Viel Leid bringt viel Segen? Wirklich?

Ein Mensch, der nicht viel gelitten hat,
kann nicht Segen ausströmen.
Seine Worte haben keine Wirkung,
so salbungsvoll sie auch klingen.
Carl Hilty Viel Leid bringt viel Segen? Wirklich?

Viel Leid soll viel Segen hervorbringen? Sag das mal zu jemandem, der gerade in einer tiefen Krise steckt. Oder noch besser: sag es ihm nicht. Während der Krise kann man demjenigen nur trösten und Mut zusprechen, für ihn beten, für ihn da sein.

Doch die Worte von Carl Hilty sind wahr. Als Kind Gottes wachse ich im Glauben durch Krisen. Und das, was ich erlebt habe, davon kann ich Zeugnis geben und anderen, die in einer solchen Krise stecken, ermutigen. Kein Christ – ich zumindest kenne niemanden – wünscht sich Krisen, um noch schneller im Glauben zu wachsen. Krisen sind wie Urgewalten. Sie erfassen dich mit einer solchen Wucht, dass du glaubst, es haut dich um.

Doch Gott ist bei dir! Als Kind Gottes muss man durch diese Zeit nicht alleine durchgehen. Selbst, wenn man glaubt, ihn aktuell nicht spüren zu können, ER ist da! Nach der Krise erlebe ich den Segen auf verschiedenste Art und Weise. In manchen Situationen konnte die Beziehung zu einem Bruder oder eine Schwester vollkommen neu entstehen. Wo ich vorher nie geglaubt hätte, mit demjenigen befreundet zu sein, ist es heute so, dass ich mich jedesmal freue, ihn zu begrüßen.

Die Freude ist echt!

Diese Freude ist echt und nicht gespielt. Ich empfinde wirklich so. Und das ist manchmal für mich selbst kaum zu glauben. Gott hat die Veränderung bewirkt. Oft nicht sofort nach der Krise, sondern langsam und Schritt für Schritt. Ich bin ihm dankbar, wissen zu dürfen, dass ER alles in seiner Hand hält. Mich mag die Krise immer mal wieder negativ überraschen – aber ich weiß, dass sie nicht mein Ende ist. ER ist mein Herr und mein Erlöser. ER hält mein Leben in seiner Hand!

Kristina

Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt, in dem: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. - Galather 5,14 -

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