Brief an die Geschwister – Wahrheit und Liebe gehören zusammen!

Liebe Geschwister!

In unserem Hauskreis lesen wir gerade den Epheserbrief und gestern beim Betrachten des Wort Gottes  musste ich daran denken, wie oft uns Gott zur Wahrheit und Liebe aufruft.

In der Bibel gibt es unzählige Stellen dazu. Im 1. Korinther 13 wird ein gesamtes Kapitel über die Liebe geschrieben.

Und jeder kennt die Worte, die Jesus Christus zu uns gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“

Das Thema ist mir so wichtig, weil wir alle fehlbare Menschen sind. Niemand von uns kann sich als vollkommen bezeichnen (und selbst wenn er das tut, belügt er sich selbst und lästert Gott mit seiner Aussage). Wir alle wachsen täglich im Glauben und jeder von uns wird vom Herrn zum Guten hin verändert.

Das Leben mit anderen Geschwistern ist eine große Segnung, bringt aber auch so manch Herausforderungen mit sich und das ist auch ganz normal. Doch der Herr will, dass seine Kinder sich in Gemeinden versammeln und voneinander profitieren.

Und so unterschiedliche Menschen sind, ist es auch die Auslegung der Schrift.

Zwei Menschengruppen habe ich in den Jahren kennen gelernt. Wie immer sind die folgenden Formulierungen ein wenig übertrieben dargestellt.

Die Wahrheitsverkündiger:

Das sind Menschen, die sich oft viel Wissen angelesen haben und es gerne anderen weitergeben. Sie können oft gut diskutieren, aber können schlecht andere Meinungen akzeptieren. Manchmal beißen sie sich regelrecht fest und können sogar bei nicht relevanten Themen in Streitereien geraten. Dadurch, dass sie ihre Wahrheit mit allem Mitteln verteidigen, können diese Menschen sehr unangenehm werden.

Die Liebesverkündiger:

Es sind oftmals sehr emotionale und sensible Menschen, die die Liebe Gottes verkündigen. Manche von ihnen können sich gar nicht vorstellen, dass Gott in der Zukunft Menschen richten wird. Auch der Gedanke an die Hölle ist für sie nicht fassbar. Sie verkündigen, dass Jesus alle Menschen lieb hat und wollen bei genannten Gegenargumente nicht in der Bibel nachprüfen, weil sie sich bereits ihr eigenes Gottesbild geschaffen haben.

Wie gesagt, diese beiden Gruppen sind extra übertrieben dargestellt worden. Aber beide Gruppen existieren mehr oder weniger in den Gemeinden und beide sind ungesund.

Wenn ich nur die Wahrheit verkündige, aber keine Liebe habe, dann kann ich unter Umständen meine Geschwister verletzen, mit dem was ich ihnen sage. Es wurden schon Gemeinden gespalten, weil die Geschwister sich untereinander dermaßen zerstritten haben, dass sie nichts mehr mit dem Anderen zu tun haben wollten.

Wenn ich nur von der Liebe Gottes spreche, aber seine Heiligkeit und das gerechte Gericht hinten wegfallen lassen, dann erschaffe ich ein Gottesbild, welches so nicht in der Bibel vorkommt. Selbst die Ungläubigen glauben heutzutage nicht mehr an ein Gericht Gottes (sofern sie überhaupt an Gott glauben) und selbst der Papst (welchen ich nicht zu den echten Kindern Gottes zähle!) verkündet, dass alle Menschen Kinder Gottes sind.

In unserer Gesellschaft ist Abtreibung eine legale Sache geworden und 9 von 10 Kinder mit Trisometrie 21 werden schon im Mutterleib abgetrieben. Damit will ich sagen, nur weil der Mensch etwas für „gut“ befindet, muss das bei Gott noch lange nicht sein.

Er hat uns sein Wort gegeben, damit wir erkennen, was gut und was richtig ist. Ich weiß nicht, in wie vielen Stellen in der Bibel Gott uns aufruft, Liebe und Wahrheit zu verkündigen. Tatsächlich brauchen wir beides, um den Menschen von Gott zu erzählen.

Es gibt wirklich keine größere Liebe als die von Gott, der sich als Jesus Christus selbst hingegeben hat, damit wir sündige und verlorene Menschen wieder allein durch Glauben errettet werden können. Diese Botschaft ist wichtig und wir müssen sie in Liebe und Wahrheit verkündigen.

Genauso ist es wichtig, bei Zusammenkünften immer wieder aufs Neue Gott zu bitten, dass ich meine Geschwister wirklich liebe, damit ich nicht nur meine Meinung durchdrücke, sondern sie betrachte, wie Gott es tut. Ebenso ist es wichtig, in der Bibel zu lesen, damit ich nicht mein eigenes Gottesbild erschaffe, sondern meinen Herrn so verkündige, wie es sein Wort tut.

Die Gnade des allmächtigen und barmherzigen Gottes möge dich leiten!

Kristina Bode

Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle. - 1. Korinther 10,12 -

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