottes. Nur der Herr kann dich durchs Leben leiten und alle Dinge die dir geschehen – mögen sie aus deiner Sicht schlimm und unnötig sein – dienen dir zum Besten.

Die Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben mit unvergänglicher Liebe! Amen.

Kristina Bode

So habt auch ihr nun Traurigkeit; ich werde euch aber wiedersehen, und dann wird euer Herz sich freuen, und niemand soll eure Freude von euch nehmen. - Johannes 16,22 -

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