Ein Himmel ohne Gott – 4 Szenarien

Stellen wir uns mal vor, es gibt zwar den Himmel, aber keinen Gott.

Was wäre wenn der Eintritt ins Himmelreich von:

  • einem Menschen
  • einer Firma
  • einer Behörde
  • einem Land

verwaltet werden würde? Schauen wir uns diese Szenarien mal an und beginnen mit Holger K. der seit kurzem den Schlüssel zum Himmelreich für ganz Deutschland in den Händen hält. Er hat in der bekannten Himmelspfortenlotterie gewonnen und darf nun für ein ganzes Jahr für Deutschland bestimmen, wer in den Himmel kommt.

Seit seinem Gewinn hat sich sein Leben extrem verändert. Arbeiten gehen muss er nicht mehr, bzw. kann er das gar nicht, da sein Haus von Hunderten belagert wird. Tagtäglich werden ihm Gaben dargebracht und die Security hat alle Mühe, ihn durch die Menge zu bugsieren, wenn er sich mal dazu bequemt, das Haus zu verlassen.

Vor zwei Wochen hatte er sich von seiner Frau Gabi getrennt, die ihn mit seinem Nachbar Hans D. betrogen hatte. Diese beiden streicht er als erstes aus dem digitalen Himmelsbuch, welches er mit seinem neuen Ipad verwaltet. Alle Eintragungen, die er tätigt, sind endgültig. Zufrieden tilgt er auch den Namen seines ehemaligen Arbeitgebers, da er der Ansicht ist, dass er damals zu Unrecht gekündigt wurde. Nach diesen Löschungen setzt er sich auf sein neugekauftes weißes Sofa und schaut sich erstmal in Ruhe die Tagesschau an. Er ist glücklich und freut sich darauf, dass morgen sein Maserati geliefert wird.

Der Schlüssel zum Himmel – unglaublich wertvoll

Szenario 2

Die Firma Himmelsgleich und Co. GmbH verwaltet seit einem Jahr den Zutritt zum Himmel, seitdem sie ihren Konkurrenten Treppchenweg aufgekauft hatte. Der Kampf um die Lizenz kostete Treppchenweg schließlich ihre Existenz, da sie sich überboten hatte und in die Insolvenz rutschte.

Himmelsgleich fuhr nach der Lizenzübernahme eine aggressive Marketingstrategie und hob die Eintrittspreise um das 300 fache an. Momentan muss ein Erwachsener für einen Platz im Himmel um die 120 000 Euro zahlen (Mehrwertsteuer exklusive!).

Hat Treppchenweg noch eine zehnjährige Ratenzahlung angeboten und einen Mengenrabatt für Großfamilien eingeführt, wurden diese Angebote sofort aus dem Programm gestrichen. Das Nachsehen haben nun diejenigen, die sich den Eintritt in den Himmel nicht mehr leisten können.

Die Aktionäre von Himmelsgleich waren von diesem Quartal sehr zufrieden. Die Rendite betrug etwa 8 % und der Kurs der Aktie steigt kontinuierlich an. Ein Ende dieser positiven Ergebnisse ist nicht abzusehen. Der Vorstand hat sich großzügige Gehaltserhöhungen genehmigt, die im siebenstelligen Bereich liegen.

Szenario 3

Matthias S. arbeitet seit sieben Jahren in der Behörde, in der der Eintritt in den Himmel genehmigt wird, oder nicht. Für den Eintritt sind zahlreiche Formulare einzureichen und gegebenenfalls Belege auf Anfrage nachzureichen.

Er seufzt. Schon wieder hat er einen unvollständigen Antrag auf seinem Schreibtisch liegen. Es geht um die Familie K. aus Essen, die bereits zum dritten Mal einen Antrag gestellt hat, nachdem die beiden vorherigen mit guten Gründen abgelehnt wurde.

Da ist zum einen der Vater, der seit zwanzig Jahren immer wieder arbeitslos ist und bisher nur kurze Jobs in der Zeitarbeit hatte. Matthias gleicht – in seinem Bestreben ordentlich zu arbeiten – die Liste mit den Jobs ab, die für den Himmelseintritt nicht geltend gemacht werden können.

Matthias tut das, was er tun muss

Er schüttelt den Kopf, als er die Belege durchsieht. Alles in allem hat sich die Familie seit dem letzten Antrag bemüht, die Punkte für den Himmel zu erreichen. Aber es reicht nicht. Wieder einmal. Er dreht den Stift hin und her, denn nun muss er das tun, was er eigentlich nicht tun will, aber muss.

Weil es sein Job ist.

Er streicht den Antrag durch und gibt das Ergebnis in das Programm ein. Im selben Augenblick wird eine Absage automatisch gedruckt und an besagte Familie gesendet. Matthias weiß, was das bedeutet. Nach drei erfolglosen Anträgen wird der (mögliche) Zugang für den Himmel dauerhaft gesperrt. Es gibt keine Möglichkeit, diesen wieder zu aktivieren. Die gesamte Familie ist nun verloren.

Am Abend trifft sich Matthias mit seinen Freunden, um seinen Geburtstag zu feiern. Seinen Antrag konnte er bereits letztes Jahr erfolgreich einreichen – beim ersten Mal. Als die Sektkorken knallen und er das gute Essen genießt, hat er die Familie K. bereits vergessen.

Szenario 4

Punkte für den Himmel

Jedes Land darf den Eintritt in den Himmel für seine Bürger verwalten. Dieses System wird seit einigen Jahrzehnten angewandt. Die Staatsbürgerschaft entscheidet nun darüber, was man tun muss, um in den Himmel zu gelangen.

Die meisten Länger haben eine Himmelssteuer auf alle möglichen Nahrungsmittel und Waren eingeführt. Es gibt sogar eine Himmelspaybackkarte, auf der man Punkte für den Himmel sammeln kann. Das Verfahren ist allerdings sehr undurchdringlich und nur diese Punkte reichen dafür bei weitem nicht aus.

Manche Länder haben spezielle Vereine eingeführt, in denen man sich engagieren muss, um weitere Punkte sammeln zu können. Wer arbeitslos ist, bekommt für jeden Monat Minuspunkte auf sein Konto gebucht, wobei das Gerücht bei den 1 Euro Jobbern umgeht, dass ihre Stellen ebenfalls weniger Punkte als eine Vollzeitstelle einbringen. Wie viele Punkte man nun für den Himmel braucht, ist ein großes Geheimnis. Niemand weiß genau, wie viel er noch arbeiten muss, damit es für ihn reicht.

Bernd arbeitet erfolgreich als Börsenmakler und engagiert sich darüber hinaus in einen der Vereine, die spezielle Bonuspunkte einbringen. Jeden Tag sieht er einige Obdachlosen auf den Parkbänken sitzen. Voller Verachtung geht er an ihnen vorbei. Für diese ist es zu spät, denkt er, deren Konto ist so tief im Minus, dass sie es niemals packen werden.

Nicht alle werden es schaffen!

Silvio lebt erst seit kurzem auf der Straße, nachdem er durch eine schwere Krankheit die Raten für das gemeinsame Eigenheim nicht mehr bezahlen konnte und seine Frau ihn verlassen hat. Plötzlich steht er vor dem Nichts und versucht noch immer zu begreifen, wie das alles geschehen konnte. Er sieht viele Menschen an ihm schnell vorbeigehen, die Brieftasche fester haltend, in der Angst, er würde sie ihnen wegnehmen. Seitdem das Punktesystem eingeführt wurde, gibt es keinerlei soziale Auffangstationen oder Hilfeeinrichtungen mehr für ihn. Jeder konzentriert sich nur noch darauf, den Himmel zu erarbeiten.

Für Bernd könnte es indes nicht besser laufen. Vor kurzem wurde ihm ein spezieller Brief persönlich von einem Kurier überreicht. Jeder Mensch auf der Welt weiß, was in solchen Briefen drin steht. Bernd hat es geschafft. Er darf sich nun auf den Himmel freuen. Nun könnte er aus dem Verein austreten, aber er lehnt das ab. Denn er erhofft sich auch im Himmel noch irgendeinen Bonus zu verdienen, wenn er nur möglichst viel im Leben erwirtschaftet.

So oder so ähnlich könnte es laufen, wenn Menschen darüber entscheiden könnten, wer den Himmel erreicht.

Wenn es keinen Gott gäbe, der als einziger souverän und gerecht herrscht.

Gott hat einen Weg geschaffen, den jeder Mensch auf dieser Welt gehen kann. Durch das ewige Opfer von Jesus Christus am Kreuz dürfen wir alle durch Glauben gerettet werden!

Dieser Weg steht für jeden offen, aber er wird doch von vielen nicht gegangen.

Es wäre wohl vielen Menschen lieber, ein solches oben genanntes Szenario zu erleben, als durch Sündenerkenntnis und Buße gerettet zu werden. Jedoch sehen wir in all diesen Szenarien dass nicht jeder Mensch die Chance auf Errettung bekommt.

Allein Gott kann gerecht sein.

Wir Menschen sind es nicht.

Deswegen bin ich dankbar für das Opfer am Kreuz, welches Jesus Christus uns dargebracht hat. Dieses Opfer ist ewig gültig und ausreichend. Es können keine Werke, welcher Art auch immer, hinzugebracht werden.

Du kannst gerettet werden, durch das machtvolle Opfer am Kreuz, wenn du erkennst, was Jesus Christus für dich getan hat.

Allein der Glaube rettet.

Allein!

Kristina

Auf Übermut folgt Schande, bei den Demütigen aber ist Weisheit. - Sprüche 11,2 -

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