Die Höchste Priorität in meinem Leben!

Die Höchste Priorität in meinem Leben!

Wie kann ich Menschen von Jesus Christus erzählen? Indem ich Flyer in den Straßen verteile? Habe ich getan, aber persönlich merkte ich schnell, dass das nichts für mich ist. Das Zitat von MacArthur fordert mich regelrecht heraus. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es mich anklagt, zu wenig zu tun.

Aber wenn mich jemand anklagt, wer tut das in der Regel? Gott ist es nicht.

Der Herr kennt meine Schwächen und kann sie in eine Stärke verwandeln. Wenn er die Schwäche als solche belässt, wird er dafür einen guten Grund haben. So herausfordernd das Zitat für mich auch ist, MacArthur hat Recht. Unsere höchste Priorität im Leben sollte es sein, andere Menschen zu Jesus Christus zu führen.

Wie wir das allerdings anstellen, steht auf einem anderen Blatt.

Ein Bruder erzählte mir vor einigen Jahren, wie zwei junge Brüder, die Bauern waren, sich zum Herrn bekehrt hatten. Sie zogen sofort los, klingelten an jede Tür in ihrer Umgebung und wollten die Menschen bekehren. Das ging schließlich soweit, dass ihnen Schläge angedroht wurden, wenn sie jemals wiederkommen würden.

So sehr ich den Eifer dieser Brüder schätzte, empfand ich ihre Sache als zu aufdringlich. Sie wollten die Menschen retten, weil sie erkannten, dass sie verloren sind. Aber wenn die Ohren verstopft sind und das Herz versteinert, kann ich mit keinem Argument der Welt den Menschen von der Wahrheit überzeugen.

Das Herz muss offen für Gottes Wort sein

In der Bibel steht, dass wir in die Welt hinausgehen sollen und die Menschen zu Jüngern machen sollen. In ihr steht aber auch, dass wir die Perlen nicht vor die Säue werfen sollen. Das bedeutet, wenn der Mensch Gott und sein Wort ablehnt, bringt es nichts, mit noch mehr Eifer und Druck zu versuchen, ihm es nahe zu bringen.

Für mich ist der beste Weg der, dass ich die Fragen, die jemand mir stellt, beantworte – denjenigen aber nicht weiter bedränge. Das nimmt mir persönlich den eigenen Druck raus, jeden, der mir begegnet, bekehren zu müssen (weil ich nicht möchte, dass sie verloren gehen) und auf der anderen Seite respektiere ich den Willen des Menschen Nein zu Gott zu sagen.

Zuhause kann ich für denjenigen beten. Denn der Herr ist es, der in uns wirkt und der die verstockten Herzen öffnen kann. Ich kann das nicht.

Kristina

Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wißt, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn! - 1. Kor. 15,58 -

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.