Hilflos im Meer – Wunder Gottes

Hilflos im Meer - Wunder Gottes

Sommer. Meer. Eine Touristin geht mit ihrer Luftmatratze ins Wasser und genießt ihren Urlaub. Sie hat mit ihrem Mann ein Hotelzimmer direkt am Strand von Kreta gebucht. Das Wasser ist warm und die Luftmatratze lädt zum Nickerchen ein.

Als sie am späten Nachmittag nicht zurück ins Hotel kommt, sucht ihr Mann nach ihr, kann sie aber nicht finden. Er verständigt die Rettungskräfte, die mit einem Jet-Ski und Motorbooten die Küste absuchen. Die Nacht bricht herein und die Suchmannschaften arbeiten fieberhaft die ganze Nacht hindurch, die Touristin zu finden.

Doch die Frau bleibt verschwunden.

Als der nächste Tag anbricht, bittet die Küstenwache die Besatzung eines Flugzeugs der Grenzschutz-Agentur Frontex, Ausschau nach der Touristin zu halten. Es ist der letzte Versuch, die Frau zu finden. Die vorherige Nacht war sehr kühl gewesen, es bestand kaum noch Hoffnung sie lebend zu finden.

Als ich diesen Bericht las, erinnerte ich mich an meine Kindheit. Mir war nämlich dasselbe passiert. Ich muss 7-9 gewesen sein und habe mit meinen Eltern Urlaub auf Baltrum gemacht. Zum Meer hatte ich immer ein zwiegespaltenes Verhältnis. Liebte ich es, zu tauchen und zu schwimmen, hatte ich aber eine panische Angst vor Wellen, die sich brechen. Es war jedesmal eine große Herausforderung, erstmal „sicher“ durch die Dühnung ins Wasser zu gehen.

An diesem Tag hatte ich eine Luftmatratze bei mir, auf der ich mich setzte und ein wenig herum planschte. Es dauerte nicht lange, da legte ich mich mit dem Rücken auf die Matratze und schloss die Augen, während meine Füße im kühlen Wasser baumelten.

Ich bin im Meer – allein!

Irgendwann wunderte ich mich, dass das Schaukeln im Wasser etwas zugenommen hatte und richtete mich auf. Voller Panik sah ich, dass ich hunderte Meter vom Strand abgetrieben war. Die Menschen konnte ich nur als kleine sich bewegende Punkte erkennen. Das Wasser unter mir besaß nicht mehr eine sanfte Durchsichtigkeit, mit der ich mit meinen Füßen den Meeresboden erkunden konnte, sondern alles war dunkel und kalt. Ich weiß noch genau, dass ich nach rechts blickte und in der Ferne ein Schiff vorbeifahren sah.

Die Geräuschkulisse, die man vom Strand her kennt, gab es nicht mehr. Nur noch das sanfte Meeresrauschen existierte. Ich war allein.

Es grauste mir, dass ich in einem so tiefen Wasser war, dass Schiffe darin fahren konnten. Also legte ich mich auf den Bauch und paddelte zurück zum Strand. Ich weiß genau, dass ich die Anstrengung nicht gemerkt habe, so vollgepumpt mit Adrenalin war ich.

Das Eingreifen des Herrn verhinderte Schlimmeres! Schon damals rettete er mein Leben.Ich bin dem Herrn heute noch dankbar, dass keine Rippströmung mich vom Strand weggezogen hatte – denn dann hätte ich niemals den direkten Weg zurück legen können und wäre weiter abgetrieben worden.

Als ich außer Atem den Strand erreiche, nehme ich meine Luftmatratze und gehe zu meiner Mutter, die von all dem nichts mitbekommen hatte. Ich weiß gar nicht, ob ich ihr davon erzählt habe oder ob das Erlebnis so aufwühlend war, dass ich es erstmal selbst verarbeiten musste.

Als ich den Zeitungsbericht las, konnte ich mich deswegen gut in die Frau hineinversetzen. Wobei sie einen echten Albtraum auf dem Meer erleben musste. Sicher ist sie auch irgendwann aufgewacht, hat sich hingesetzt und gesehen, dass der Strand nicht mehr da ist.

Sie wird in wachsender Verzweiflung versucht haben, sich zu erinnern, in welche Richtung sie paddeln müsste, um den rettenden Strand zu erreichen.

Die Nacht bricht herein

Hilflos im Meer - Wunder Gottes

Die See kann ein unbarmherziger Ort sein. Ohne Gottes Eingreifen würde die Frau sterben.Es ist alles rein spekulativ, was ich hier zu den psychischen Zuständen der Frau beschreibe. Ich kenne sie nicht und habe nie mit ihr gesprochen.

Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Hoffnung mit dem Hereinbrechen der Nacht gemindert wurde. Als der Wind auffrischte und die See rauer wurde, hat sie da noch Hoffnung gehabt? Wenn ich an ihrer Stelle gewesen wäre, hätte ich Angst gehabt, dass die Retter mich aufgeben, während ich um mein Überleben kämpfe. Hat sie zu Gott gebetet? Wir wissen es nicht.

Der nächste Tag brach an und die Touristin war immer noch auf hoher See. Die Küstenwache unternahm einen letzten Rettungsversuch. Sie bat die Grenzschutz Agentur Frontex um Unterstützung.

Und das nicht mehr geglaubte Wunder wurde wahr: Die Besatzung konnte die Frau im Meer entdecken!

Die Küstenwache fuhr zu der genannten Stelle und konnte die geschwächte Frau, die sich noch immer an ihrer Luftmatratze klammerte, aus dem Wasser ziehen. Es ist dem Eingreifen des Herrn zu verdanken, dass die Frau heute noch lebt! Über 20 Stunden verbrachte sie auf dem Meer und in dieser Zeit muss sie unglaubliche Ängste durchgestanden haben. Während dieser Zeit war sie über 9 nautische Seemeilen vom Strand abgetrieben worden.

Wunder Gottes geschehen jeden Tag!

Hilflos im Meer - Wunder Gottes

Ich hoffe, dass sie dieses Wunder erkennt und dem Herrn dankt. Und genau so dürfen wir unser Leben nicht als etwas selbstverständliches erachten. Unser Leben ist kostbar und vom Herrn ein Geschenk! Niemand von uns weiß den Tag noch die Stunden, an dem unser Leben endet.

Und oft endet unvorhergesehen.

Die Frau wollte nur einen wunderbaren Tag am Strand verbringen und hat sicher nicht daran gedacht, über 20 Stunden auf hoher See zu treiben – den Tod immer vor Augen.

Es sind Situationen wie diese, an denen uns klar wird, dass wir sterblich sind. Und unsere Zeit endlich. Ich bin dem Herrn so dankbar, dass er die Frau gerettet hat! Genauso bin ich dem Herrn dankbar, dass er damals bei mir ebenso eingegriffen hat. Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, gibt es wirklich viele Situationen, wo ich in Lebensgefahr schwebte.

Das Geschenk des Lebens konnte ich aber erst erkennen, als ich mich zum Herrn Jesus Christus bekannte. Weil unser irdisches Leben endlich ist, sollten wir deswegen umso intensiver darüber nachdenken, was mit uns nach dem Tode geschieht.

Letztlich ist es vom bildlichen her so, dass wir alle auf der hohen See treiben und Gott uns jedem einen Rettungsring zuwirft. Aber viele ergreifen ihn nicht und sind der Meinung, es selbst an Land zu schaffen. Ergreife den Rettungsring, damit du nicht ertrinkst! Jesus Christus hat mit seinem Opfer auf Golgatha alles vollbracht!

Kristina

Zeitungsbericht von Welt.de

 

Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. - Johannes 3, 16-17 -

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