Die Krise

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag schreiben sollte, mich dann aber letztendlich dafür entschieden. Weil Krisen normal sind. Weil es Heuchlerei wäre, wenn ich dieses Thema nicht angehen würde und stattdessen über etwas schreibe, was mir nicht auf dem Herzen liegt.

Das Leben als Christ ist ein gesegnetes Leben. Man ist erlöst durch das Blut Jesu und hat Gewissheit, dass man nach dem irdischen Tod in Ewigkeit in Frieden mit dem Herrn und den Geschwistern lebt. Darüber alleine nachzudenken, erfüllt mich jedesmal mit Freude.

Allerdings lebt man als Christ im hier und jetzt und der Feind (Satan) kennt jede Schwachstelle des Menschen. Und er versucht, in jeder Situation Sand ins Getriebe zu werfen, um dem erlösten Menschen die Lebensfreue zu nehmen.

Bevor ich mich bekehrte, war mein Leben oft sehr dunkel. Depressionen hatte ich ständig, dabei auch sehr starke Suizidgedanken gehabt, die ich manchmal in die Tat umgesetzt habe. Ich wollte endlich frei und glücklich sein, aber stattdessen schwebte eine dunkle Wolke direkt über meinem Haupt.

Rufe mich an am Tag der Not,
so will ich dich erretten,
und du sollst mich ehren!
– Psalm 50,15 –

Ich kämpfte viele Jahre dagegen an und wäre beinahe gescheitert. Wobei, ich bin gescheitert und der Herr rettete mich. Ich kann nicht sagen, wie dankbar ich dafür bin.

Mit diesem Beitrag möchte ich vermitteln, dass die Vergangenheit einen immer mal wieder einholen kann, auch wenn man als Kind Gottes um die Erlösung weiß.

Ein guter Spruch besagt:

Entweder man steht vor einer Krise
oder hat sie gerade hinter sich
oder steht gerade mitten drin.

Ja, der Feind kann mich die Stufen runterwerfen, aber Gott wird nicht zulassen, dass ich daran zerbreche! Der Herr hebt mich auf, klopft mir den Staub von meinen Klamotten und geht mit mir weiter den Weg!

Und genau das zu wissen, hilft mir, aus diese Krise zu kommen.

Das passiert manchmal nicht über Nacht und sofort.

Aber je mehr ich mich mit Gott und seinem Wort beschäftige, desto besser geht es mir.

Es ist wahr, in der Krise wächst man mit dem Glauben. Ich habe den besten Anwalt, den es auf dieser Welt gibt: Jesus Christus! Auch wenn die schwermütigen Gedanken in Wellen auf mich zurollen und mir die Freude aus dem Leben nehmen wollen, weiß ich, dass der Herr mit mir ist!

Jeder besitzt von uns eine Vergangenheit, die mal mehr mal weniger traurig ist. Es gibt immer Ereignisse in dem Leben, die für uns schmerzhaft sind. Wenn ich mich zum Herrn bekehre, schenkt er mir eine neue Natur. Aber auch wenn die alte Natur sozusagen als „tot“ angesehen wird, lebt sie noch solange bis ich gestorben bin.

Darum entsteht manchmal ein innerer Kampf, das Gute gegen das Böse und darum kann man als erlöstes Kind Gottes traurig sein, auch wenn man um die Erlösung weiß.

Nur die Wahrheit kann mich befreien! Indem ich meine Gefühle eingestehe, zum Herrn bete und mich an das Gute im Leben erinnere, komme ich langsam aus dem tiefen Loch raus, in dem ich drinstecke.

Ich weiß, dass der Herr alles in seiner Hand hält. Und sicher kann ich manchmal nicht nachvollziehen, warum dieses oder jenes in meinem Leben geschieht. Aber ich vertraue dem Herrn, denn nur Er alleine ist gut. Er liebt mich und er hat meine Seele vor der Hölle gerettet.

Dieser Gott — sein Weg ist vollkommen!
Das Wort des HERRN ist geläutert;
er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
Denn wer ist Gott außer dem HERRN,
und wer ist ein Fels außer unserem Gott?
Gott ist es, der mich umgürtet mit Kraft
und meinen Weg unsträflich macht.
– Psalm 18,31-33 –

Die Worte des Herrn sind immer richtig, er irrt sich nie. Ich dagegen, ein wankelmütiger Mensch, mit Höhen und Tiefen. Ach herrjeh, nee. Es ist nicht gut, am Herrn zu zweifeln, denn das ist genau das, was der Feind will.

Er will, dass ich hier auf der Erde leide, denn meine Seele ist errettet, die kann er mir nicht mehr nehmen. Also will er mir die Freude auf der Erde nehmen, damit ich kein Zeugnis für den Herrn mehr sein kann und anderen Menschen die frohe Botschaft des Evangeliums bringen kann.

Manchmal schaffe ich es, mit diesen Gedanken der Versuchung zu widerstehen, aber an anderen Tagen fühle ich mich schwach und tue genau das, was ich mir vorgenommen hatte, nicht zu tun. Doch dann hilft mir der Gedanke, dass in meiner Schwachheit Gott stark wird. Er wird mich nicht zerbrechen, wenn ich nicht mehr kann, sondern hilft mir durch die schwere Zeit.

Jedesmal.

Egal wie oft.

Darum liebe ich meinen Herrn und darum sehe ich immer Licht am Ende des Tunnels.

Er hat mich errettet – nicht nur mein irdisches Leben, sondern das ewige!

Ich kann ihm gar nicht oft genug danken dafür.

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Kristina

Glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben! - Johannes 20,29 -

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