Christentum – eine Religion, wie jede andere?

Manchmal hört man in den Nachrichten, wie viele Christen es weltweit gibt. Das ist eine beeindruckende Zahl. Aber ist das Christentum nicht eine Religion, wie jede andere auch? Was ist denn der Unterschied zwischen Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und viele andere Glaubensrichtungen?

Um diese Frage geht es heute und ich möchte sie mit meinen einfachen Worten erläutern.

Zuerst müssen wir klären, was Religion überhaupt ist, denn darunter kann man vieles verstehen. Jedoch gibt es zwei Merkmale, die in jeder Religion vorkommen und darum unterscheidet sich auch keine Religion von der anderen in Wahrheit.

  • Das Anbeten eines höheren Wesens

Entweder wird ein höheres Wesen angebetet, oder man betet sich selbst an und glaubt, ein höheres Wesen zu werden (Buddhismus z.b.). In allen Religionen wird darum ein Wesen angebetet. Bei vielen Naturkatastrophen kann man sehen, wie die Menschen zu dem Wesen fluchen oder es um Gnade anflehen. Der starke Wunsch nach Gerechtigkeit und Bewahrung durch ein Wesen wird zum Ausdruck gebracht.

  • Der Mensch tut Werke, um sich
  • 1. dem Wesen zu nahen (z.b. in das Paradies durch gute Werke zu kommen) oder
  • 2. selbst zu einem höheren Wesen zu werden

In einer Doku, wo es um Buddhismus geht, wurde ein Meister gefragt, was er als gut und böse erachtet. Seine Antwort darauf: „Böse ist nur das, was man als Böse ansieht“.

Das ist eine sehr schlichte und im ersten Augenblick gut klingende Antwort. Im Umkehrschluss kann sie allerdings grauenhafte Auswüchse erlangen, nämlich dann, wenn der Mensch sich über andere stellt und sein eigenes Wohl über das des anderen. Die Aussage des Meisters zeugt auch daher, dass er glaubt, dass der Mensch sich selbst reinigen kann und dadurch ein besseres Wesen wird.

Die menschlichen Werke kommen in jeder Religion vor, sie unterscheiden sich nur in deren Ausübung.

Kommen wir darum zum Christentum.

Wenn du mich fragst, ob das Christentum eine Religion wie jede andere ist, würde ich dir antworten:
Teils teils.

Denn das Christentum kann tatsächlich eine Religion wie jede andere auch werden. Und zwar, wenn die großen Kirchen nicht mehr über die Wiederkunft Jesu predigen, seine Wunder verleugnen, die Bibel als Märchenbuch ansehen (die sie ständig kritisieren) und auch nicht von der Wiedergeburt sprechen, die jeder Mensch durchmachen muss (aus Glauben an das Opfer Jesu), bevor er ein Kind Gottes ist.

Das große Christentum ist tatsächlich eine Religion wie jede andere auch.

Sie ist genau so tot.

Aber das ist nicht die Schuld der Bibel, sondern liegt daran, dass die beiden großen Kirchenorganisationen sich vom Wort Gottes entfernt haben. Es ist kein Wunder, dass es so wenig echt wiedergeborene Christen gibt, die in den Landeskirchen das Wort Gottes so predigen, wie es sich gebührt. Die meisten Hochschulen, die Theologie anbieten, kritisieren die Bibel. Schon im ersten Semester wird den Studenten beigebracht, die Bibel zu zerlegen und sie historisch kritisch zu betrachten. Die Bibel wird dann nicht mehr als Wort Gottes gelehrt, welches vollkommen ist, sondern als ein Buch, das den Menschen Trost bringen soll.

Die vage Hoffnung auf den Himmel wo ein barmherziger Gott lebt, der beide Augen vor den Sünden der Menschen zudrückt und jeden willkommen heißt (ob der Mensch im Himmel leben will oder nicht) ist aktueller Gegenstand der evangelischen Kirche.

Es wird nicht mehr an den Teufel geglaubt, sondern das Böse ist genauso vage wie die Vorstellung, dass Gott als Mensch auf diese Erde kam, um als Mensch zu leben und um als Gott die Sünden aller Menschen zu tragen.

Die Vorstellung, dass wir nur von zwei Menschen abstammen (Adam und Eva) wird lächerlich gemacht. Wer daran glaubt, als Spinner tituliert.

Wenn ich sehe, wie viele tausend Menschen Jahr für Jahr zum Papst pilgern, weil sie denken, dass er ihnen die Sünden vergeben kann – dann macht mich das jedesmal sehr traurig. Nur Gott kann Sünden vergeben und er braucht keinen Stellvertreter auf Erden! Alleine Gott gebührt die Ehre und dank der Barmherzigkeit des Herrn dürfen wir alleine durch Glauben Erlösung von all unseren Sünden empfangen!

Das Christentum an sich, mit den vielen Millionen Anhängern, kann als Religion bezeichnet werden. Denn nicht die Masse zählt, sondern der Glaube jedes Einzelnen an Jesus Christus.

Dennoch will ich hier deutlich klarstellen, dass es echte Christen in jeder Ausrichtung gibt, sowohl bei den katholischen, als auch den evangelischen. Es gibt auch wiedergeborene Pastoren, die ihren Dienst in der Landeskirche ausüben. Ein solches Beispiel ist z.b. Pastor Olaf Latzel, der durch seine sehr deutlichen Worte schon nationale Bekanntheit erlangte, als er zu seinen Überzeugungen stand und diese von der Kanzel bis heute predigt.

Ja, das Christentum kann eine tote Religion sein, wie jede andere auch.

Denn menschliche Werke können keinen retten!

Darum ist die Bibel einzigartig, sie zeigt uns den einen Weg, wie wir gerettet werden können.

Alleine durch Glauben an das Opfer, welches Jesus Christus am Kreuz auf Golgatha gebracht hat!

Aber diesen Glauben muss jeder für sich bekennen. Eine Mitgliedschaft in einer Kirchenorganisation rettet dich nicht, wenn du nicht an das Opfer glaubst und deine Sünden nicht bekennst. Konfirmation, Firmung, Babytaufe – das sind menschliche Riten, die nirgendwo in der Bibel als rettende Maßnahmen stehen.

Das ist auch gut so, denn was wäre das für eine Rettung, wenn alleine durch ein Ritual meine Sünden weggewaschen sind? Was wäre dann mit den Menschen, die dieses Ritual nicht getan hätten? Sehen wir das Problem, das auftaucht?

Der Mensch versucht sich, durch menschliche Werke zu retten.

Aber Gott sagt deutlich in seinem Wort, dass das unmöglich ist.

Wir können unsere Sünden nicht ungeschehen machen.

Aber wir dürfen sie an das Kreuz bringen. Denn Gott hat in seiner unendlichen Güte und Gnade für unsere Rettung alles getan! Jesus ging an das Kreuz und erlitt die Strafe, die für mich bereitstand! Alleine durch Glauben darf ich gerettet werden!

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben,
und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es;
nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
Denn wir sind seine Schöpfung,
erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken,
die Gott zuvor bereitet hat,
damit wir in ihnen wandeln sollen.
– Epheser 2, 8-10 –

Wenn du das glaubst und Gott deine Schuld bekannt hast, bist du erlöst.

Ein Kind Gottes geworden.

Nicht durch Taufe, nicht durch Konfirmation, nicht durch Firmung, nicht durch jeden Sonntag in die Kirche gehen und am Ende das Vaterunser sprechen.

Durch Glauben an den lebendigen Gott.

Es gibt nur diesen einen, der uns erschaffen hat.

Und wir dürfen dankbar sein, dass er uns so sehr liebt, dass er für uns diese Qualen am Kreuz erlitten hat. Aber als Mensch muss ich mich für Gott entscheiden oder weiterhin gegen ihn sein. Nach dem Tod folgt das Gericht, das ich entweder als erlöster Mensch nicht mehr erleiden muss oder für immer, weil ich zu Lebzeiten immer laut „Nein“ geschrien habe, als Gott mir Menschen schickte, die mir vom Evangelium berichten wollten.

Der Prozess des Erkennens der eigenen Sünden ist nicht einfach. Es schmerzt, erkennen zu müssen, dass man gescheitert ist und doch nicht so edel, wie man es eigentlich gedacht hatte. Aber viel größer ist die Freude, erkennen zu dürfen, dass Gott für einen an das Kreuz ging, weil er mich liebt und weil er weiß, dass ich mich selbst nicht retten kann.

Die großen Kirchen lehren diese Wahrheit nicht mehr – sie glauben ja selbst nicht mehr dran.

Sie wiegen die Menschen in falscher Sicherheit indem sie predigen, dass jeder ein Kind Gottes ist, ob er sich zum Herrn Jesus bekannt hat oder nicht. Und dieser Trugschluss ist furchtbar.

Darum lies die Bibel, bete zu Gott, bitte ihn, dass er sich in seinem Wort offenbart. Er wird das tun, wenn du ihn wirklich kennen lernen willst. Ich wünsche dir, dass du die Liebe von Jesus erkennst, dass du begreifst, was er am Kreuz getan hat und dass das ein Sieg war über die Sünde und über dem Tod.

Jesus kommt wieder.

Bist du bereit?

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen

Kristina

Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, daß wir Kinder Gottes heißen sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat. - 1. Johannes 3,1 -

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