Dr. Anthony Levatino – ein ehemaliger Abtreibungsbefürworter

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel veröffentliche und deshalb möchte ich zunächst ein paar Worte euch mitteilen. Es geht mir hier nicht darum, mit dem Finger auf Menschen zu zeigen, die abgetrieben haben oder mit dem Gedanken spielen es zu tun. Auch verstehe ich, wenn Frauen furchtbare Schicksale erlitten haben wie z.b. eine Vergewaltigung und dadurch schwanger geworden sind, dass sie große Probleme haben, dieses Kind anzunehmen.

Aber ich war früher auch ein Befürworter von Abtreibungen, ja für mich wäre das kein Problem gewesen. Jetzt wo ich Christ geworden bin, sehe ich das in einem anderen Licht, denn Gott liebt jedes Kind auf der Welt und jedes Kind ist gewollt von ihm – selbst wenn die Umstände vielleicht alles andere als positiv sind, das Kind ist nicht schuld an dieser Situation.

Für mich ist die heutige Abtreibungspraxis das schlimmste Verbrechen der Menschheitsgeschichte!

Weltweit sind ca. 1 Milliarde Menschen abgetrieben worden und der einzige Trost den ich habe ist der, dass sie alle jetzt beim Herrn sind – denn er hat sie gewollt. Ich möchte keine Diskussionen breit treten und bitte dich, diesen Beitrag – wenn du ihn lesen willst – wirklich vollständig zu lesen. Ich freue mich sehr, dass Herr Levatino vom Herrn dazu gebracht worden ist, damit aufzuhören.

Psalm 139,13-16
13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.
14 Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde.
16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Für die, die die englische Sprache verstehen, habe ich ein Youtube Video angefügt, dass eine Rede vom Herrn Levatino zeigt, bei der er etwas ausführlicher über seinen Werdegang vom Abtreibungsbefürworter zum Gegner berichtet.

Onlineartikel auf Englisch zu lesen auf: prolifeaction.org

Übersetzung ins Deutsche: Kristina Bode

Warnung, der Artikel kann Informationen enthalten, die dich seelisch und emotional stark belasten können – nur lesen wer psychisch stabil ist! –

Dr. Anthony Levatino hat Abtreibungen durchgeführt im Rahmen der Gynäkologie und Geburtshilfe seit 1980 als Teil seiner medizinischen Ausbildung. 8 Jahre lang führte er sie durch. Im Jahr 1985 hörte er mit dieser Praxis auf und ist nun als Geburtshelfer tätig.

Dr. Levatino erzählte seine Geschichte bei der ersten Meet the Abortion Providers Conference im November 1987.

Ich war nie involviert in einer großen Klinik, die viele Abtreibungen durchführt. Meine Erfahrungen stammen aus der ländlichen Gegend, in der ich tätig war, wo Frauen in meine Praxis kamen um die Abtreibung durchzuführen – ich sah es als Teil meiner ärztlichen Ausbildung an. Mein Geschäftspartner und ich waren in Albany sehr bekannt für unsere spezielle Abtreibungspraxis, die ich bis heute bereue, der Spätabtreibung.

Deshalb erhielten wir viel Besuch aus dem Umfeld, da wir in Albany die Einzigen waren, die spät abtrieben. Ich habe die Zahl der Abtreibungen, die ich durchgeführt habe, nie gezählt, aber ich bin froh nicht sagen zu müssen, dass es mehrere Zehntausend waren. Ich schätze die Zahl auf mehrere hundert. Die Praxis ist sehr rudimentär, man führt eine Zange in den Uterus der Patientin ein und zerstückelt das Baby förmlich, damit man es hinterher absaugen kann.

Warum treiben Ärzte ab?

Es gibt viele Gründe aber einer von ihnen ist natürlich, weil sich damit gut Geld verdienen lässt. Aber es ist für einen Gynologen vollkommen normal eine Abtreibung durchzuführen und wenn man gedanklich auch für diese Praktik ist, dann wird sie das normalste der Welt.

Eine andere Gruppe meint, dass eine Abtreibung eine Sache des Frauenrechts sei und manche Ärzte zwar nicht für eine Abtreibung waren, aber für das Recht der Frau auf Abtreibung. Wieviele Male hast du das schon gehört? Die Frauen in diesem Land sind nicht die Einzigen die glauben, dass es ein Recht der Frau ist ein Kind abzutreiben und es ist sehr schwer nicht daran zu glauben, wenn man ihre Reden hört. Ich habe auch daran geglaubt.

Grauenvolle Abtreibungsprozedur

Wenn die Abtreibung vorüber war, muss der Arzt das zerstückelte Baby wieder zusammensetzen, um sicherzugehen, dass keine Teile im Uterus übersehen und nicht abgesaugt worden waren. Ich hatte alle möglichen Komplikationen, perforierte Uterusse, Blutungen, Infektionen – nur Gott weiss wieviele Frauen jetzt steril sind.

Mein Unbehagen wuchs immer mehr mit der Zeit, ich hatte einen inneren Konflikt und vor allem die Spätabtreibungen belasteten mich, weil man manchmal ein vollkommen intaktes Baby, das lebte, abtreiben musste.

Das alles tat ich währenddessen meine Frau und ich versuchten, ein Kind zu zeugen. Wir waren bereits einige Jahre verheiratet und es stellte sich einfach kein Kind ein.

Ich hörte mit den Abtreibungen nicht auf, sondern fuhr fort, aber es war sehr hart. Wir fingen an, verzweifelt nach Adoptionsmöglichkeiten zu suchen und auf der anderen Seite warf ich neun oder zehn von ihnen wöchentlich in den Müll. Es fing an mich richtig zu belasten, denn ich wünschte mir manchmal, dass eine von den Frauen die abtrieben, uns ihr Baby überlassen würden. Aber natürlich ging das nicht und so wurde der Konflikt immer größer.

Geburtshilfe und Abtreibung im Konflikt

Die meiste Zeit als Arzt verbrachten wir als Geburtshelfer und halfen den Menschen ihr Kind zu bekommen. Für uns war es eine tägliche Routine mit dem Ultraschallgerät zu arbeiten. Als ein Arzt weisst du, dass das Menschen sind – sie haben Arme, Beine und bewegen sich. Und jedes Mal wenn du mit dem Gerät das Baby lokalisierst denkst du daran, sie bewegen sich. Gerade wenn verängstigte Eltern in unsere Praxis kamen, war es uns wichtig, mit dem Gerät ihnen zu zeigen, dass ihr Baby okay ist.

Und eine Stunde später ziehen wir uns um, betreten den Operationsraum und führen eine Abtreibung durch. Wenn du ein Herz hast, berührt dich das.

Eltern und Abtreibungsdurchführer

Wir hatten all die üblichen Adoptionsagenturen durch und jeder der ein Kind adoptieren will, wird wissen, wie schwierig das ist – immerhin wusste ich den Grund dafür, denn ich trieb Kinder ab. Nun versuchten wir es auf eigene Faust. Ich kannte die Namen von 45 Geburtshelfern und einer von ihnen hatte ein Baby zur Adoption freizugeben. Es dauerte einige Monate, aber eines Tages bekamen wir einen Anruf, den ich nie vergessen werde. Drei Tage später hielten wir ein gesundes kleines Baby in den Armen, sie war ein Mädchen und wir gaben ihr den Namen Heather.

Wachsende Familie – wachsendes Abtreibungsgeschäft

Nachdem wir ein Baby hatten, versuchten wir jetzt nicht mehr verzweifelt eines zu bekommen – und wie es der Zufall will, wurde meine Frau schwanger und sie bekam einen Jungen. So hatten wir zwei gesunde Kinder und wir waren überglücklich. Mein Geschäftspartner führte Abtreibungen durch und während ich sie nicht besonders schätzte, hatte er kein Problem damit. Weil ich ein neuer Partner war, fügte ich mich und wirkte nicht moralisch auf ihn ein. In der Rückblende war das ein widerlicher Grund, aber das war mein Grund und für einige Jahre lief das Geschäft auf die Art und Weise.

Eine neue Anerkennung des Lebensgrundes

Das Leben meinte es gut mit uns, bis zum 23. Juni 1984. An diesem Tag war ich auf Abruf, hielt mich aber zu Hause auf und unsere Kinder spielten auf dem Rasen. Um 7:25 hörten wir das plötzliche Bremsen eines Autos und wir rannten nach draussen. Heather lag vor dem Auto, wir taten alles um sie zu retten, aber sie starb in unseren Armen. Wenn man ein Kind verliert ändert das dein gesamtes Leben, alles verändert sich. Und plötzlich bekommt das abgetriebene Baby etwas völlig reales. Es sind nicht mehr die paar hunder Dollar die du verdienst, es ist etwas lebendiges. Es ist dein Kind, das du beerdigst.

Ich wollte keine Spätabtreibungen mehr machen und für einige Monate führte ich die üblichen Abtreibungen noch durch. Ich wurde sehr sehr ruppig mit den Angestellten. Jedesmal wenn ich für eine Abtreibung eingeteilt wurde, wurde ich sehr wütend und ich redete mir ein, dass man mir diese Abtreibung extra gab, um mich zu ärgern. Aber das war quatsch, ich ärgerte mich über mich selbst.

Nach einigen Monaten begann ich zu realisieren, dass das ein Kind von jemanden ist. Ich habe mein Kind verloren, welches sehr wertvoll für uns war und nun nehme ich das Kind von jemand anderem aus dem Unterleib und bringe es um.

Das Ende der Abtreibungspraxis

Das veränderte mich. Meine eigene Selbstachtung fiel in sich zusammen. Ich fühlte mich wie ein bezahlter Auftragskiller. Das war exakt, was ich tat. Und es kam der Punkt, wo ich für all das Geld der Welt nicht mehr abtreiben wollte. Ich beendete es und kann seitdem besser schlafen in der Nacht.

Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu; er kann sich selbst nicht verleugnen. - 2. Tim. 2,13 -

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