Dem Frieden nachjagen – warte nicht bis morgen!

Ich soll laut der Bibel dem Frieden nachjagen gegen Jedermann. Aber das fällt mir manchmal sehr schwer. Was mich am Wort Gottes aufrichtet, ist, dass Gott von mir nicht erwartet, perfekt zu sein. In seinem Wort lese ich, wie andere Menschen mit manchem gehadert haben und sehe die Aufrufe als Ermutigung an. Ich glaube, es ist besser, zu Gott zu beten und ihm zu sagen, dass man seine Hilfe bei etwas braucht, als dass man gar nicht betet.

Dem Frieden nachjagen bedeutet für mich, dass ich nicht einen Streit vor dem Zaun breche, der grundlos ist. Wobei Streits an sich eh nie schön sind und ich sehr harmoniebedürftig bin. Leider kommt manchmal die Störung dazwischen und lässt mich wieder zu einem grummeligen Etwas mutieren. Dann ziehe ich mich wieder zurück, gehe offline oder lenke mich mit Computerspielen ab.

In der Zeit versuche ich einfach nicht erreichbar für andere zu sein, weil ich grundsätzlich niemanden mutwillig verletzen möchte. Und der Friede in meinem Herzen zeigt mir, dass das eine gute Strategie ist. Ich bin auf das Verständnis meines Gegenüber angewiesen. Das mein Handy z.b. nur im Flugmodus ist und ich mich für Telefonate verabrede. Das ich manchmal wochenlang meine Emails nicht lese und beantworte. Zuviel Information überfordert mich, zuviel Kommunikation laugt mich aus.

Es geht leider nicht anders.

Dem Frieden nachjagen – besser heute als morgen!

Dem Frieden nachjagen - warte nicht bis morgen!

Ich möchte mich bei allen Lesern deswegen bedanken, die hier so treu mitlesen und kommentieren. Die mich ermutigen, weiterzumachen und die auch für sich hier bei den Texten manches nützliche für sich mitnehmen können.

Am Montag hatte ich aufgerufen, dass ich mir wünschen würde, dass wir mehr füreinander beten und eine Glaubensschwester hatte sich daraufhin gemeldet. Ich danke ihr für ihr Vertrauen mir gegenüber und möchte ein Gebetsanliegen mit euch teilen:

Ihr Sohn ist mit 27 Jahren vor kurzem überraschend gestorben und sie schrieb mir, dass sie Gott so dankbar ist, wie er sie durch diese schwere Zeit durch trägt. Lasst uns für sie beten und dem Herrn danken, dass er ihr eine so große Stütze in dieser Zeit ist. Sie hat noch einen anderen Sohn, der noch nicht errettet ist und betet, dass er erkennt, wer Jesus ist. Lasst uns auch dafür beten, dass der Herr sich ihm offenbart.

Ich danke dem Herrn, dass die Glaubensschwester sich in dieser Zeit nicht alleine und einsam fühlt, sondern weiß, wer bei ihr ist!

Wenn ich keine lebendige Beziehung zu Gott habe, dann ist der Tod eines geliebten Menschen unfassbar schmerzhaft für mich. Die Einsamkeit, Trauer und Wut überragen dann. Oft wird dann diese Wut auf Gott gerichtet und die Frage, warum all das geschehen musste, trägt zur Bitterkeit bei.

Gottes Gedanken sind nicht meine Gedanken

Gottes Gedanken sind nicht meine Gedanken. Ich kann anhand seines Wortes mir ein Bild von ihm machen und erkennen, dass in Gott nichts Böses steckt. Aber wenn ich keine Beziehung zu ihm habe, bin ich durch die Sünde von ihm getrennt. Gottes Liebe wurde am Kreuz von Golgatha sichtbar. Was er dort für uns alle vollbracht hat, lässt sich mit menschlichen Worten nicht beschreiben.

Egal wie oft ich hier darüber schreibe, es bleibt ein unaussprechlicher Vorgang, was dort geschehen ist. Das Gott die Sünden der Welt trug, damit ich alleine durch Glauben gerettet werden kann… Das ist unbegreiflich. Ich glaube, selbst in der Ewigkeit werde ich nicht die unfassbar tiefe Liebe Gottes uns gegenüber verstehen.

Ich weiß nur eines: Ich darf ihm ewig dankbar sein, dass er mich gerettet hat!

Dem Frieden nachjagen mit aller Kraft. Sei es durchs Beten, ein Gespräch mit Gott oder das rausgehen in die Natur. Die Stille dort genießen. Lass dich nicht durch diese Weltzeit ins Wanken bringen. Lass dich nicht entmutigen für Vorgänge, die du nicht ändern kannst. Als Kind Gottes weiß man, dass der Himmel aus mehr als nur Wolken und Luft besteht. Dort ist unser Zuhause. Dort bereitet uns unser Herr Jesus eine Wohnung für jedermann vor!

Kristina

Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. - Philipper 4,13 -

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