Ein Königreich für einen Stuhl! – Leben mit Jesus

Ein Königreich für einen Stuhl! - Leben mit Jesus

Ich denke, jeder von uns kennt diesen Umstand. Genau zu dem Zeitpunkt, an dem man es am wenigsten erwartet, geht etwas kaputt.

An einem ganz normalen Tag vor einigen Jahren beschloss mein treuer Bürostuhl sich von der Rückenlehne zu trennen. Mit einem großen und lauten *knack* klappte sie nach hinten und ich mit ihr. Dank des Herrn habe ich mich aber nicht verletzt – ich war nur erschrocken von dem plötzlichen Abgang der Lehne und gleichzeitig auch traurig, denn dieser Stuhl war der Inbegriff der Bequemlichkeit gewesen.

Liebe auf den ersten Sitz

Gesehen habe ich ihn, als ich bei Ikea einkaufen war.

Wer Ikea kennt (und wer kennt Ikea nicht?) weiß ja, dass man als Kunde quasi durch alle Abteilungen durchgescheucht wird und man sich mental sehr anstrengen muss, keine unnützen Dinge – ach das kann ich auch gebrauchen – mitzunehmen, die einen von den vielen Regalen anlächeln.

Ich bin dort mit einer ganz bestimmten Mission hingegangen: Einen bequemen und nicht zu teuren Stuhl zu kaufen. Nicht zu teuer war für meine Verhältnisse zwischen 0 und 50 Euro. Als ich so durch die Gassen der vorgestellten Stühle ging, fiel mein Blick auf eine kleine Nische, in der ein einsamer kleiner Stuhl stand.

29,90

Das war die Zahl, die mich dazu brachte, mich in ihn zu verlieben. Ein kurzes Probesitzen genügte, um den Beschluss des Bundes zu bekräftigen.

Zu Hause konnte ich ihn auch gleich aufbauen – und selbst ich verstand die Anleitung. Das ist ja eine weitere Hürde zur Glücksseligkeit, die Ikea für den normalen Sterblichen bereit hält. Darum war ich mehr als zufrieden, als ich die Rollen anschraubte und das erste mal zu Hause Platz nahm. Mein Stuhl – mein Bürostuhl!

Alles vorbei!

Mit dem lauten Krachen verabschiedete sich nicht nur die Lehne, sondern der Bund zerbrach und mein Vertrauen in Lehnen. Fortan fristete der klägliche Rest eine Existenz als Klavierhocker, wobei der Stuhl regelmäßig die eingerastete Höhenverstellung mit einem leichten *ffffft* sabotierte und ich während des Klavierspielens aufstehen und die Höhe wieder einstellen musste.

Aber niemand ist perfekt. Und ich trage ihm das nicht nach.

Kurz darauf – ich wohne in einer Stadt – sah ich zufällig nach dem Einkaufen Sperrmüll in meiner Straße liegen. Und bei all dem Zeug, was wirklich kaputt aussah, machte der blaue Gartenstuhl aus Plastik einen brauchbaren Eindruck. Also klemmte ich ihn mir, mitsamt meiner Einkaufstasche, unter den Arm und brachte ihn nach Hause.

Ein Königreich für einen Stuhl! - Leben mit Jesus

Allerdings merkte ich schnell, dass das Plastik bereits leichte Ermüdungserscheinungen aufwies und die Beine sich nach längerem Sitzen bedrohlich nach außen bogen.

Trotzdem war der Stuhl bequem und ich konnte gut darin sitzen.

Bis – ja, bis vor kurzem, als ich eines Abends mit voller Wucht nach hinten flog. Der Knall war so laut, dass meine Katzen vor Schreck aufsprangen und mich mit großen Augen anstarrten. Beide Hinterbeine waren einfach gleichzeitig weggebrochen und nun lag ich da, wie ein Käfer auf dem Rücken, der Schreck noch in den Knien.

Langsam richtete ich mich auf und dankte wiederum dem Herrn, denn ich hatte mich nicht verletzt – mir tat rein gar nichts weh.

Nun war es an der Zeit, Farbe zu bekennen und selbst Sperrmüll zu beantragen. Die Reste des Stuhls legte ich zur Seite und seufzte. Mein Blick fiel auf den einzig verbliebenen Stuhl den ich für die Arbeit am Schreibtisch nutzen konnte – ein harter Holzstuhl.

Die ersten zehn Minuten waren noch ganz angenehm, aber nach einer Stunde merkte ich: Das geht so nicht! Also versuchte ich den Sitz mit einer Decke zu polstern. Jedoch das wahre war es auch nicht.

In all dieser Zeit dachte ich immer wieder darüber nach, einen richtig tollen Bürostuhl zu haben, aber die Webseite von Ikea verriet mir, dass sie das Design meines vorherigen Stuhls verändert hatten (die Lehne besaß nun ein modernes Muster) und sogleich der Preis angezogen wurde.

Die Rettung naht – in Form eines Telefonats

Es brauchte eine andere Glaubensschwester, die mir riet, in Ebay Kleinanzeigen mal nach einem Stuhl zu gucken. Warum bin ich nicht selbst drauf gekommen? Vor allem, da ich selbst gerade etwas zum verkaufen anbot.

Ich gab die Postleitzahl und das Suchwort „Stuhl“ ein und klickte mich durch zwei Seiten der Angebote. Ein Stuhl stach aus allem raus, nicht nur weil er super bequem aussah, sondern weil diejenige in demselben Stadtteil wie ich wohnte. Ich besaß kein Auto und freute mich, dass diejenige zumindest in der Nähe wohnte – wenn ich auch noch nicht wusste, wo genau das war.

Also schrieb ich ihr am Samstag eine Nachricht und bekam prompt die Antwort.

Und jetzt kann ich dem Herrn nur noch mehr danken – denn sie wohnte wirklich nur ein Haus weiter wie ich. So konnte ich ganz entspannt aus dem Haus gehen, bei ihr klingeln und den Stuhl in Ruhe nach Hause schieben. Für 20 Euro besaß ich wieder einen Bürostuhl, der sogar noch bequemer als mein vorheriger war.

Ein Königreich für einen Stuhl! - Leben mit Jesus

Ich muss zugeben, dass ich nie wirklich intensiv um einen Stuhl gebeten habe. Aber ich hatte immer im Herzen diesen Gedanken, dass Gott mich versorgt und das er mir das richtige gibt. Ich bin auch dankbar für die Tatsache, dass ich mich nicht verletzt habe, als ich zwei mal nach hinten gefallen bin.

Als ich am nächsten Tag mit der Glaubensschwester telefonierte und ihr von dem Angebot erzählte und die Tatsache, dass die Verkäuferin so nah bei mir wohnte, entgegnete sie mir, dass sie von Gott aufs Herz gelegt bekommen hatte, mir diesen Tipp zu geben.

Ich bin jedes mal aufs Neue fasziniert und überrascht, wie genial Gott wirkt und handelt. Deswegen wollte ich diese Geschichte, die ich bewusst etwas humorvoller geschrieben habe, mit euch teilen. Um zu zeigen dass Jesus lebt und dass er Gott ist!

Mein Glaube richtet sich an den lebendigen Gott und alleine der Glaube an das Kreuzesopfer von Jesus Christus hat mich gerettet und zu einem Kind Gottes werden lassen. Es gibt nichts Schöneres im Leben!

Kristina

Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? - 1. Korinther 1,20 -

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