Das Gefängnis

Hast du dich schon mal gefragt, wie das ist, in einem Gefängnis zu sitzen? Wenn der Richter die Strafe verkündet hat, die Zellentür sich hinter einem schließt und die Erkenntnis sich Tonnenschwer auf die Schulter legt und einem bewusst wird, dass man so schnell aus diesem Gebäude nicht mehr rauskommt.

Millionen von Menschen sitzen Weltweit in Gefängnissen, haben dabei mehr und minder Straftaten begangen. Vom Scheckraub bis Mord ist alles dabei. Für viele ist es oft schwer, sich ihrer Taten bewusst zu machen. Manche ignorieren ihr Gewissen, welches zu ihnen spricht und von ihnen Rechenschaft verlangt, so lange, bis sich das Gewissen zurückzieht, verstummt.

Die Realität leben sie nun in einer Zelle aus, die aus wenigen Quadratmetern besteht. Manche müssen diese mit anderen teilen – Privatsphäre gibt es nun nicht mehr. Alle Aktivitäten sind streng limitiert und werden nach einem festgelegten Zeitplan absolviert.

Und wenn es Nacht wird, legt sich die Dunkelheit wie eine Decke auf sie, dann träumen sie von Bäumen, die im Herbst dem Wind sich beugen, dem Gras von einer frischgemähter Wiese, dessen Duft wie ein liebliches Parfüm in der Luft liegt. Sie träumen von ihrem Leben vor der Straftat. Aber wenn es Morgen wird, verfliegt der Traum.

Einige nehmen sich das Leben, weil sie nicht mit der Schuld, die sie auf sich geladen haben, klarkommen und sich der Wahrheit nicht stellen können oder wollen.

Viele kommen nach Monaten, Jahren frei, oft gebrochen und zu einem Leben ohne Straftat nicht mehr fähig. Viele die ins Gefängnis gegangen sind, kehren nach einiger Zeit wieder. Und ganz wenige, begehen freiwillig Straftaten, damit sie wieder in ihren heimischen 4 Wänden sind.

Wahrscheinlich gibt es viele Menschen, die auf Insassen herabblicken, ja vielleicht sogar ihnen ihre Menschenwürde absprechen. Manche freuen sich, dass es noch in einigen Ländern Todesstrafen gibt. Immerhin kostet es Geld, einen Menschen Zeit seines Lebens „durchzufüttern“.

Aber das ist unsere menschliche Sichtweise, die sich oft von den Gefühlen leiten lässt.

Wie sieht jedoch Gott uns?

Sie sind alle abgewichen, allesamt verdorben;
es gibt keinen, der Gutes tut,
auch nicht einen einzigen!
– Psalm 53,4 –

Für ihn, der ohne Sünde ist, ist selbst der kleinste, nichtigste schlechte Gedanke von uns Menschen Sünde. Ich muss demnach keinen Mord begehen, um als Mörder zu gelten. Denn in Gedanken habe ich, wenn ich wütend war, getötet.

Ein Gedanke reicht.

Ein schlechter Gedanke.

Das reicht dazu, dass wir in einem Gefängnis der Sünde sitzen.

Aber es gibt Rettung.

Denn anders als in einem normalen Gefängnis, wo der Schuldspruch und danach das Einsitzen folgt, ist es bei Gott andersherum. Wir sitzen in einem Gefängnis, weil wir freiwillig drin sind. Erstmal unfähig unsere Sündhaftigkeit anzuerkennen sitzen wir Tagein Tagaus und schmoren in unserem eigenen Saft.

Der Richterspruch steht bei uns noch aus. Aber wenn das Gericht einmal den Schuldspruch verhängt, sitzen wir nicht nur lebenslänglich ein, sondern ewig.

Weil wir arrogant waren und glaubten, wir könnten vielleicht durch unsere eigenen Werke zu Gott gelangen. Dabei will Gott uns den besten Anwalt zur Seite stellen, den es gibt: Er selbst!

In Wahrheit hat nämlich Jesus den Schuldspruch für uns ertragen. Am Kreuz auf Golgatha.

Und wenn ich daran glaube, meine Sünden Gott bekenne, dann werde ich von aller Schuld freigesprochen! Das ewige Todesurteil, welches über meinem Kopf schwebte, ist nun nicht mehr. Es ist aufgelöst, weil ein anderer für mich dieses Urteil getragen hat.

Freiwillig.

Aus Liebe zu mir.

Es ist eindeutig.

Ich bin NICHT besser, als ein Insasse, der in einem Gefängnis sitzt!

In Wahrheit saß ich selbst in einem Gefängnis. Doch Jesus hat am Kreuz meine Schuld bezahlt und mir durch sein Wort gezeigt, dass ich Vergebung von meinen Sünden haben darf!

Wenn ich sie bekenne.

Es gibt keine größere Freude, wenn ein Sünder seine Sünden demjenigen bekennt, der sie freiwillig auf sich geladen hat! Über das Wunder, dass Gott Mensch wurde und sich erniedrigte, bis zum Tod.

Ohne Jesus Christus würden wir alle weiterhin im Gefängnis sitzen und auf das Gerichtsurteil warten.

Dieses Urteil würde jedesmal lauten „Ewige Todesstrafe“.

Keine Chance auf Bewährung.

Ewig.

Und obwohl Gott uns durch seinen Sohn dieses große Wunder am Kreuz vollbracht hat, sitzen gerade in der heutigen Zeit viele Menschen im Gefängnis und warten ganz seelenruhig auf ihr Todesurteil. Viele lachen darüber, machen sich lustig und glauben, dass sie eine ewige Party in der Hölle erleben.

Aber das ist eine Lüge.

In der Ewigkeit gibt es entweder ewige Freude (im Himmel) oder ewiges Leid (in der Hölle). Die Bibel ist da eindeutig, da gibt es keinerlei Interpretationsspielraum.

Darum schreibe ich immer wieder darüber, um wachzurütteln.

Ich war nicht anders wie die Anderen, die noch im Gefängnis sitzen. Dank der Gnade des Herrn, durfte ich die Wahrheit durch das Wort Gottes erkennen.

Und als ich erkannte, das ich in einem Gefängnis sitze und den Schlüssel zur Freiheit in meinen Händen halte, sprang ich vom Bett auf und lief die Flure entlang. Ich schloss das Tor auf und war frei!

Dank des Herrn, dank seinem Opfer!

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Kristina

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. - Johannes 3, 16-17 -

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