War Jesus ein Held?

War Jesus ein Held?

Aktuell sind Filme über Helden ein Kassenschlager. Ich gehe selbst gerne ins Kino und sehe mir solche Filme an. Sie sind einfach gestrickt und ich habe eine gute Zeit, in der ich vom Alltag abschalten kann. Interessant finde ich ebenso, wie sich der Typus des Helden über die Jahrzehnte verändert hat.

Der alte Superman verhielt sich tadellos, half Omas über die Straßen und war ein Traum jeder Schwiegermutter. Doch dadurch wurde er unnahbar für die Menschen. Wie könnte man sich mit so einem identifizieren, der durch und durch anständig ist und höchstwahrscheinlich sogar seine Steuern und die GEZ Gebühr in Voraus bezahlt?

Also musste ein neuer Held her. Einer, der zwar immer noch Superkräfte besaß, aber menschlich (so wie wir alle) seine Abgründe aufwies. Hankock eroberte dann 2008 die Kinos. Ein Held, der menschlicher nicht sein konnte. Zwar besaß er Superkräfte, wusste diese aber nicht so recht einzusetzen, sondern soff sich durch den Tag und bemitleidete sich selbst. Wenn er dann versuchte, etwas Gutes zu tun, zerstörte er – aus Versehen – die halbe Stadt dabei, weil er sich dermaßen ungeschickt anstellte. Hankock war ein Trottel und die Menschen haben ihn geliebt.

Mit den Marvel Filmen kam die Heldenmanie endgültig in Fahrt. Fortan kämpften sie nicht nur gegen die altbekannten Bösewichte, sondern auch gegen korrupte Regierungen.

Sicher stellen sich einige die Frage, warum ich hier so ausführlich über diese Filme schreibe. Mich interessiert es, zu sehen, dass Helden irgendwie eine Sehnsucht im Menschen auslösen. Bestimmt wird es auch Menschen geben, die nur wegen der Action ins Kino gehen, aber tief im Herzen der meisten Kinogänger muss es eine Sehnsucht nach Frieden geben.

Sonst würden diese Filme nicht produziert werden.

War Jesus ein Held?

Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. – Kolosser 1,15Die Frage stellt sich für manche sicher und für andere nicht. Wenn man einen flüchtigen Blick in die Bibel wirft, wird man feststellen, dass Jesus Christus ebenso den „Kampf“ gegen das Böse aufgenommen hatte, als er Mensch wurde.

Ich setze das Wort extra in Anführungszeichen, weil das Wort Kampf impliziert, dass das Böse eine Chance gehabt hatte, zu siegen.

Wenn wir Jesus weiter mit einem Held vergleichen, wird uns auffallen, dass jeder Held einen Schwachpunkt besitzt, den der Antiheld versucht auszunutzen. Bei Jesus ist die Sachlage gänzlich anders. Er besitzt keinen.

Er kam auf diese Welt, um als Mensch sündlos zu leben – aber er blieb Gott zu jeder Zeit. Jesus musste sich nicht durch Bars saufen und sich mit Fragen über seine Existenz quälen – er wusste bereits alles. Der Antiheld war ihm auch nicht unbekannt, sondern er hatte ihn selbst erschaffen. Ohne sein Zutun würde nichts auf der Erde bestehen. Ja, selbst diese Erde würde sich ohne Gott nicht im Universum um sich selbst drehen!

Ein weiterer großer Unterschied ist der, dass Helden austauschbar sind. Und die Marvel Filme haben uns gezeigt, dass sie mittlerweile in Schwärmen auftauchen. Als ich mit einem Bruder einen solchen Film ansah, tat es mir schon fast leid, dass er keinen von diesen Helden kannte und ich bei vielen Begebenheiten schnell erklärte, um wen es sich handelte.

War Jesus ein Held?

Der Held kämpft gegen das Böse und irgendwie kann er es doch nur selten endgültig besiegen. Jesus Christus brauchte nicht zu kämpfen, sondern stand über diesen Dingen. In den Filmen sind die „normalen“ Menschen reine Zuschauer, die den Helden höchstens moralisch unterstützen.

Aber Jesus kam nicht auf die Erde, um unnahbar zu sein. Er kam für uns alle und gab sein Leben freiwillig am Kreuz auf Golgatha! Niemand anders hätte es von ihm nehmen können, als nur er allein.

Mensch und Gott zur selben Zeit

Der wohl größte Unterschied zwischen Helden und Jesus Christus ist der: Er existiert und wurde nicht von einem Menschen mit viel Fantasie erschaffen. Das verhält sich umgekehrt: Gott hat uns geschaffen! Verloren wie Hancock stolpern wir durch diese Welt – allerdings ohne Superkräfte – und bekommen unser Leben nicht auf die Reihe. Wir sehnen uns nach Frieden, doch alles was wir hinterlassen ist eine Spur der Verwüstung. Physisch, sowie psychisch.

Ohne Frieden mit Gott geschlossen zu haben, bleiben wir auch verloren. Es gibt da keine Ausnahme. Selbst diejenigen, die meinen, alles im Leben erreicht zu haben, werden eines Tages feststellen, dass Macht und Reichtum vergängliche Dinge sind und in der Ewigkeit keinen Bestand haben.

Natürlich stellen sich manche die Frage, warum Gott es zulässt, dass Menschen in die Hölle gehen (obwohl die meisten, die sich diese Frage stellen, selbst nicht daran glauben, dass es eine solche gibt). Es wird dabei übersehen, dass Jesus Christus am Kreuz sein Leben gab und die Sünden der Welt trug, um uns zu retten! Wir können alleine durch Glauben und Bekennen gerettet werden.

Wenn der Held im Film sein Leben für die gute Sache gibt, sind wir Menschen alle tief bewegt. Aber Jesus Christus wurde dafür verspottet und ausgelacht, als man ihn an das Kreuz schlug. Dabei haben die Menschen nach seinem Tode erkannt, dass er wirklich Gottes Sohn und Gott selbst ist.

Jesus Christus wird eines Tages auf diese Erde wiederkehren und all die Heldenfilme werden gegenüber ihn verblassen Angesichts Gottes Sohn, der sich – zu Recht – auf seinen Thron mitten in Jerusalem setzen wird und von dort aus die ganze Erde regiert. Dann wird das tausendjährige Friedensreich Wirklichkeit werden und die Menschen erkennen, was wahrer Frieden ist.

Kristina

Herr, deine Gnade reicht bis zum Himmel, deine Treue bis zu den Wolken! - Psalm 36,6 -

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