Das Evangelium spricht eine deutliche Sprache.

Als ich zum ersten Mal mit der Wahrheit konfrontiert wurde, reagierte ich, wie so viele Menschen. Ich wurde wütend. Sehr sogar. Ich hatte mir nichts zu Schulden kommen lassen (dachte ich), absolvierte gerade eine Ausbildung ab und war im Grunde meines Herzens kein schlechter Mensch (glaubte ich).

Das Evangelium in seiner ganzen Weisheit habe ich erst viele Jahre später verstanden. Es sprach direkt zu meinem Herzen. All das, wonach ich mich sehnte war, Frieden. Und diesen Frieden kannte ich bis dato einfach nicht.

Er hat alles vortrefflich gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt — nur dass der Mensch das Werk, das Gott getan hat, nicht von Anfang bis zu Ende ergründen kann. – Prediger 3,11Rational erklären kann ich das Evangelium nicht und möchte das auch gar nicht. Wenn ein Mensch sein Herz verschließt, könnten selbst die besten Argumente rein gar nichts bewirken. Das habe ich selbst erlebt, als ich am christlichen Büchertisch aushalf und mit Menschen über das Evangelium sprach.

Es geht um deine Ewigkeit!

Ich glaube, es geht weniger um das Problem, des Nichtglaubens, sondern um das Nicht glauben wollen. So war es zumindest bei mir. Heute kann ich wirklich offen sagen, dass ich nicht glauben wollte. Ich wollte keinen Herrn über mir haben, sondern mein eigener Herr sein.

Auf der einen Seite sehnte ich mich nach Frieden und der Ewigkeit im Himmel, auf der anderen Seite lehnte ich jede Einmischung (selbst von göttlicher Seite) in mein Leben ab. Das war schon ein interessanter Widerspruch.

Heute kann ich mir kein Leben ohne den Herrn vorstellen. Eben, weil ich weiß, dass Gott nicht so ist, wie ein menschlicher Arbeitgeber, der mich zu Überstunden verdonnert. Der Herr ist barmherzig, in ihm gibt es keine Sünde. Aber er ist eben auch gerecht. Und wenn ich meine Schuld, die Jesus Christus für mich am Kreuz auf Golgatha getragen hat, nicht einsehe und eingestehen will und das Opfer ablehne – dann bleibe ich verloren auf der anderen Seite der Schlucht stehen.

Gott hat alles für meine ewige Seele getan.

Jetzt muss ich nur noch eines tun: Es glauben.

Kristina

Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle. - 1. Korinther 10,12 -

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.