Kann ich mir selbst vergeben?

Ich glaube es gibt zu jedem Lebensthema viele Hunderte Hilferatgeber. Die Buchhandlungen quellen von Lebenstipps nur so über und jeder Autor hat das „Geheimrezept“ für allerlei Dinge. Darunter gibt es auch das Thema, der Selbstvergebung. Nur so kann man glücklich werden, wenn man lernt, sich selbst zu vergeben.

Das klingt zuerst positiv und auch einleuchtend.

Wir alle haben mit unserem Gewissen manchmal zu hadern. Oft belasten uns Dinge aus der Vergangenheit, die uns immer wieder einholen. Zum Beispiel der letzte Streit mit dem Ehepartner, bevor endgültig die Scheidung eingereicht wurde. Der Bruch mit den eigenen Eltern, weil man sich gegenseitig Vorwürfe macht. Wir Menschen haben jeder für sich eine eigene Lebensgeschichte, die mal mehr mal weniger tragisch ist.

Niemand von uns bleibt Heil, jeder von uns besitzt Bruchstellen, die uns in der Vergangenheit zugefügt wurden. Darum ist der Wunsch nach Selbstvergebung und Beendigung dieses Schmerzes allzu verständlich.

Es gibt da aber einen Haken.

Selbstvergebung funktioniert nicht.

Und: Man betrügt sich dabei selbst.

Ich erinnere mich an eine Predigt, wo eine ehemalige Buddhistin berichtete, wie sie jemandem in einem Seminar gegenüber saß und die beiden sich gegenseitig ansprachen mit „Dir ist alle Schuld vergeben.“ Das wiederholten sie viele Male. Aber nach der Sitzung fühlte die Frau sich noch genau so schuldig wie davor.

Der Wunsch nach Harmonie, nach Vergebung scheint ein ureigenster Drang im Inneren jedes Menschen zu sein – ob laut ausgesprochen oder nicht. Wir alle wollen inneren Frieden verspüren.

Aber wie kommt man dahin?

Mit Meditation?

Es gibt nur eine Möglichkeit, inneren Frieden zu erlangen.

Jesus Christus!

Diese ehemalige Buddhistin berichtete, wie sie alle möglichen Dinge in der Esoterik ausprobierte, um den Frieden zu finden, nach dem sie sich so sehr sehnte. Aber alles, was sie ausprobierte, konnte die innere Unruhe nicht beseitigen. Außerdem kosteten sie die Seminare viel Geld. Das war das einzige, was sie verlor. Ihre Schuld blieb.

Erst als sie erkannte, dass sie sündig ist und Rettung durch Jesus Christus braucht, konnte sie im Glauben an sein vollkommenes Opfer wahren Frieden finden.

Der Schlüssel zur Vergebung liegt wirklich direkt vor dir.

Du musst kein teures Seminar buchen.

Echte Vergebung von deiner Schuld gibt es tatsächlich umsonst.

Allerdings ist der Schritt dahin nicht leicht. Ich musste ihn auch gehen und kann darum nachvollziehen, dass viele Menschen damit hadern. Darum kann ich jeden verstehen, der der Bibel gegenüber kritisch eingestellt ist. Wir können Gott nicht sehen und oftmals herrscht die Prämisse vor: Das was ich nicht sehe, existiert nicht.

Auch ist die Bibel ein unlesbares Buch – wenn man ihr mit Vorurteilen begegnet.

Viele Jahre lag sie bei mir einfach rum und jeder Versuch, sie zu lesen, endete immer damit, dass ich sie seufzend (weil total gelangweilt von der Schrift) wieder ins Regal zurück stellte. Die Geschichten waren mir einfach zu fantastisch und unrealistisch, als das ich glauben konnte, dass sie wirklich geschehen sind.

Allein durch die Gnade Gottes durfte ich erkennen, dass ich sündig bin und mich selbst nicht retten kann. Erst als ich das erkannte, konnte ich an Jesus Christus glauben. Das er am Kreuz meine Sünden getragen hat und dass ich alleine durch Glauben Vergebung von all meinen Sünden erhalte.

Als ich nach meiner Bekehrung zu Christus die Bibel las, merkte ich einen gewaltigen Unterschied. Ich konnte sie verstehen und die Geschichten waren nicht mehr lächerlich, sondern ich konnte glauben, dass das geschehen war.

Es gibt nur einen Weg zum ewigen Frieden.

Und der führt über Jesus Christus.

Weil Gott existiert und uns geschaffen hat – wir aber uns von ihm abgewendet haben, wurde er Mensch in der Gestalt Jesus Christus. Er lebte auf der Erde ein sündloses Leben und konnte durch zahlreiche Wunder seine Gottessohnschaft bestätigen. Aber die Bibel hatte vorausgesagt, dass er von einem seiner Jünger verraten werden würde.

So ist es auch gekommen.

Judas verriet Jesus für ein Spottgeld und wurde an das Kreuz genagelt.

Damals wie heute glauben viele Menschen, dass das einfach nur ein normaler Mensch war, der dummerweise ans Kreuz genagelt wurde. Doch Jesus ist so viel mehr. Gott in der Gestalt eines Menschen, bereit an das Kreuz zu gehen um die Sünden der Welt zu tragen, damit du und ich alleine durch Glauben gerettet werden können.

Ich muss das immer wieder betonen, weil ich es so schön finde:

Alleine durch Glauben!

Keine Mitgliedschaft in einer Kirchenorganisation ist dafür nötig, keine Taufe, keine Firmung, keine Konfirmation. Alleine dein Glaube an das vollkommene Opfer Jesu rettet dich.

Oder auch nicht.

Denn es liegt nur an uns Menschen, ob wir uns retten lassen oder in das ewige Gericht gehen müssen. Die Ewigkeit wird jeder von uns erleben, aber wo, das ist jedem selbst überlassen.

Es gibt keine Unschuldigen vor dem göttlichen Gericht.

Wir können uns zu Lebzeiten retten lassen, indem wir unsere Sündhaftigkeit anerkennen und Jesus Christus bekennen. Weil wir tief in unserem Inneren wissen, dass wir Sünde in uns haben und diese durch keinen menschlichen Ratgeber der Welt ausgelöscht werden kann.

Gott hat von seiner Seite aus alles getan.

Er ging an das Kreuz für uns und trug unsere Sünden.

Er, der sündlose Gott – ließ sich als Sünder ans Kreuz nageln, um für uns Menschen die Strafe zu erleiden, die uns zusteht. Jetzt liegt es an jedem Einzelnen von uns, wie wir den weiteren Lebensweg gehen.

Mit Gott oder ohne.

Ganz sicher spricht Gott jeden Menschen viele Male im Leben an, auf das sie erkennen, dass sie Rettung brauchen. Aber Gott respektiert den Willen jedes Menschen auch. Wir sind keine Marionetten, sondern können unsere Ewigkeit selbst aussuchen. Allerdings rate ich wirklich niemandem dazu, die Hölle zu wählen. Das ist kein Ort der sexuellen Freude, sondern ein Ort der Qualen.

Es liegt an uns, den Weg zu wählen.

Wenn du noch nicht weißt, welchen Weg du gehen sollst – bete zu Gott.

Bete, dass er dir sein Wort offenbart, er wird das tun, wenn du es ernst meinst.

Zum Schluss möchte ich ein etwas abgewandeltes Zitat von Loriot zitieren:

Ein Leben ohne Gott ist möglich, es ist aber ein sinnloses und trauriges Leben.

Dem alleinigen Gott, unserm Heiland, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht abgewiesen noch seine Gnade von mir gewendet hat! - Psalm 66,20 -

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