Brief an die Geschwister – Predigen wir das Evangelium, solange wir das noch können!

Liebe Geschwister

In den letzten Tagen hatte ich eine Diskussion mit einem lieben Bruder und das allererste Mal konnten wir uns nicht einigen. Das war für mich einerseits eine negative Überraschung (da ich Konflikte einfach nicht mag!), aber auf der anderen Seite war es auch eine Lektion für mich, meiner Meinung gewiss zu sein.

Als ich noch unbekehrt war, hätte ich mein Fähnchen vielleicht nach dem Wind gedreht, nur um eine Konfrontation zu vermeiden. Doch das konnte ich diesmal nicht.

Vor dem Gespräch hatte ich gebetet, denn ich trug schon seit Monaten einen immer stärker wachsenden inneren Konflikt mit mir herum. Ich flehte den Herrn an, er möge mir beistehen und mir meinen Weg zeigen – ich wusste wirklich nicht mehr weiter.

Im Gespräch schenkte mir der Herr die Möglichkeit, aus dem Projekt auszusteigen, welches ich mit meinem Herzen nicht mehr mittragen konnte. Und dann schenkte mir der Herr Frieden darüber, auch wenn ich weiss, dass gewiss manche meine Entscheidung nicht verstehen werden.

Ich habe lange überlegt, ob ich über das Thema schreiben soll oder nicht. Mein lieber Bruder besitzt auch eine Meinung und er ist sich seiner ebenso gewiss. Und das respektiere ich.

Aber auf der anderen Seite möchte ich vor gewissen Strömungen hier warnen, denn sie schleichen sich in unsere Gemeinden ein und das heutzutage umso intensiver, denn das Ende der Gnadenzeit naht und keiner von uns weiss, wann sie ablaufen wird!

Worum geht es:

Das soziale Evangelium.

Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass sich hierbei nur um meine Meinung handelt – wenn du eine andere vertrittst, dann respektiere ich es. Ich möchte auch dein Gewissen nicht belasten und deshalb entscheidest du sozusagen auf eigene Gefahr, ob du weiterlesen möchtest.

Wie lautet unser Auftrag von Gott: So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. (Matthäus 28,19-20)

Die Welt kennt uns nicht – weil sie Gott nicht kennt

Diesen Auftrag sind abertausende eifrige Missionare nachgegangen und viele verloren dabei ihr Leben. Doch auch in unserer Nachbarschaft leben Menschen, die das Evangelium noch nicht gehört habe. Von daher hat jeder von uns diesen Auftrag von Gott erhalten und er ist es auch, der uns Menschen schickt, mit denen wir über Jesus Christus sprechen dürfen.

In meinem Leben läuft nichts ohne Gebet ab. Immer wieder und wieder bete ich, dass ich den Willen des Herrn tun möchte und nicht meinen. Das führt manchmal dazu, dass ich an einem Projekt nicht teilnehmen kann, weil z.b. der Name Jesus Christus verboten ist und ich ihn nicht nennen darf. In dem Fall ging es um eine Webseite, die für Menschen betet. Dort kann man sich als Beter registrieren und dann bekommt man Gebete zugeschickt.

Mit einer kurzen Antwort darf man dem Schreiber antworten. Das Ganze wird von Administratoren überwacht und alle drei Gebete, die ich beantwortet hatte, wurden gelöscht. Mein Fehler war, dass ich von Jesus Christus gesprochen hatte.

Es fiel mir leicht, mich von dieser Gebetsseite abzumelden – die Menschen dort wollten nur stille Beter haben, aber nicht wirklich was von Gott wissen. Und ich konnte nicht für Menschen beten, ohne ihnen von Jesus Christus zu erzählen.

Und gerade das ist heute ein großes Problem geworden!

Wem gehorchst du? Gott oder den Menschen?

Viele Gemeinden wollen Menschen erreichen und das können sie, indem sie dafür sorgen, dass sich diese Menschen wohlfühlen! Und da fängt der soziale Aspekt an.

Man bietet diesen Menschen sozusagen das an, was sie von der Welt kennen – Vergnügungen.

Jeder mag Vergnügungen – als ich unbekehrt war, wäre ich auch mit Christen in einen Freizeitpark gegangen – aber garantiert nicht in ihren Gottesdienst.

Als weltlicher Mensch pickt man sich das raus, was einem gefällt – es muss Spaß machen!

Aber wie sieht Gott uns in dieser Welt? Was hat er uns in seinem Wort mitgegeben?

Gottes Wort warnt uns sehr deutlich davor, diese Welt und ihre Vergnügungen lieb zu haben oder gar zu benutzen, um das Evangelium zu predigen.

1. Johannes 2,15-17
15 Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.
16 Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.
17 Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

1. Johannes 5,19-21
19 Wir wissen, daß wir aus Gott sind, und daß die ganze Welt sich im Bösen befindet.
20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
21 Kinder, hütet euch vor den Götzen! Amen.

Johannes 15,19
Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum haßt euch die Welt.

Das sind harte Worte – aber sie sind wahr.

Stehe ich am Büchertisch und verteile Traktate, erlebe ich hautnah mit, wie sehr mich die Welt hasst. Aber darunter gibt es auch immer wieder Menschen, die zu uns kommen und Bibeln mitnehmen.

Meiner Meinung nach ist es sehr gefährlich, sich der Welt anzupassen, um möglichst viele Besucher anzusprechen. Denn unser Bürgerrecht ist nicht mehr von der Welt!

Unser Bürgerrecht ist in den Himmeln!

Ich kann weltliche Menschen schlecht mit weltlichen Vergnügungen anlocken, um ihnen dann von ihren Sünden zu erzählen und das sie Rettung durch Jesus Christus brauchen.

Und auf der anderen Seite stelle ich mir die Frage, wieviel Prozent das Evangelium bekommt, wenn es einen sozialen Anstrich erhält?

Damit meine ich, dass die sozialen Sachen weit aus intensiver gebraucht werden, anstatt den Menschen von Jesus Christus zu erzählen.

Doch Jesus Christus ist unser Herr! Es gibt nichts wichtigeres, als von ihm zu erzählen!

Die Welt heutzutage ist eine Spaßgesellschaft geworden, die von einem Event zum nächsten rennt – immer auf der Suche nach dem Kick.

Wir sollten uns nicht ihr anpassen, sondern die Welt sollte erkennen, dass wir nicht mehr zur Welt passen. Dann werden wir Anfeindungen erleben, aber das hat uns Jesus Christus bereits vorhergesagt.

Sie hassten ihn – sie werden auch uns hassen.

Aber doch in all dem Schlechten gibt es noch immer Menschen, die sich für Jesus Christus interessieren. Es gibt noch immer Menschen, die von Gott aus dieser schlimmen Zeit herausgerufen werden, weil sie erkennen, dass sie ohne Jesus Christus verloren sind.

Und das ist eine große Gnade des Herrn!

Der Herr segne Dich!

Kristina Bode

Gütig ist der Herr, eine Zuflucht am Tag der Not; und er kennt die, welche auf ihn vertrauen. - Nahum 1,7 -

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