Brief an die Geschwister – Zur Ruhe kommen

27. Juli 2017 at 08:44

Liebe Geschwister!

Unsere heutige Welt bietet auf vielerlei Art und Weise unglaubliche Möglichkeiten sich zu entfalten und engagieren. Ja, sie ist wirklich noch nie so reichhaltig gewesen wie heute. Das digitale Zeitalter bietet uns die Chance, mit Menschen zu kommunizieren, die wir im Leben nie getroffen hätten.

Wir können uns nicht nur mit Briefen verständigen, sondern in Echtzeit mittels Smartphone und einem Kommunikationsprogramm. Mittels Emails versenden wir digitale Briefe in alle Welt und in sekundenschnelle treffen diese beim Empfänger ein.

Ja, es sind wirklich aufregende Zeiten, in denen wir leben.

Aber diese bieten nicht nur positives, sondern auch Fallen, in die wir ganz leicht tappen können.

  • Die ständige Erreichbarkeit hat die Auswirkung, dass Andere von uns erwarten könnten, dass wir sofort ihre Emails/Nachrichten beantworten.
  • Man kommuniziert heute oft nicht mehr tiefgründig, sondern schnell und direkt.
  • Das Handy bleibt angeschaltet, selbst Nachts.
  • Manche bekommen Angst, etwas Wichtiges zu verpassen, wenn sie nicht ständig auf dem Laufenden sind.
  • Das Internet bietet eine Fülle an Informationen, die quasi ungefiltert vom Konsumenten aufgenommen werden – darunter sind aber nicht selten falsche Informationen, deren Wahrheitsgehalt durch recherchieren nicht bewiesen werden kann. Es ist eine große Gefahr, alle Informationen gleich als wahr anzunehmen.
  • Das Recherchieren nach der Wahrheit kann viel Zeit und Nerven in Anspruch nehmen – es ist mitunter fast unmöglich, eine Information auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
  • Es gibt viele unseriöse Webseiten im Internet, die den Verbrauchern Produkte aufschwatzen wollen und angeblich Wunderheilungen in Aussicht stellen – natürlich zu einem Wucherpreis.

Diese Auswirkungen gab es mit Sicherheit auch vor dem digitalen Zeitalter. Man stelle sich die Jahrmarkt Schreier vor, die ein Wundermittel für den Haarausfall anpriesen (und die schnell genug in die nächste Stadt zogen, um von den getäuschten Kunden sicher zu sein und die nächsten Kunden wieder hinters Licht zu führen.)

Jedoch hat dieses Zeitalter eine Welle an Informationsmöglichkeiten hervorgebracht und viele Menschen verbringen Stunden damit, auf den verschiedensten Webseiten zu surfen und dort die Nachrichten oder Beiträge zu lesen. Ich will das nicht schlecht reden, schließlich ist dies auch ein Beitrag auf einer Webseite.

Aber als Christ ist es gut, manchmal den Flugmodus beim Handy einzuschalten und den Rechner auszuschalten und die Bibel zu lesen.

Denn das Wort Gottes kennt unsere Sorgen und Nöten, selbst damals haben die Menschen nicht anders gehandelt als heute.

Die Geschichte von Maria und Martha ist ein gutes Beispiel. Lukas 10,38-42.

Martha und Maria
Es begab sich aber, als sie weiterreisten, dass er in ein gewisses Dorf kam; und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus.
Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu. Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, dass mich meine Schwester allein dienen lässt?
Sage ihr doch, dass sie mir hilft! Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles; eines aber ist Not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!

Als ich diese Geschichte zum ersten Mal las, habe ich überhaupt nicht begriffen, warum Martha von Jesus so „abgespeist“ wurde. Schließlich war sie es doch, die arbeitete und Maria saß einfach auf dem Boden und rührte sich nicht.

Anstatt ihrer Schwester zu helfen, hörte sie Jesus zu.

Der Fall scheint klar, aber Gott sieht das anders.

Martha war viel zu beschäftigt, es allen Recht zu machen, dass sie Jesus nicht zuhörte. Sie kümmerte sich um ihre Dinge, die ihr viel wichtiger waren, als dem Herrn zuzuhören. Maria hingegen erkannte, dass Jesus eben kein gewöhnlicher Mensch war, sondern Gott persönlich und das, was er zu sagen hatte, war viel wichtiger, als sich um Geschirr zu kümmern.

Diese Geschichte aus der Bibel zeigt uns, dass wir alle mal Maria und mal Martha sind. Diese Begebenheit lehrt mich, immer wieder mal inne zu halten und zum Herrn zu beten.

Die Sorgen dieser Welt können manchmal sehr bedrückend sein und manchmal schiebe ich regelrecht Panik, wenn etwas auftaucht, womit ich nicht gerechnet habe und was mich sehr belastet. Dann fällt es mir schwer, zur Ruhe zu kommen und die Sorgen werden in meinem Herzen groß. Sie nehmen dann den Raum ein, den ich eigentlich für den Herrn reserviert habe.

Dann muss ich inne halten und beten.

Das Beten hilft mir, mich wieder auf das zu fokussieren, was wichtig ist.

Gott!

Ich bin ein Kind Gottes geworden und er hat mir durch sein Wort versprochen, dass er mich durch diese Weltzeit leiten wird. Auch sagt die Bibel deutlich, dass ich mir keinerlei Sorgen machen muss, denn der Herr wird für mich sorgen.

Der Feind Gottes will uns jeden Tag, jede Minute verunsichern und uns knechten möchte, indem er ein Hamsterrad aufstellt und wir sinngemäß einsteigen und anfangen los zu rennen. Indem er uns die Sorgen mittels Gedanken einflüstert und sie größer macht, als sie eigentlich sind. Wobei es auch große Nöte unter den Christen gibt, das will ich nicht kleinreden. Aber selbst die größte Not wird der Herr überwinden!

Es ist gut, auch in der Gemeindearbeit manchmal nein zu sagen und nicht sofort alles zu übernehmen, was uns aufgetragen wird. In der Gemeinde mitzuarbeiten ist ein Segen, aber nicht wenige Geschwister haben aufgehört, Maria zu sein und opfern sich wie Martha nur noch für die Arbeit auf.

Dabei ist es menschlich, Grenzen zu haben.

Und im Gebet den Herrn zu fragen, ob diese oder jene Arbeit für uns ist, kann nie verkehrt sein.

Durchs Gebet erkenne ich, dass der Herr die Hand über mich hält und dass er mir nichts zu Tragen gibt, was ich nicht tragen könnte. Durch manche Begebenheiten lässt er mich gehen, damit ich im Glauben und im Vertrauen zu ihm wachsen kann.

Darum geht es nicht allen Christen gut, nicht alle Christen sind gesund und manche von ihnen haben einen großen Leidensweg im Leben zu gehen. Die Geschichte Hiob ist ein gutes Beispiel von einem Mann, dem alles genommen wurde, aber der am Ende alles doppelt und dreifach als Segen zurückbekam.

Wir Christen leben in einer schnelllebigen Zeit. Es tut uns daher gut, auch mal nicht erreichbar zu sein. Die Mail mal nicht sofort zu beantworten, sondern darüber zu beten und dem Herrn für unser Leben zu danken. Das tue ich viel zu selten.

Ich bin dankbar, für das moderne Leben und dankbar, ein warmes Zuhause zu besitzen. Aber wie Maria und Martha, lasse ich mich manchmal verunsichern und in Panik verfallen. Dann wird Gott in meinen Augen plötzlich klein, was natürlich vollkommener Blödsinn ist. Denn der Herr ist allmächtig und es ist meine verzerrte Wahrnehmung, was mich an ihn zweifeln lässt.

Ein Christ ist auch nur ein Mensch, manche sind im Glauben stärker als andere, aber jeder kennt die Krisen, durch die er gehen musste, um zu erkennen, wir groß und herrlich der Herr ist.

Lasst uns dem Herrn danken für alles im Leben!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen

Erliebtdich sucht Mitschreiber!

6. Juli 2017 at 16:05

Lieber Leser!

Erliebtdich.de wird im August 2017 4 Jahre alt. So lange ist es schon her, dass diese Webseite gegründet wurde. Angefangen habe ich diese Webseite, um den Menschen von Jesus zu erzählen und Gottes Wort zu verbreiten. Aus den ersten anfänglichen unregelmäßigen und unstrukturierten Artikeln, wurde im Verlauf der Jahre eine Webseite, für die ich dem Herrn so dankbar bin.

Ich habe eine Vision, von einem Portal, welches wächst und noch breiter aufgestellt ist, so dass man noch mehr Menschen anspricht. Aber dafür brauche ich Mithilfe und Gebet.

Bevor ich aber tiefer ins Detail gehe, möchte ich den Gedanken hinter dieser Webseite darlegen und welche Philosophie dahinter steckt:

Der Gedanke hinter Erliebtdich.de:

Diese Webseite spricht mehrere Gruppen an. Diejenigen, die schon bekehrt sind und für ihr christliches Leben Input suchen. Diejenigen, die Gott schon etwas kennen, aber noch keine persönliche Beziehung zu ihm haben und diejenigen, die von Gott und Jesus noch nichts hören möchten.

Dadurch unterscheiden sich auch die Beiträge. Geschwistern muss ich nicht erzählen, warum Jesus am Kreuz starb, das setze ich voraus. Darum ist es sehr wichtig, dass aus dem Beitrag gleich am Anfang hervorgehen muss, an wen ich schreibe. Deswegen werden Geschwister anders angesprochen als Nichtgläubige.

Sola Scriptura: Diese Webseite nimmt alleine den Maßstab der Bibel für sich in Anspruch. Nur Gottes Wort zählt, keine Schriften von selbsternannten Propheten, keine verfassten Gesetze von der katholischen Kirche. Auch die Apokryphen werden abgelehnt, da diese von den Juden niemals zu den Schriften der Bibel gezählt wurden.

Allein die Schrift, allein das Wort: Darum lehnt Erliebtdich.de auch jegliche fremde Lehre ab. Seien es die Lehren der katholischen Kirche, die der Adventisten, Zeugen Jehovas oder die Lehren der charismatisch- und pfingstlichen Strömungen. Wer hier mitarbeiten möchte, verpflichtet sich dazu, diese Lehren nicht in den Beiträgen einzubringen. Damit kommen wir aber zum wichtigsten Punkt:

Wahrheit in Liebe, niemals Wahrheit ohne Liebe verkünden: Erliebtdich.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden in Liebe anzusprechen, dabei aber die Wahrheit nicht unter den Tisch fallen zu lassen oder durch bedeutungsschwangere Worte diese abzuschwächen. Nur das Kreuz rettet und wer Jesus als Gott ablehnt, ist verloren und kommt ins Gericht. Allerdings ist es mir ein Anliegen, jedem mit Liebe zu begegnen.
Es ist daher sehr wichtig, wie man den Beitrag formuliert. Eben habe ich geschrieben, welche Lehren ich ablehne, aber es ist wichtig zu trennen. Und zwar die Lehre von den Menschen. Ich kenne einige charismatischen Geschwister, die ich sehr liebe, weil sie wirklich brennen für das Wort des Herrn. Darum ist es von fundamentaler Bedeutung, die Menschen so zu behandeln, wie Jesus sie behandelt hat.
Gott zeigt uns jeden Tag seine tiefe Liebe. Lassen wir die Menschen die Liebe des Herrn Jesus zukommen, nur so können wir ein gutes Zeugnis für den Herrn sein!

Es ist immer eine Frage der Formulierung, wie die mir gegenübersitzende Person reagiert. Es ist wichtig, sich das immer wieder klar zu machen, dass viele fremde Menschen den Beitrag lesen. Jeder Beitrag soll ein Zeugnis des Herrn sein und ihm zur Ehre dienen. Wenn wir den Menschen mit Härte und Arroganz begegnen, verunehren wir den Herrn damit.

Darum sollen die Beiträge gut geschrieben und das Thema wohl überdacht sein.

Erliebtdich.de sucht:

Zeugnisserzähler: Ich möchte eine neue Rubrik eröffnen, wo Christen von ihrer Bekehrung berichten. Dafür brauche ich Menschen, die ihre Geschichte hier veröffentlichen möchten. Falls du schon immer mal von deiner Bekehrung berichten möchtest, kontaktiere mich einfach per Formular und ich werde mich bei dir melden.

Mitarbeiter: Christen, die in unregelmäßigen Abständen Gastbeiträge veröffentlichen möchten. Das Thema kann frei gewählt werden.

Autoren: Christen, die regelmäßige Beiträge veröffentlichen möchten, das Thema ist frei gewählt.

Als Mitarbeiter kann man einen einmaligen Beitrag veröffentlichen, als Autor entscheidet man sich, ab und zu Beiträge beizusteuern – wobei es da keinerlei Zeitangaben gibt, wie oft ein Autor ein Beitrag schreiben muss. Die Mitarbeit ist freiwillig und ehrenamtlich. Genauso wie diese Seite ein reines Privatprojekt ist und keinerlei Gewinn abwirft.

Bevor du dich entschließt, zu antworten, gehe bitte ins Gebet und frag den Herrn, ob das das Richtige für dich ist. Natürlich würde ich mich riesig freuen, wenn DU Lust hast, mitzuarbeiten und dabei hilfst, dass diese Seite wächst und vielleicht eines Tages wirklich ein Portal wird, wo viele Menschen angesprochen werden und man ihnen bei Sorgen und Nöten zur Seite stehen kann.

Als Zeugnisserzähler muss man nicht viel beachten, denn im Zeugnis geht es nur um dich und wie du zum Herrn gefunden hat. Darum schreib mir, wenn du deine Geschichte hier veröffentlichen möchtest und den Herrn bekennen willst.

Wir dürfen nie vergessen – Alles soll zur Ehre des Herrn dienen!

Brief an die Geschwister – Warum heilt Gott manchmal nicht?

23. Juni 2017 at 07:55

Als ich mich zum Herrn bekehrte, habe ich kurze Zeit darauf einige Christen online kennen gelernt. Wir blieben in einem lockeren Emailaustausch und eine Begebenheit hat mich bis heute geprägt. Eine Christin schrieb mir, dass sie wohl eine baldige Hüftop haben muss, da sie starke Schmerzen hätte. In der Email bat sie mich um ein Heilungsgebet.

Ich antwortete ihr, dass ich gerne zum Herrn bete, dass es aber auch sein Wille sein kann, dass sie diese Op bekommt.

Sie hat mir nie wieder geantwortet.

Ihre Reaktion auf meine Email war eindeutig – anscheinend wollte sie nichts davon wissen, dass die Heilung eventuell ausbleibt. Meine Antwort würde ich heute immer noch genau so wie damals formulieren, denn ich habe es wirklich freundlich gemeint.

Ich kann um Heilung für Krankheit X beten, aber wenn der Wille des Herrn ein anderer ist, dann wird die Heilung nicht eintreffen. Für Gott ist nichts unmöglich. Er hat mich und dich geschaffen. Und wir Menschen sehen oftmals nur das, was vor unseren Augen ist.

Als ich mich bekehrte, habe ich auch um Heilung für Diverses, aber diese Heilung trat nicht sofort ein. Jedoch merkte ich schnell, dass ich dankbarer wurde für das, was ich tun konnte. Ich lernte, nicht jeden Tag darüber nachzudenken, was ich nicht tun konnte, sondern dankbar für die Dinge zu sein, die ich tun durfte.

Und ich glaube, dass ist das eigentlich Wichtige was uns der Herr lehren möchte.

Sonst würde jeder Christ gesund bis ins hohe Alter leben (wobei der Tod eben auch Krankheit ist). Aber das Gegenteil ist der Fall. Es gibt unglaublich ermutigende Zeugnisse von todkranken Christen, die in der tiefen Liebe des Herrn stehen und von seiner Gnade erzählen.

Die Welt hat sich nicht verändert. Damals wie heute streben die Menschen danach schön, reich und gesund zu sein. Dieses Bestreben steigert sich manchmal in eine regelrechte Manie rein.

Aber vom Tod bewahren kann uns rein gar nichts.

Warum sind Christen nicht alle gesund?

Weil ich den festen Glauben habe, dass wir durch Schwachheiten/Krankheiten im Glauben gestärkt werden. Damit wir unserem Herrn bedingungslos vertrauen, in allen Zeiten und nicht nur dann, wenn es uns gut geht.

Sind wir mal ehrlich – wenn es uns gut geht, ist Vertrauen einfach, oder?

Gerade in schwierigen Situationen musste ich das Vertrauen im Herrn neu lernen und erkennen, dass er mich nicht fallen lässt, selbst wenn ich immer wieder an ihm zweifle, weil mein Menschsein im Gegensatz zu seinem göttlichen Wesen vollkommen anders und schwach ist.

Gott macht keine Fehler – ich mache jeden Tag welche.

Gott hat den Plan für mich und mein Leben geschaffen – ich sehe diesen oft nicht, weil ich kurzsichtig meine selbstsüchtigen Ziele verfolge und nicht nach dem Willen des Herrn frage.

Gott liebt mich – auch wenn ich immer wieder zweifle, ihn in Frage stelle, mit ihm diskutiere, ungeduldig bin (wenn etwas nicht sofort so läuft wie ich das will) – weil ich sein Kind geworden bin.

Und am Ende, wenn ich auf die Knie falle und bekenne, dass der Wille des Herrn perfekt ist und der Herr nur möchte, dass ich durch die Prüfungen im Glauben wachse, kann ich dankbar sein und ein tiefer Segen erfüllt mich.

Wenn es uns immer gut gehen würde, könnten wir es nicht schätzen, wenn der Herr uns Gutes tut – weil es dann eine Selbstverständlichkeit für uns sein würde.

Ich empfinde einen tiefen Respekt für Geschwister, die mit einer schweren Krankheit leben und trotzdem lächelnd durchs Leben gehen. Sie wissen, dass sie den Lauf dank des Herrn vollenden und am Ende mit dem Siegkranz ausgezeichnet werden.

Gesundheit, Schönheit, Reichtum – all das vergeht – mal eher, mal langsamer.

Aber am Ende gibt es nur eine wichtige Frage und zwar die:

Hast du Frieden mit deinem Schöpfer durch Jesus Christus geschlossen?

Wenn du das aus vollem Herzen mit Ja beantworten kannst, dann hast du alles gewonnen, was kein materielles Gut hier auf der Erde jemals aufwiegen kann. In der Ewigkeit gibt es keinen Schmerz, keine Krankheit – es gibt nichts, was uns belastet und was uns Sorgen bereitet.

Ja, ich sehne auch diesen Tag herbei, an dem ich beim Herrn sein darf.

Aber diese Zeit ist noch nicht gekommen.

Und so freue ich mich, dass ich dankbar sein darf – jeden Tag. Für die Dinge, die der Herr mir gibt. Sei es durch seine Erziehung, damit ich lerne, seinen Willen zu tun und nicht meinen. Sei es durch die Segnungen, die er mir durch seine Gnade schenkt und die Gebetserhörungen, die manchmal vollkommen unerhofft auftauchen und die mich so glücklich machen.

Der Herr ist groß!

Lasst uns an seiner Gnade genügen, denn das reicht vollkommen aus!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Jesus Christus – der einzig wahre gute Hirte!

2. Juni 2017 at 08:34

Ich lese grade in der Bibel das Buch Hesekiel und im Kapitel 34 wird beschrieben, wie Jesus Christus der gute Hirte derjenigen ist, die ihm nachfolgen.

Gott hat uns sein Wort gegeben und wie er uns Menschen mit Bildsprachen versucht, uns etwas zu verdeutlichen, ist einfach genial.

Früher habe ich öfter Hirten gesehen, die Schafe zu den Weideplätzen führten.

Dieses Bild des guten Hirten beschreibt der Herr uns öfters.
Aber bevor Jesus Christus wieder auf die Erde kommt, gibt es falsche Hirten, die sich selbst weiden und dafür vom Herrn gerichtet werden.

Und das Wort des HERRN erging an mich folgendermaßen:
Menschensohn, weissage gegen die Hirten Israels,
weissage und sprich zu ihnen, den Hirten:
So spricht GOTT, der Herr: Wehe den Hirten Israels,
die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?

Das Fette verzehrt ihr, mit der Wolle bekleidet ihr euch,
und das Gemästete schlachtet ihr, aber die Herde weidet ihr nicht!

Das Schwache stärkt ihr nicht, das Kranke heilt ihr nicht,
das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verscheuchte holt ihr nicht zurück, und das Verlorene sucht ihr nicht, sondern mit Gewalt und Härte herrscht ihr über sie!

Und so haben sie sich zerstreut, weil sie ohne Hirten waren,
und sind allen wilden Tieren des Feldes zum Fraß geworden
und haben sich zerstreut.

Hesekiel 34, 1-6 –

Ich habe lange über diesen Ausdruck „sich selbst weiden“ nachgedacht und folgendes kam mir in den Sinn. Die Aufgabe des Hirten war es, für die Schafe einen guten Platz zu finden, saftiges Gras, das sie fressen konnten.

Der falsche Hirte sucht nur das Seine

Wer sich selbst weidet, sucht demnach nur für sich das gute Gras, jeden anderen ignoriert er. Ja, was seinem Gegenüber geschieht, ist ihm völlig egal, solange Er selbst das bekommt, was er will. Diese Haltung war Jesus Christus fremd und er tadelte die Pharisäer immer wieder für ihr Verhalten gegenüber dem Volk.

Diese Ignoranz des „sich selbst Weidens“ finden wir aber nicht nur bei den damaligen Führern Israels – die ganze Weltgesellschaft ist dem Egoismus verfallen. Jemand, der einen Milliardenkonzern führt, denkt nicht über die einfache Reinigungskraft nach, die unter dem Mindestlohn bezahlt wird.

Es mag natürlich Ausnahmen davon geben, aber diese bestätigen die Regel.

An vielen Politikern können wir auch sehen, wie oft sie ihr Wahlversprechen brechen, nachdem sie vom Volk an die Macht gewählt wurden. Das passiert in Deutschland, in Amerika, in Russland, in der Ukraine – überall.

Doch Jesus ist kein falscher Hirte.

Er ist der einzig wahre!

Jesus ist der wahre Hirte!

Die Welt ist voll von sich selbst weidenden Hirten, weil wir durch sie ihre Falschheit erkennen sollen! Der Mensch ist mit seiner Selbstbezogenheit geboren worden und durch die moderne Gesellschaft wurde uns anerzogen, mit der Ellenbogentaktik im Arbeitsleben voran zu gehen.

Allerdings können eben nicht alle ein großes Stück vom Kuchen abbekommen.

Und so gibt es einige wenige, die sich satt fressen können und die anderen müssen mit dem zurecht kommen, was sie gerade noch so besitzen.

Die Welt ist sozial ungerecht und das wird sie bleiben – bis der Herr leibhaftig wiederkommt.

Und er kommt wieder.

Das steht außerfrage.

Die Frage ist nur, bist du jemand, der Jesus nachfolgt oder wirst du dich über seine Wiederkunft ärgern, weil du ein Feind von ihm bist?

Für die allermeisten Menschen sollte es ein Trost sein, dass sie wissen müssten, dass Jesus Christus wiederkommt. Er wird ein Friedensreich herstellen, anstatt einen sinnlosen G10 Gipfel anzuberaumen und tote Buchstaben auf geduldigem Papier zu drucken.

Er wird sich auch nicht für eine Wahl aufstellen lassen und danach seine Versprechen mit fadenscheinigen Ausreden brechen.

Er ist unparteiisch.

Er ist gerecht.

Er ist barmherzig.

Er ist König!

Du kannst zweifeln, ob das was ich schreibe, Sinn hat oder nicht.

Du kannst mich als „Jesusspinnerin“ betiteln – das ist mir nur recht. Aber schau dir doch die heutige Welt an und sieh, wie böse sie ist. In keinem Land gibt es Frieden. Ja, natürlich, manche Länder haben weniger Terrorismus, aber es gibt kein Land, wo soziale Gerechtigkeit herrscht.

Die Bibel beschreibt diese Zeit als Endzeit, als Zeit, vor dem des größten Verführers der Welt. Denn bevor Jesus wiederkommt, wird Gott einen falschen Hirten erwecken, der den größten Teil der Welt ins Staunen und Entzücken versetzen wird.

Allerdings wird dieser Frieden, den dieser mächtige Mann stiftet, nur dreieinhalb Jahre anhalten. Danach gibt es Krieg und glaube mir, du möchtest nicht dabei sein, wenn das passiert.

Die Welt wird verführt werden mit großen Zeichen und Wundern

In der Bibel gibt es keine Zeitangaben, wann dieser falsche Hirte auftreten wird und auch die Zeit, wann Jesus wiederkommt, wird nicht genannt. Aber die Zeitspanne zwischen dem falschen Hirten und der Wiederkunft Jesu wird genau sieben Jahre sein. Dreieinhalb Jahre davon sind ein falscher Frieden (in einer Diktatur hat nur derjenige Frieden, der sich dem Führer anpasst) und die anderen dreieinhalb Jahre sind die Gerichte dieser Welt.

Der Herr wird wiederkommen, ob du willst oder nicht.

Lies die Bibel, stell Fragen, such Christen auf und löchere ihnen den Bauch mit deinen Zweifeln. Sie werden dir zuhören, wenn du es ernst mit ihnen meinst. Du kannst auch zu Gott beten und ihm bitten ihm ein Zeichen seiner Existenz zu schicken.

Er wird das tun.

Wenn du es ehrlich meinst.

Ich wünsche dir, dass du die ewige Freude und das ewige Heil erfährst, wie ich es dankbarerweise erfahren durfte!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Jesus Christus – Eine lebendige Hoffnung!

12. Mai 2017 at 07:03

Das Leben hier auf der Erde ist angefüllt mit allerlei Erlebnissen, seien es positive oder negative. Wir sammeln unsere ersten Erfahrungen bereits im Kleinkindalter, halten aufgeregt die Schultüte, um anschließend in die erste Klasse mit den neuen Mitschülern zu laufen.

Gott hat uns geschaffen und wir Menschen können entweder mit ihm leben oder ohne ihn. Gott existiert, auch wenn ich nicht an ihn glaube und mir meine eigenen Vorstellungen von dem Himmel ausdenke.

So war mein Leben für eine lange Zeit.

Eine einsame Zeit.

Stolz war ich und wollte nicht an Gott glauben (und war doch viele Male sauer auf ihn, was für ein Widerspruch an sich…).

Sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit,
wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen,
so daß sie keine Entschuldigung haben.
– Römer 1,20 –

Der Mensch weiß tief im Inneren, dass Gott existiert.

Unser Wesen ist seit Geburt auf Rebellion programmiert – bei einigen mehr, bei einigen weniger. Ich habe oft meine Eltern infrage gestellt und das gemacht, was ich nicht machen sollte – aus Trotz. Genau darum wollte ich keinen Gott über mir haben, dem ich etwas schuldig war.

Darum bin ich Gott unendlich dankbar, dass er mich gerettet hat!

Ich durfte erkennen, dass Jesus lebt!

Jesus Christus ist nicht irgendein netter Religionsstifter…

Er ist Gott, Sohn, Mensch!

Gesandt vom Vater, um die Sünden der Welt auf seinen Schultern zu tragen. Ja, Gott besteht aus mehreren Personen, ist aber ein Wesen und nein, das kann man nicht verstehen. Gott ist ein Mysterium und uns doch so nah, weil er sich nicht zu schade war, sich für uns zu erniedrigen und die Sündenschuld zu bezahlen.

Wenn ich Jesus als meinen Retter anrufe, schenkt mir Gott neues Leben.

Trotzdem bleiben wir auf dieser Erde und leben das Leben weiter – doch jetzt diesmal mit geöffneten Augen und freudigen Herzen – denn Jesus ist für uns eine lebendige Hoffnung, die eines Tages sichtbar für alle Menschen wiederkommen wird!

Christ zu sein bedeutet nicht, dass wir von traurigen Ereignissen verschont bleiben. Aber im Gegensatz zu meinem früheren Leben weiß ich, tief in inneren meines Herzens, dass – egal wie schlecht es mir im Moment gehen mag – Gott mich fest in seiner Hand hält.

Und das ist der große Unterschied im Gegensatz zu früher.

Damals bestand mein Leben aus Depressionen, Selbstzweifel und Suizidgedanken. Ich befand mich in einer tiefen Dunkelheit und konnte mich nicht selbst aus dem Loch befreien, in dem ich drin steckte. Jedoch überfiel mich eine große Wut, wenn meine Mutter mir etwas von Jesus erzählen wollte. Ja, wenn ich keinen Frieden mit Gott durch Jesus Christus geschlossen habe, bin ich ein Feind Gottes.

Alleine die Gnade Gottes kann mir die Augen öffnen und mich sein Wort lesen lassen, um die Wahrheit zu erkennen. Ich selbst kann mich nicht retten, das kann nur Jesus Christus!

Die Welt ist voll von allerlei Religion und die Gesellschaft versucht dem Menschen einzureden, dass der Glaube Privatsache ist und man eh an das glauben kann, was man möchte.

Man soll nur tunlichst den Anderen von seinem Glauben nicht erzählen, weil man ihnen damit auf die Füße treten könnte.

Das Problem an der Sache ist die, dass alle Religionen in die Irre führen.

Denn sie widersprechen sich gegenseitig.

Ich weiß natürlich, dass das Christentum auch als Religion angesehen wird und manche Kirchen diese auch genau als solche praktizieren.

Aber Jesus Christus ist keine Religion.

Religion bedeutet immer, dass ich als Mensch etwas tue, um in den Himmel zu kommen.

Doch Gott hat uns gezeigt, dass wir uns selbst nicht retten können. Stattdessen kam er zu uns und trug für uns am Kreuz die Sünden der Menschheit.

Ich darf gerettet werden, alleine durch Glauben! Nur durch Gnade von Gott.

Darum möchte ich immer wieder darüber schreiben, damit du – wenn du vielleicht noch Jesus nicht kennst oder kennen möchtest – die Bibel aufschlägst und in dem Wort Gottes liest. Glaube ist nicht Privatsache, denn die Ewigkeit ist real. Es gibt ein Leben nach dem Tod und ich möchte jeden, der das liest, davor bewahren, in die ewige Verlorenheit zu gehen.

Wenn du es ernst mit Gott meinst und um ein Zeichen seiner Existenz bittest, wird er dir das geben. Es gibt keinen Satz, mit dem ich meine Dankbarkeit ausdrücken kann, dass ich heute noch lebe und diese Zeilen verfassen darf.

Darum möchte ich immer wieder an das größte Wunder der Welt erinnern, welches Jesus Christus uns gegeben hat!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Herr, ich danke dir für dein Wort!

30. April 2017 at 16:57

Lieber Jesus!

Heute muss ich an die Losungen denken, die ich täglich lese.

Wenn euch nun der Sohn frei machen wird,
so seid ihr wirklich frei.
– Johannes 8,36 –

Für mich ist es wichtig, immer wieder dein Wort zu lesen, so dass ich mehr und mehr die Wahrheit entdecken darf. Dein Wort tröstet mich, wenn ich gerade Anfechtungen durchstehe und an verschiedenen Dingen zweifel.

Du kennst mich, wie kein Mensch mich jemals kennen wird und du gehst den Weg mit mir gemeinsam. Weil ich mich zu dir bekannt habe und an dein Opfer am Kreuz glaube. Die Freude, jetzt frei zu sein wird für mich immer mal wieder betrübt, weil nicht jeder Mensch sich von dir retten lassen will.

Gerade in der heutigen Zeit wollen viele Menschen nichts mehr von dir wissen und tun alles, damit sie nicht die Wahrheit in deinem Wort erkennen. Mich schmerzt es, weil ich auch einer von diesen Menschen gewesen bin. Ich bin direkt auf dem Weg in die Hölle gegangen und habe dich gehasst, einfach weil du der Retter und Richter der Welt bist.

Ich wollte eine Beziehung zu Gott, aber du solltest bloß nicht mein Herr sein. Ich fand die Vorstellung von einem Himmel toll – wer will denn kein Happy End am Ende erleben? Aber ich wollte keinen Gott haben, der gerecht richtet, sondern jemanden, der mich schon irgendwie in den Himmel bringt, ungeachtet meiner Taten und Gedanken.

Die Vorstellung, dass ich ein sündiger Mensch bin, machte mich wütend. Sehr wütend.

Es dauerte viele Jahre, bis ich die Bibel ernsthaft in die Hand nahm und darin las.

Ich muss immer wieder daran denken, wie viele Chancen du mir gegeben hast, bis ich dich als meinen Retter anrief und die Wahrheit von meiner Sündhaftigkeit anerkennen konnte. Darum möchte ich heute für all die Menschen beten, die dich noch nicht als Retter angerufen haben. Ich bete, dass noch viele deinen Namen anrufen und sich zu dir bekennen, bevor es für sie zu spät ist.

Du lässt den Menschen ihren Willen, selbst wenn das für sie ewiges Leid bedeuten wird.

Darum ist es mir so wichtig, von deinem Wort zu erzählen und von dir und dass du der einzige Weg bist, der den Menschen retten kann. Keine Religion auf der Welt kann den Menschen erlösen, weil Religion immer die Werke von Menschen beinhaltet. Dabei hast du Gott alles für uns Menschen getan, dass wir gerettet werden können.

Die Menschen müssen nur daran glauben.

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Brief an die Geschwister – Bin ich schwach, wird Gott stark!

28. April 2017 at 08:00

Ich habe schon lange keinen Brief mehr an euch geschrieben. Darum fällt es mir leicht, über ein schwieriges Thema zu schreiben. Ich hatte ja schon letzte Woche über meine Krise ansatzweise berichtet und wie ich immer versuche, etwas Gutes darin zu sehen.

Man kann da schnell den Eindruck gewinnen, dass ich unerschütterlich durch alle Prüfungen hindurchgehe, die mir der Herr gibt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Nichts ist so sicher bei mir, wie meine Ungewissheit, meine Zweifel und meine Gedankenspiele, die manchmal zu keinem Ergebnis führen.

In all dem kann ich Gott danken, weil er meine Unvollkommenheit sieht. Ich kann nicht vollkommen sein, sondern lebe noch mit der sündigen Natur auf der Erde. Ja, nach der Bekehrung schenkt Gott uns eine neue Natur, aber diese wird erst vollkommen sein, wenn der irdische Leib und damit alles Böse vergeht.

Darum finde ich es nicht merkwürdig, wenn ich immer mal wieder schwankend bin, wie ein Grashalm im Wind. Mal denke ich, dass Gott diesen Weg für mich vorsieht und ich gehe ihn mit einem kräftigen Schritt, nur um plötzlich in einer Sackgasse zu stehen und erst dann zu verstehen, dass ich Gott nicht nach seinem Willen gefragt habe, sondern das Zepter (mal wieder) selbst in die Hand genommen habe.

Manchmal würde ich mir vom Herrn wünschen, dass er mir deutlicher seinen Willen zeigt. Aber dann denke ich über seine Worte nach und erkenne, dass er mir seinen Willen durch sein Wort offenbart. Ich habe es dann nur nicht gelesen, sondern wollte wieder selbst für mich bestimmen.

Ich habe manchmal schwermütige Gedanken, die bis hin zu einer Depression gehen und ich beneide manchmal manche Geschwister, die so viel fröhlicher durchs Leben gehen. Dann halte ich aber inne und denke darüber nach, dass ich nicht weiß, wie es in ihnen wirklich aussieht. Wenn man dann von ihnen im Hauskreis hört, dass sie diese und jene Probleme haben, fühle ich mich mit ihnen verbunden.

Schon der Apostel Paulus kannte die innere Zerrissenheit, die er so beschrieb:

Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist;
ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft.
Denn was ich vollbringe, billige ich nicht;
denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus.
Wenn ich aber das tue, was ich nicht will,
so stimme ich dem Gesetz zu, dass es gut ist.

Jetzt aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe,
sondern die Sünde, die in mir wohnt.
Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt;
das Wollen ist zwar bei mir vorhanden,
aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht.

Denn ich tue nicht das Gute, das ich will,
sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich.
Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so vollbringe nicht mehr ich es,
sondern die Sünde, die in mir wohnt.

Ich finde also das Gesetz vor,
wonach mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt.
Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen;
ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern,
das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet
und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.

Ich elender Mensch!
Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?
So diene ich selbst nun mit der Gesinnung dem Gesetz Gottes,
mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde.
– Römer 7,14-25 –

Diese innere Zerrissenheit ist also völlig normal, sie ist nicht gut und es ist nicht ratsam, an ihr festzuhalten, aber wir Kinder Gottes werden immer wieder Prüfungen im Leben erleben, die uns an unsere Grenzen bringen.

Ich wollte den ganzen Absatz zitieren, weil dieser mir als frisch bekehrter Christ weitergeholfen hat. Er hat mir gezeigt, dass meine sündige Natur noch lebt. Sie wird zwar von Gott nicht mehr wahrgenommen – weil ich durch das Erlösungswerk Jesu Christi und den Glauben an das Kreuz durch meine Bekenntnis meiner Sünden vom Gericht freigesprochen wurde – aber ich lebe als Mensch stänig im Kampf gegen die sündige Natur.

Schaffe ich es immer, der Versuchung zu widerstehen? Ganz klar, nein!

Ich bewundere Männer wie Watchman Nee und co. aber kann mich nicht zu ihnen zählen. Dafür bin ich zu wankelmütig, was mir manchmal tierisch auf die Nerven geht. Mich tröstet es dennoch ungemein, dass selbst der Apostel Paulus mit Anfechtungen zu kämpfen hatte.

Darf es dann legitim sein, dass ich auch welche habe?

Absolut! Und oft schaffe ich es, ihnen zu widerstehen. Manchmal aber auch nicht. Dann fühle ich mich wie ein Versager, wie jemand, der die Prüfung nicht bestanden hat.

Und dann darf ich wissen:

Ja, Gott liebt mich.

Er liebt mich!

Er liebt mich!

Darum ist es völlig egal, was meine momentanen Gefühle zu mir sagen, ob ich mich alleine fühle, ungeliebt, nicht gemocht etc.

Gott liebt mich!

Ich bin sein Kind geworden und er wird mich niemals alleine lassen!

Das darf ich wissen und daran festhalten. Wenn mal alles wieder zusammenbricht im Leben und man nicht versteht, wie das passieren konnte. Im Endeffekt macht es nichts. Auch wenn es in der momentanen Situation vielleicht schwer zu ertragen ist. Aber – im Endeffekt macht es nichts.

Dieses Leben endet irgendwann und dann fängt die Herrlichkeit in der Ewigkeit an.

Lasst uns daran festhalten und uns darauf freuen!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Er ist AUFERSTANDEN!

16. April 2017 at 14:17